Das 16. Lübecker Literaturtreffen findet in diesem Jahr im Sommer statt. Am 10. und 11. Juni kommen in der Hansestadt zeitgenössische deutschsprachige Schriftsteller zum Austausch zusammen. Das Treffen wurde 2005 von dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass ins Leben gerufen.
Üblicherweise findet das Lübecker Literaturtreffen im Winter statt. In diesem Jahr soll der Austausch nach Angaben der Stadt Lübeck allerdings am 10. und 11. Juni stattfinden. Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass hatte das zunächst als "Lübeck 05" titulierte Treffen als Forum für junge Autorinnen und Autoren ins Leben gerufen, um deren "Bedürfnis nach politischer Einmischung" wachzuhalten. Vorbild war das Schriftstellertreffen "Gruppe 47" gewesen.
Während des Treffens sollen laufende schriftstellerische Projekte im Sinne eines Werkstadtgesprächs diskutiert, aber auch die aktuelle politische Situation debattiert werden. Feste Mitglieder sind Thomas Brussig, Michael Kumpfmüller, Katja Lange-Müller, Benjamin Lebert, Eva Menasse, Matthias Politycki, Tilman Spengler und Burkhard Spinnen. In ihren ersten programmatischen Äußerungen insistierte die sich als "Zusammenrottung" verstehende Gruppe auf ihren experimentellen Charakter. Grass selbst hatte immer auf die Autonomie der Gruppe bestanden, die der professionellen Kulturkritik und den Feuilletons den Rücken zukehrt. "Wir sind das Primäre, die Kritiker das Sekundäre", hatte Grass gesagt.
Teilnehmer 2022
Teilnehmende Schriftsteller sind in diesem Jahr Alina Herbing, Dagmar Leupold, Norbert Niemann, Markus Ostermair, Fridolin Schley, Elke Schmitter, Nadine Schneider, Tilman Spengler und Feridun Zaimoglu. Der erste Teil des Treffens, der sich auf die Diskussion der in Produktion befindlichen Werke konzentriert, findet wie üblich hinter verschlossenen Türen statt. Zum Abschluss der Tagung lesen die Autoren am 11. Juni im Theater Lübeck aus bereits veröffentlichten Texten.
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