Der stürmische Frühlingstag von Pawel Markiewicz

Vorlesen

Der grüne sanfte Lenz kam auf eine bunte Weise an
mit ihm die numinose Bläue zarten Himmelszaubers

doch ich schwärme hold-zärtlich von wilden Gänsen und Störchen
die vor milden Wochen heimatwärts angeflogen kamen

so wunderschön-fein scheint und funkelt meine lichte Heimat
die tiefblauen Veilchen voller Glanz gaben lichtes Haus um

ich sah mir zwei Schmetterlinge beim Träumen und Schwärmen an
einer davon setzt sich auf den Kelch des Veilchens neuen Drangs

zweiter Schmetterling fliegt im Lenzsturm so zauberhaft heimwärts
über dem im Gras sitzenden Marienkäfer nach dem Tanz

die Spinne baute daneben bei Hölzern ihr Spinnennetz
über dem schneeweißen doch ersten im Lenzing Blumenbeet

die eulenäugige Lenzfee zaubert himmlisches Gewölk
auf dass ich an die Zierlichkeit meiner Heimat denken kann

man schwelgt im unendlichen Zauber des morgendlichen Taus
man ergötzt sich an galanter Macht abendlichen Wunders

die Paradiesverzückung ist ein pittoresker Fittich
das Jenseitsentzücken ist ja ein kunterbunter Flügel

ich bin nun vom Vorfrühling voll Magie schlechthin verzaubert
es ist holdselig dass der Wind Träumereien mit Glut trägt

Gefällt mir
1
 

Weitere Freie Texte

lesering
Freie Texte

Nachdenken einer vernachlässigten Sache

Hegel würde sagen: Ihr habt die Dialektik angehalten. Arendt würde sagen: Ihr habt den Raum zerstört, in dem Wahrheit erscheinen kann. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt keine historische Distanz, sondern eine präzise Diagnose der Gegenwart. Denn was heute als wissenschaftlicher Konsens, evidenzbasierte Politik oder alternativlose Sachlogik firmiert, ist weniger Ausdruck gewonnener Erkenntnis als Ergebnis einer epistemischen Stillstellung. Wahrheit wird nicht mehr gesucht, sondern verwaltet; ...
Freie Texte

Horaffe: Ein Land

„Wer kennt das Land, in dem die Menschen in der Gegenwart die Vergangenheit vermissen, um positiv in die Zukunft blicken zu können“. Ein Volk, vereint in Kraft und Glauben an seine Stärke, kann niemand ihre Überzeugung an das Gute im Menschen rauben. Versuchen auch finstere Mächte, dies zu untergraben, sie werden sich damit nur selber schaden. Fleißige Hände erschaffen Tag und Nacht eine blühende Landschaft. Gesundes Essen, gesunde Tiere gibt es nur durch die Arbeit einer Gemeinschaft. ...
Freie Texte

Geschichte: Dilara Sophie Schömer

Eilig rannte ich durch das hohe Gras. Es war schon Nachmittag, bald würde die Sonne untergehen. Doch jetzt strahlte diese noch hell genug, dass ich die Landschaft unter mir sah und nicht hinfiel. Als ich jedoch das Feld hinter mir gelassen hatte und in den dichten Wald rannte, wurde es schlagartig dunkel und man sah nur wenig vom Boden, woraufhin ich auf jeden meiner schnellen Schritte achtete, nicht auszurutschen. Doch das war ziemlich schwer, denn gleichzeitig schaute ich regelmäßig nach ...
Freie Texte

Lächelndes Mädchen: Pia Reichstein

Das Lächelnde Mädchen siehst du in mir, Aber wenn ich ihn den Spiegel schaue sehe ich nur die Fehler an mir. Die unproportionale Nase,der Körper der nicht richtig ins Bild passen will ,die Daumen die ich täglich verstecke. Das alles was du nicht siehst, weil du siehst nur das lächelnde Mädchen in mir. Das das glücklich und zufrieden ist. Das das selbstbewusst wirkt. Aber das das bin nicht. v Den hinter dieser Maske da ist ein zerbrechliches, verletztes Mädchen was sich Abends in den Schlaf weint ...

Aktuelles