Am 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes. An diesem Tag jährt sich die Verkündung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland zum 68ten Mal. Ursprünglich als Übergangsverfassung bis zur Wiedervereinigung geplant, entwickelte sich das Grundgesetz zu einer Erfolgsgeschichte, die bis heute fast ohne Änderungen auskommt und an deren Inhalt sich neue Gesetze und Verordnungen messen lassen müssen.
Einer der wichtigsten Paragraphen ist Artikel 3, der besagt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich und Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Der Staat habe die Durchsetzung dieser Gleichberechtigung zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken. In Absatz 3 steht außerdem: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“
Wie passt eine Frauenquote mit diesen Grundsätzen zusammen, wenn doch niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf? Wäre nicht genau das der Fall, wenn ein Mann aufgrund einer Quote einen Job trotz hervorragender Qualifikation nicht bekommt, sondern die Stelle vakant bleibt, bis eine ebenso qualifizierte Frau gefunden ist? Und in welcher Form sollte der Staat seiner Verpflichtung, bestehende Nachteile zu beseitigen nachkommen? Ist das Ziel Chancengleichheit oder vielmehr Ergebnisgleichheit?
Die Vereinbarkeit von Frauenquote und Grundgesetz wirft eine ganze Reihe an Fragen auf, die nicht einfach zu beantworten sind. Bereits seit Jahrzehnten beschäftigen sie die Politik. Gegner und Befürworter der Quote führen immer neue Argumente ins Feld und es ist kaum möglich, die Diskussion auf einer rein rationalen Ebene zu führen. Dabei wäre genau das wichtig: Emotionale und ideologische Gesichtspunkte auszuklammern und sich rein auf die Fakten zu beschränken.
Das Buch »Die Quotenfalle« leistet diesen Beitrag und diskutiert die grundsätzliche Problematik von Quotierungen und der dahinter stehenden Politik sowie die Auswirkungen der Quotenpolitik in verschiedenen Bereichen. Schwerpunkte bilden Wirtschaft und Wissenschaft. Das Buch hebt dabei die Diskussion von der journalistischen und emotionalen Ebene auf ein wissenschaftliches Fundament. Mit sachlich fundierten Argumentationen und prägnanten Darstellungen in den einzelnen Beiträgen ergibt sich eine umfassende kritische Auseinandersetzung, die bisher einzigartig ist.
„Die Quotenfalle“ von Harald Schulze-Eisentraut, Torsten Steiger und Alexander Ulfig ist im FinanzBuch Verlag erschienen. Sehr gerne schicke ich Ihnen ein Rezensionsexemplar zu oder vermittle ein Gespräch mit den Herausgebern.
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