Ist der Hipster noch Gegenwart oder schon Geschichte? Auf jeden Fall ist der Hipster Ralph Stieber mittlerweile so alt, dass sein Leben für eine Autobiografie taugt. In „111 Gründe, Hipster zu hassen“ setzt sich Ralph Stieber, Jahrgang 1978, und doch eigentlich ein wenig zu alt einen Hipster, mit dem Thema kritisch auseinander.
Wer oder was ist ein Hipster? Wie sieht er aus? Was zieht er an? Was denkt er? Was isst er? Was empfindet er? Hat er eine lange Lebenserwartung? Verträgt er sich mit Artgenossen? Können Hipster und Non-Hipster eigentlich heiraten? Darf man Hipster klonen? Ist der Hipster ansteckend? Wer war der erste Hipster? Und wie konnte er sich so schnell verbreiten? Fragen über Fragen, und der Letzte, der sie beantwortet, ist der Hipster selbst. Fragt man ihn, ob er sich selbst zu dieser Spezies zähle, antwortet er auf seine typisch ironische Art: »I'm not a fucking Hipster. Ich hasse Hipster!« Man sieht also, der Hipster wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet, und am Ende bleibt vor allem eine Frage: Sind wir nicht alle ein wenig Hipster?
„111 Gründe, Hipster zu hassen“ ist die erste autorisierte Autobiografie des Hipsters, den der Leser bei seinen Großstadt-Abenteuern und Gedankengängen begleitet. Ähnlich wie im Film »Being John Malkovich« befindet sich der Leser im Kopf von Jonas und betrachtet die wunderbare Welt der Hipster durch dessen Augen, teilt sich mit ihm die Bio-Mahlzeit und stößt gemeinsam mit ihm bei einem Craft Beer an. Danach werden wir den Hipster vielleicht mit anderen Augen sehen oder vielleicht noch mehr hassen - beides ist gut. Willkommen in der Welt von Jonas, dem Hipster-Helden!
Ralph Stieber: „Von wegen Untergang des Hipsters, die Hipster-Welle sei vorbei, das ist alles Quatsch, Hipster vermehren sich unaufhaltsam - jeden Tag. Alter, du musst nur mal einen Fuß auf den Boden hier in meinem Kiez in Kreuz-Koelln setzen und es dauert keine 30 Sekunden, bis dir ein frisch gezwirbelter Porno-Schnaeuzer, ein Jutebeutel oder eine Trucker-Muetze ueber den Weg spaziert oder du von einem Fixie-Bike ueberrollt wirst, waehrend dich ein Meer aus ironischen Blicken geflissentlich ignoriert.“
Einige Gründe
Weil der Nerd von gestern der Hipster von heute ist - Weil wir nicht wissen, wovon wir reden, wenn wir vom Hipster reden - Weil Jesus der erste und wahre Hipster war - Weil der Hipster uns alle überleben wird - Weil der Hipster deinen würdevoll abgefuckten Kiez in einen seelenlosen Ponyhof verwandelt - Weil auch der Hipster Hipster hasst - Weil Hipster die neuen Spießer sind - Weil der Hipster der moderne Narziss ist - Weil der Hipster zur falschen Zeit geboren wurde - Weil der Hipster ein verklärtes Bild von Nostalgie mit sich herumschleppt - Weil der Hipster den Geist seiner Großmutter mit einem Eintopf heraufbeschwört - Weil der Hipster in einer Retro-Vintage-Scheinwelt lebt - Weil der Hipster sogar seinen Eltern peinlich ist - Weil es den Hipster nicht gibt - Weil jeder ein bisschen Hipster ist. Auch du - Weil Hipster aussehen wie H&M-Schaufensterpuppen - Weil das Fixie für den Hipster eine Art Zeitmaschine ist - Weil der Hipster seine Unsicherheit hinter einem Rauschebart versteckt.
Der Autor
Ralph Stieber, 1978 in Aschaffenburg geboren, lebt in Berlin. Als ehemaliger Texter in diversen Werbeagenturen sind ihm schon einige Hipster begegnet. Während der Arbeit und der Recherche an diesem Buch hat er seine Vorliebe für Craft Beer, isländischen Hardcore und marinierten Tofu entdeckt. Er arbeitet als freier Autor, Texter, Journalist und Drehbuchautor. Bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen von ihm bereits „111 Gründe, seine Chef zu hassen“ und „How to survive Scheissjobs“.
Ralph Stieber
111 GRÜNDE, HIPSTER ZU HASSEN
Mein Leben zwischen Vintage-Möbeln, isländischem Hardcore und Bartpflege
Mit Illustrationen von Jana Moskito
256 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3862656462
9,99 EUR (D)
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2017
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