Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat den Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, für seine Verdienste um das Buch geehrt. Seit 30 Jahren trete Zille mit "großem Engagement" für die deutsche Buchbranche und Kulturlandschaft ein, hieß es am Samstag im Vorfeld der Hauptversammlung.
"Wer Leipziger Buchmesse sagt, denkt Oliver Zille". Mit diesen Worten würdigte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille. Zille habe die Buchmesse durch die Nachwendezeit geführt und sei wesentlich für deren Neuausrichtung und Wachstum verantwortlich. Unter seiner Leitung habe sie sich "zu einer Plattform für Leselust und Buchbegeisterung, für literarische Nachwuchsförderung und Literaturvermittlung" entwickelt, hieß es weiter. Zille sei wahrhaft ein "wahrhaft ein Förderer des Buches", so die Vorsteherin des Börsenvereins, Karin Schmidt-Friderichs.
Oliver Zille
Oliver Zille wurde 1960 in Leipzig geboren. Seit dem Mauerfall kümmert sich der Ökonom um die traditionelle Bücherschau. Zunächst Projektleiter, dann Leiter, richtet Zille die Buchmesse seit 2004 als Direktor und Mitglied der Geschäftsführung der Leipziger Messe federführend aus.
Dies war insbesondere in den Jahren der Corona-Pandemie eine äußerst schwierige Aufgabe. Drei Mal in Folge musste die Leipziger Buchmesse - trotz vorangegangener Planung - abgesagt werden. In diesem Frühjahr kam dann das erfolgreiche Comeback. Insgesamt 274.000 BesucherInnen zählte die Messe. Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 286.000 Tickets verkauft worden. Im Vorfeld sagte Zille, es sei bereits sein Erfolgt, wenn man 60 Prozent des Vor-Corona-Jahres erreichen würde. Nach dem erfolgreichen Neustart im Frühjahr gab Oliver Zille dann überraschend seinen Rückzug bekannt. Am Jahresende verlässt er seinen Posten.
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