Am Freitag den 12. Oktober um 23.00 Uhr lädt Volker Weidermann gemeinsam mit Thea Dorn und Christine Westermann zur Disskusion über aktuelle Bücher. Gast dieser Ausgabe ist der Literaturkritiker Denis Scheck ("Druckfrisch"). Auf der Frankfurter Buchmesse diskutieren die vier über die Neuerscheinungen von Karen Duve, Richard Powers, Stephan Thome und David Foster Wallace.
Karen Duve, "Fräulein Nettes kurzer Sommer":
Wie wird aus der rebellischen jungen Dichterin von Dorste-Hülshoff ein braves, verbittertes Fräulein?Aus der laut und mit "männlichem Mut" diskutierenden "Nervensäge", die mit Berghammer ausgestattet auf Mineraliensuche geht, ist ein "unmögliches Nettchen" geworden, das in "anmutiger Schlichtheit" am Fenster sitzt und stickt. Was ist passiert in jenem kurzen Sommer 1820?
Richard Powers, "Die Wurzeln des Lebens" :
Naturwissenschaftliche und philosophische Themen durchziehen die Literatur des amerikanischen Schriftstellers Richard Powers. In seinem neuen Roman "Die Wurzeln des Lebens" spielen Bäume die Hauptrolle. Jeder der neun im Buch vorgestellten Protagonisten macht im Laufes seines Lebens eine besondere Naturerfahrung. Sie tun sich zusammen, um die ältesten Mammutbäume zu retten, und geraten im Zuge ihres Vorhabens in eine Spirale von Politik und Gewalt, die nicht nur ihr Leben, sondern auch unsere Welt bedroht. Der Roman von Powers wurde gerade für den Man Booker Prize nominiert.
Stephan Thome, "Gott der Barbaren":
China 1860, eine Welt ist im Umbruch: in Taiping tobt der blutigste Bürgerkrieg der Weltgeschichte, der 30 Millionen Menschen das Leben kosten wird. Zur selben Zeit erzwingt das Britische Empire im Verbund mit anderen europäischen Kräften die Handelsöffnung des Reichs der Mitte. Mit "Gott der Barbaren" erzählt Stephan Thome eine frühe Globalisierungsgeschichte, die unsere heutige Welt zu spiegeln scheint. Der Roman steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.
David Foster Wallace, "Der Spaß an der Sache - alle Essays":
Noch bevor ihn der Roman "Undendlicher Spaß" weltberühmt machte, war David Foster Wallace für seine literarischen Essays und Reportagen bekannt. In kurzen, brillianten Analysen ging er dorthin, wo es ihm wehtat: Mit dem Hummer in den Kochtopf, auf eine Kreuzfahrt, an die Wurzeln der eigenen Depression, die ihn schließlich das Leben kostete. Zu seinem 10. Todestag erscheinen nun zum ersten Mal alle Essays in einem Band versammelt auf deutsch.
"Das literarische Quartett" wird mit Publikum aufgezeichnet. Die nächste Ausgabe findet am 7. Dezember 2018 wieder im Berliner Ensemble statt.
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