Der grüne sanfte Lenz kam auf eine bunte Weise an
mit ihm die numinose Bläue zarten Himmelszaubers
doch ich schwärme hold-zärtlich von wilden Gänsen und Störchen
die vor milden Wochen heimatwärts angeflogen kamen
so wunderschön-fein scheint und funkelt meine lichte Heimat
die tiefblauen Veilchen voller Glanz gaben lichtes Haus um
ich sah mir zwei Schmetterlinge beim Träumen und Schwärmen an
einer davon setzt sich auf den Kelch des Veilchens neuen Drangs
zweiter Schmetterling fliegt im Lenzsturm so zauberhaft heimwärts
über dem im Gras sitzenden Marienkäfer nach dem Tanz
die Spinne baute daneben bei Hölzern ihr Spinnennetz
über dem schneeweißen doch ersten im Lenzing Blumenbeet
die eulenäugige Lenzfee zaubert himmlisches Gewölk
auf dass ich an die Zierlichkeit meiner Heimat denken kann
man schwelgt im unendlichen Zauber des morgendlichen Taus
man ergötzt sich an galanter Macht abendlichen Wunders
die Paradiesverzückung ist ein pittoresker Fittich
das Jenseitsentzücken ist ja ein kunterbunter Flügel
ich bin nun vom Vorfrühling voll Magie schlechthin verzaubert
es ist holdselig dass der Wind Träumereien mit Glut trägt
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Schwestern der Sonne
UpA
Drei Mädchen, stark und klar, feinsinnig mit scharfer Zunge und stetem Verstand. Sie reckten das Haupt der Sonne entgegen. Die Älteste spendete Schutz, breit wie ein stiller Baum im Mittagslicht. Die Zweite trat hervor, ruhig, mit Augen, die niemand auswichen. Die Dritte — frei und brav — trug das Lachen wie den Schutz der Familie in sich. Feiner Sand quoll durch ihre nackten Zehen, warm von der Sonne, golden im flimmernden Licht. Und da standen sie, das Haupt erhoben der Sonne entgegen, als ...