Selfpublishing-Buchpreis 2025/26: Neun Bücher im Finale auf der Leipziger Buchmesse

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Am 22. März 2026 um 14:30 Uhr wird auf der großen Bühne der Leipziger Buchmesse (Halle 5, A500) entschieden, welche drei Bücher den Selfpublishing-Buchpreis 2025/26 erhalten. In jeder Kategorie – Belletristik, Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch/Ratgeber – wird ein Titel ausgezeichnet. Durch die Preisverleihung führt die Autorin, Journalistin und Content Creatorin Lea Kaib.

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Der Wettbewerb gehört inzwischen zu den wichtigsten Auszeichnungen für unabhängige Autorinnen und Autoren im deutschsprachigen Raum. 1.858 eingereichte Titel zeigen, wie dynamisch sich der Bereich des Selfpublishings entwickelt hat. Eine Vorjury aus Buchblogger:innen, Lektor:innen und Verbandsmitgliedern stellte zunächst eine Longlist zusammen, bevor eine Fachjury aus Branchenexpert:innen die neun Finaltitel bestimmte.

Selfpublishing als eigenständige Publikationsform

Der Selfpublishing-Buchpreis wird vom Selfpublisher-Verband e. V. organisiert, einem Zusammenschluss unabhängiger Autorinnen und Autoren mit mehr als 1.800 Mitgliedern. Der Verband wurde 2015 gegründet und vertritt die Interessen deutschsprachiger Autor:innen, die ihre Werke in Eigenregie veröffentlichen.

Selfpublishing hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Was lange als Randerscheinung des Buchmarkts galt, ist heute eine ernstzunehmende Publikationsform. Viele Autorinnen und Autoren entscheiden sich bewusst für diesen Weg, weil er ihnen kreative Kontrolle über Inhalt, Gestaltung und Vermarktung ermöglicht.

Professionelle Covergestaltung, sorgfältiges Lektorat und strategisches Marketing gehören für viele Selfpublisher:innen inzwischen zum Standard. Der Selfpublishing-Buchpreis möchte genau diese Entwicklung sichtbar machen und unabhängigen Büchern eine größere Öffentlichkeit verschaffen.

Die Shortlist 2025/26

Insgesamt neun Titel stehen in diesem Jahr im Finale des Wettbewerbs.

Belletristik

  • Susanne Mesterharm – „Vogel mit Licht – Geschichte einer multiplen Persönlichkeit“
    Ein Roman über Identität, Trauma und Selbstfindung. Die Protagonistin Berit entdeckt nach einem Gedächtnisverlust, dass mehrere Persönlichkeiten in ihr leben.
  • Maria Nouria – „Das Erbe des Totenwäschers“
    Eine Geschichte über Herkunft, Religion und alte Bindungen. Zwei Menschen tauschen für sechs Wochen ihre Leben – ausgelöst durch das Testament eines verstorbenen Familienmitglieds.
  • Nicolas Mueller – „Der Tengu von Tokio – Thron der Chrysanthemen“
    Fantasy trifft japanische Mythologie: Ein Student gerät in Tokio in eine Geschichte, in der sich Realität und Legende zunehmend überlagern.

Kinder- und Jugendbuch

  • Christina Bäck / Yana Kozak – „Ziso und das wilde Internet-Rambazamba“
    Ein Abenteuer im Cyberspace, das Kindern spielerisch die Gefahren und Regeln der digitalen Welt erklärt.
  • Franziska Frey – „Igitt! Ich esse keine Bäumchen“
    Ein Kinderkochbuch mit Geschichte über gesunde Ernährung, Gemüse und die Freude am gemeinsamen Kochen.
  • Judith Spörl / Arabell Watzlawik – „Eine Tür für den Pomps“
    Eine fantasievolle Geschichte über eine Kinderbuchfigur, die dringend eine eigene Geschichte braucht, um nicht zu verschwinden.

Sachbuch und Ratgeber

  • Dr. med. Caroline Lehmann – „Hilfe bei Fehlgeburt“
    Ein medizinischer und persönlicher Ratgeber über Verlust, Trauer und Wege zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
  • Marc A. Hoffmann – „Schottlands Malt-Whiskys – Eine Reise zu den Destillerien“
    Ein reich bebildertes Buch über die Geschichte, Herstellung und Kultur schottischer Single-Malt-Whiskys.
  • Melanie Thelen / Ricardo Helass – „Faszination Bosnien und Herzegowina“
    Ein Reisebuch über Landschaften, Kultur und Natur eines Landes, das oft abseits klassischer Reiserouten liegt.

Preisgeld, Selbie und Sichtbarkeit

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten in jeder Kategorie 3.000 Euro Preisgeld. Zusätzlich werden umfangreiche Marketingpakete vergeben, die die Sichtbarkeit der ausgezeichneten Bücher erhöhen sollen.

Überreicht wird außerdem der „Selbie“, das Maskottchen und Symbol des Selfpublishing-Buchpreises.

Ein Preis im Wandel des Buchmarkts

Der heutige Wettbewerb geht auf den Deutschen Selfpublishing-Preis zurück, der zwischen 2017 und 2019 vergeben wurde. Seit 2020 organisiert der Selfpublisher-Verband den Selfpublishing-Buchpreis in eigener Verantwortung.

Die Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse zeigt, wie stark sich das Selfpublishing inzwischen im Literaturbetrieb etabliert hat. Autorinnen und Autoren veröffentlichen unabhängig, bauen eigene Lesercommunitys auf und experimentieren mit neuen Formen der Veröffentlichung.

Am 22. März 2026 wird sich in Leipzig entscheiden, welche drei Bücher diese Entwicklung in diesem Jahr besonders eindrucksvoll repräsentieren.

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