Paweł Markiewicz: Die Piratin in der Taverne II

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cms.eaaga Paweł Markiewicz

Die sehnliche Taverne war voll von linden Mäusen. Sie liefen doch drinnen wie die Zaubergeister herum. Man spürte den Geruch von der toten, sanften Ratte, die eine falbe Katze zu fangen schien, heute früh.

Das Spinnennetz schmückte doch die zierliche Taverne. Eine Spinne schlief unendlich, wie ein Uhu, ruhig.
Ein Papagei sehnte sich nach mancher Heimat-Ferne.
In seinen Augen gab es den Traum von Mond und Käfig.

Mary bestellte beim Wirt Zigarren und den Branntwein. Sie trank ihn bei einem wie Traum elysischen Fergen. Dies war einer holdseligen Erzählung frohe Zeit.
Man besann sich auf numinose, himmlische Perlen.

Der Duft vom Apfelkuchen war überall zu spüren.
Das Dunkel umarmte den ganzen besinnlichen Saal.
Die Piratin-Mary konnte zartes Zwielicht fühlen.
Der Geschmack vom Alkohol war wie aus dem Artus-Gral.

Mary dachte an alten Piraten im Pazifik.
Er so wie ein Himmelsträumer war ein ewiger Freund.
Er schwärmte zärtlich mit den Gefühlen von Sehnsuchtslied. Er versteckte mitsamt Mary einen uralten Hort.

Dem Ausschankswirt enthüllte sie ihr gutes Geheimnis,
die die Möwen bei dem Morgenstern getragen haben:
Das Gold liegt am Ende der Welt, die Fischer-Hoffnung hieß.
Für eben diesen Schatz konnte ein jeder so schwärmen.

Alsbald kam der Sturm über Insel-Städtchen wie Hafen, sodass die Taverne beim Regen zu verschließen galt. Mary suchte die Freunde unter freundlichen Möwen.
Es ist schön, dass es gab, den Traum sanft beflügelter Zeit.

Sag uns Mary, wo dein Ringlein immer funkelt und glänzt, in zart besaiteter Ewigkeit oder auf Erden!
Und wo deine Perlenkette mit dem Glanz hinabhängt.
Sei noch unendlich omnipotent um deinetwillen!

Über den Autor:

1983 geboren, in Polen aufgewachsen, Pawels Gedichte (wurden) in Berlin verteilt, beim Radio Tide Hamburg laut gelesen, mehrere Veröffentlichungen bei: Veilchen, Pappelblatt, Reibeisen, Syltse, Experimenta, der Frankfurter Bibliothek (mehrmals ausgewählt). Pawels bedient sich der deutschen Sprache, als ob sie als die Muttersprache gälte. Ferner kann er Englisch und seine ca. 100 Gedichte wurden bei mehreren print wie online Magazinen veröffentlicht. Pawel interessiert sich für: gehobene deutsche Lexik (poetisch, historisch, juristisch, dialektisch), Geschichte, Erdkunde, Jura, deutsches Recht, Philosophie, Sprachwissenschaft, Creative Writing, Theologie, Soziologie, Pädagogik und das Marketing. Obendrein hat Pawel den 2. Platz beim Literaturwettbewerb „Ybbser Schreibfeder“ in der Kategorie Lyrik erreicht.

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