Dokumentation "Fiction for Future" Was hätten wir aus Frank Schätzings Büchern lernen können?

In ihrer Dokumentation "Fiction of Future - Von der Apokalypse lernen" spricht die Filmautorin Viola Löffler mit jenen, die die Apokalypse und den Weltuntergang seit Jahrzehnten auf eindrucksvolle Weise in ihren Werken verarbeiten. Neben Roland Emmerich und Terry Gilliam kommt auch Bestsellerautor Frank Schätzing zu Wort. Was verraten alptraumhafte Untergangserzählung über unsere Zukunft? (Die Doku wird am 6. November um 21:45 Uhr in 3Sat erstausgestrahlt.

Mit seinem Buch "Der Schwarm" ist Frank Schätzing berühmt geworden. Was können wir aus Katastrophen- und Weltuntergangs-Literatur für die Zukunft lernen? Und was hätten wir längst lernen können? Bild: ZDF / Ricardo Garcon

 

Weltuntergangsvisionen, Angriffe außerirdischer Lebewesen, Zombie-Apokalypsen - dystopische Zukunftsszenarien sind uns aus Film und Literatur bestens bekannt. Hätte man sich also besser auf Katastrophen wie die Coronapandemie vorbereitet können? Dieser Frage möchte die Filmautorin Viola Löffler in der Dokumentation "Fiction of Future - Von der Apokalypse lernen" auf den Grund gehen. Dazu spricht sie mit jenen, die sich mit der Inszenierung des Weltunterganges bestens auskennen. Sie fragt Altmeister des Genres wie Roland Emmerich, Terry Gilliam und Frank Schätzing, was ihre Erzählungen vom Untergang über die Schrecken der Zukunft verraten.

Das Endzeit-Genre lebt wieder auf

Denn tatsächlich wurden viele der Entwicklungen, die während der Pandemie ihren Lauf nahmen, bereits in Büchern und Filmen beschrieben. Angefangen bei Ressourcenknappheit bis hin zur Handhygiene und Atemschutzmaske zur Eindämmung einer Pandemie. Filme wie "Contagion" können heute getrost als Blaupause für unser Handeln während des Ausnahmezustandes genannt werden (mal abgesehen davon, dass die Schutzmaske und das Händewaschen Methoden sind, die bereits im Mittelalter zur Bekämpfung von Seuchen angewandt wurden).

Was können wir, mit Blick auf das Genre, über die Gefahren der künftigen Technologien in Erfahrung bringen? AutorInnen wie Theresa Hennig und Zoë Beck entwarfen in ihren Romanen die Dystopie einer kybernetischen Diktatur, welche in China heute bereits Realität geworden zu sein scheint. Müssen wir unser Verständnis vom Mensch-Sein vollkommen neu definieren, wenn Maschinen immer intelligenter werden?

Gerade in der Coronapandemie lebte das Endzeit-Genre wieder auf. "Contagion", obwohl zehn Jahre alt, hat es in die Top Ten der iTunes-Charts geschafft, TV-Sender und VoD-Anbieter senden höchst erfolgreich Katastrophenszenarien. Woher kommt das gesteigerte Interesse an dem Genre? Sind sie eine Art virtuelle Generalprobe für die Krise?


 
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