Der renommierte Man Booker International Prize geht 2019 an die Autorin Johaka Alharthi. Ihr Werk "Celestial Bodies" sei "Ein Buch, das Kopf und Herz gleichermaßen gewinnt" heißt es in der Begründung.
Die omanische Autorin Jokha Alharthi hat mit ihrem Roman "Celestial Bodies" (Himmelskörper) den Literaturpreis Man Booker International 2019 gewonnen. Das Werk greife die Frage nach "Zeit und Sterblichkeit sowie verstörende Aspekte unserer gemeinsamen Geschichte" auf kunstvolle Weise auf, so die Jury. "Ein Buch, das Kopf und Herz gleichermaßen gewinnt und es wert ist, darüber zu verweilen."
Der Preis gehört zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen Großbritanniens. Prämiert werden ausländische Werke, die ins Englische übersetzt wurden. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund (etwa 57.000 Euro) teilt sich Alharthi mit ihrer Übersetzung Marilyn Booth.
Dieses Jahr in der engeren Auswahl waren außerdem:
- Anni Ernaux (Frankreich) mit "The Years" (auf Deutsch: "Die Jahre), aus dem Französischen übersetzt von Alison L. Strayer.
- Marion Poschmann (Deutschland) mit "The Pine Islands" (Im Original: "Die Kieferninseln"), aus dem Deutschen übersetzt von Jen Calleja.
- Olga Tokarczuk (Polen) mit "Drive Your Plow Over The Bones Of The Dead" (auf Deutsch: "Der Gesang der Fledermäuse"), aus dem Polnischen übersetzt von Antonia Lloyd-Jones.
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Juan Gabriel Vásquez (Kolumbien) mit "The Shape Of The Ruins" (auf Deutsch: "Die Gestalt der Ruinen" ), aus dem Spanischen übersetzt von Anne McLean .
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Alia Trabucco Zerán (Chile) mit "The Remainder", aus dem Spanischen übersetzt von Sophie Hughes
Mit Alharthis Roman gewann zum ersten Manl ein arabischsprachiges Werk den renommierten Preis. Die Autorin sagte, dass mit ihrem Sieg gleichsam "ein Fenster zur arabischen Literatur geöffnet wurde".
In ihrem Roman setzt sich die Autorin mit der Geschichte der Sklaverei in Oman auseinander, die anhand der Schicksale dreier Schwestern in deren Erinnerungen reflektiert wird. Sklaverei, so Alharthi während der Preisverleihung, sei ein sensibles Thema. "Aber ich denke, Literatur ist die beste Plattform, um sensible Themen zu diskutieren. Und Sklaverei gibt es nicht nur in Oman - sie ist Teil der menschlichen Geschichte."
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