Der Schriftsteller Werner Heiduczek ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Wie seine Lebensgefährten Traudel Thalheim am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur berichtete, starb Heiduczek am Sonntag an den Folgen eines Schlaganfalls. Er galt als einer der bekanntesten Schriftsteller der DDR.
Der 1926 in Oberschlesien geborende Schriftsteller Werner Heiduczek ist tot. Heiduczek war als Gymnasiallehrer und Dozent am Leipziger Herder-Institut tätig. Seit den 60er Jahren arbeitete er als freischaffender Schriftsteller.
Seit 1972 lebte er in Leipzig. Hier war er Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste Leipzig und Mitglied des PEN-Clubs sowie des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). 19999 erhielt er für sein Arrangement das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1995 wurde er mit dem Eichendorff-Literaturpreis der Stadt Wangen im Allgäu ausgezeichnet.
Werke
Zu Heiduczek bekanntestes Werken zählen der Kurzroman "Mark Aurel oder Ein Semester Zärtlichkeit" und "Die seltsamen Abenteuer des Parzival". 1977 erschienende Roman "Tod am Meer" wurde ein Jahr nach seinem Erscheinen auf Veranlassung des damaligen sowjetischen Botschafters verboten. Nach der Wende erschien die Sammlung "Im gewöhnlichen Stalinismus. Meine unerlaubten Texte". Auch seine Autobiografie "Die Schatten meiner Toten" erfuhr große Beachtung.
"Mit Heiduczek verlässt einer der letzten Kronzeugen des Werdens und Vergehens der DDR-Literatur in der mitteldeutschen Region die Bühne." schrieb Jan Emenhöfer in der "Leipziger Volkszeitung. Thalheim sagte über ihren Lebensgefährten: "Ich habe sehr geschätzt, dass er immer einen festen Standpunkt hatte"
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