Der grüne sanfte Lenz kam auf eine bunte Weise an
mit ihm die numinose Bläue zarten Himmelszaubers
doch ich schwärme hold-zärtlich von wilden Gänsen und Störchen
die vor milden Wochen heimatwärts angeflogen kamen
so wunderschön-fein scheint und funkelt meine lichte Heimat
die tiefblauen Veilchen voller Glanz gaben lichtes Haus um
ich sah mir zwei Schmetterlinge beim Träumen und Schwärmen an
einer davon setzt sich auf den Kelch des Veilchens neuen Drangs
zweiter Schmetterling fliegt im Lenzsturm so zauberhaft heimwärts
über dem im Gras sitzenden Marienkäfer nach dem Tanz
die Spinne baute daneben bei Hölzern ihr Spinnennetz
über dem schneeweißen doch ersten im Lenzing Blumenbeet
die eulenäugige Lenzfee zaubert himmlisches Gewölk
auf dass ich an die Zierlichkeit meiner Heimat denken kann
man schwelgt im unendlichen Zauber des morgendlichen Taus
man ergötzt sich an galanter Macht abendlichen Wunders
die Paradiesverzückung ist ein pittoresker Fittich
das Jenseitsentzücken ist ja ein kunterbunter Flügel
ich bin nun vom Vorfrühling voll Magie schlechthin verzaubert
es ist holdselig dass der Wind Träumereien mit Glut trägt
Freie Texte
Die Hexe
Hannsjörg Nier
Marianne überblickte ihr kleines aber feines Heim. Sollte es wirklich wahr werden, dass sie hier alle wegmüssen, Sie sollten alles verlieren und in eine fremde, unbekannte Gegend ziehen und unter ihr fremden Menschen leben. Bis jetzt waren es nur Gerüchte, doch es schien etwas daran zu sein. Michael, der Sohn des Nachbars, hatte sich zum Nachbarort geschlichen um mit seiner Tante zu sprechen. Er war wiedergekommen und hatte erzählt, dass das ganze Dorf leer war und er keine Menschenseele auf der ...