Am Freitag, 13. Oktober lädt Thea Dorn ein weiteres Mal zum "Literarischen Quartett". Gemeinsam mit der Schriftstellerin Eva Menasse, die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal sowie dem Publizisten und Schriftsteller Jakob Augstein diskutiert sie über Neuerscheinungen von Daniel Kehlmann, Deniz Utlu und Charlotte Gneuß. Außerdem wird der verschollen geglaubten Roman "Krieg" von Louis-Ferdinand Céline besprochen.
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Im kommenden "Literarischen Quartett" (13. Oktober) geht es um die Romane "Lichtspiel" von Daniel Kehlmann, "Gittersee" von Charlotte Gneuß, "Vaters Meer" von Deniz Utlu und den seit 1944 verschollen geglaubten Roman "Krieg" von Louis-Ferdinand Céline. Gäste sind dieses Mal Eva Mensasse, Mithu Sanyal und Jakob Augstein. "Das Literarische Quartett" wird wie üblich im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet. In der ZDFmediathek ist die Ausgabe am Sendetag bereits ab 10.00 Uhr abrufbar.
Daniel Kehlmann - "Lichtspiel"
Daniel Kehlmann erzählt das Schicksal des österreichischen Regisseurs G. W. Pabst, der während der Machtergreifung der Nationalsozialisten gerade einen Film in Frankreich dreht. Er flieht nach Hollywood, kann jedoch nicht an seine früheren Erfolge anschließen. Nicht einmal Greta Garbo, die Pabst mit seinem Stummfilm "Die freudlose Gasse" unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Als er 1939 in seine nun als Teil des Deutschen Reiches deklarierten Heimat zurückkehrt, ist die barbarisches Natur des Regimes deutlich spürbar. Der Propagandaminister hat indessen große Pläne mit Pabst.
Charlotte Gneuß - "Gittersee"
Dresden, 1976: Die sechzehnjährige Karin ist gefangen in ihrem DDR-Alltag. Da ist die Schule, ihre kleine Schwester, um die sie sich kümmern muss, und der Möchtegernkünstler Paul, in dem sie unsterblich verliebt ist. Als Paul von einem Ausflug nicht mehr Heimkehrt, gerät Karins Welt aus den Fugen. Eines Nachts stehen zwei Uniformierte vor ihrer Tür.
Deniz Utlu - "Vaters Meer"
Als sein Vater zwei Schlaganfälle erleidet, ist Yanus gerade dreizehn Jahre alt. Der Vater ist fortan gelähmt, kann nur noch über Augenbewegung mit der Außenwelt kommunizieren. Als er Jahre später stirbt, erinnert sich der mittlerweile erwachsene Yanus an seine Erlebnisse und Gespräche, die die beiden hatten. Deniz Utlu erzählt von einem Schicksalsschlag und davon, wie dieser eine ganze Familie, insbesondere aber eine Vater-Sohn-Beziehung prägt.
Louis-Ferdinand Céline - "Krieg"
Im Sommer 2021 tauchten tausende Manuskriptseiten des 1961 verstorbenen, wegen seiner antisemitischen Schmähschriften umstrittenen französischen Schriftstellers Louis-Ferdinand Céline auf. "Krieg" ist nun der erste Roman aus dem wiedergefundenen Konvolut. Er spielt 1914 auf den Schlachtfeldern Flanders. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs wird der junge Solda Ferdinand schwer verwundet. Mehr tot als lebendig wird er in ein Militärzelt geschafft, wo sich eine obsessive sexuelle Beziehung mit einer Krankenschwester entwickelt.
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