Leseempfehlung Von Frankenstein bis Doctor Sleep: Unsere Buchempfehlungen zu Halloween

Das Übernatürliche treibt seit jeher sein Unwesen in der Literatur. Was wir heute aber landläufig als Horroliteratur bezeichnen würden, findet seinen Anfang erst im ausgehenden 18. Jahrhundert. Unter dem Begriff "Gothic Novel" (Schauerroman) schufen SchriftstellerInnen aus England und den USA düstere Landschaften, beklemmende und unheilvolle Atmosphären. Vampire, zum Leben erweckte Monster und kopflose Reiter erhielten Einzug in die Literatur. Wir haben einige der besten Schauergeschichten aus 200 Jahren zusammengestellt, die wir als Buchempfehlungen zu Halloween an Herz legen wollen.

Hier unsere Halloween-Empfehlungen Illustration: Lesering

Von Frankenstein bis Doctor Sleep - das Angebot rund um Grusel- und Horrogeschichten ist breit. Kein Wunder. Schließlich liegen allein zwischen diesen beiden Romanen - Mary Shellys "Frankenstein" und Stephen Kings "Doctor Sleep" - rund 200 Jahre. Wir haben uns im Horror-Genre umgeschaut und versucht, zehnt Titel auszuwählen, die unserer Meinung nach zu den schauerlichsten und zugleich wichtigsten zählen.

 

Washington Irving - "Die Sage von Sleep Hollow" (1820)

Viele werden sich noch an den Film aus dem Jahre 1999 mit Jonny Depp, Christina Ricci und Christopher Walker in den Hauptrollen erinnern können. Fast noch schauriger als die Verfilmung, ist die literarische Vorlage von Washington Irving.

Im Jahre 1799 wird der New Yorker Polizist Ichabod Crane in das Städtchen Sleepy Hollow entsandt, wo innerhalb kürzester Zeit drei kopflose Leichen aufgefunden wurden. Im Ort munkelt man, dass hinter diesen Morden der Geist eines kopflosen Reiters steckt. Doch Crane, aufgeklärt und fortschrittlich, ist sich sicher, dass es eine logische, sprich natürliche Erklärung für all die absonderlichen Vorkommnisse gibt. Weit gefehlt! Der aufrechte Gesetzeshüter muss sich alsbald die Existenz des mysteriösen Reiters eingestehen.

Bram Stoker - "Dracula: Ein Vampirroman" (1897)

Dem Wahnsinn nahe, erkennt ein junger Engländer in seinem Gastgeber auf einem finsteren Karpatenschloss den grausigen König der Vampire. Dieser 1897 erschienene Roman aus der Feder des Unterhaltungsschriftstellers Bram Stoker war wegweisend für unzählige Adaptionen. Vor allem die Kinoleinwand eroberten die Vampire in Windeseile. "Nosferatu", "Tanz der Vampire", "Lost Boys" oder auch "Twiglight" gründen auf Stokers Fundament.

Jonas Winner - "Die Party" (2018)

Auch fernab von kopflosen Reitern und Blutsaugern in Menschengestalt kann es unheimlich werden. In Jonas Winners Thriller "Die Party" ist es die Ahnung, dass das Böse direkt neben einem stehen könnte, die Unbehagen bereitet.

Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

Mary Shelley - "Frankenstein oder Der neue Prometheus" (1818)

Natürlich darf auch in dieser die Liste die oft bemühte Mary Shelley nicht fehlen. Schließlich lieferte sie mit ihrem Roman "Frankenstein" nicht nur eine weitere ikonischen Figur des Horrors-Genres, sondern auch den Prototypen des verrückten Wissenschaftlers. Im Übrigen: Der Mensch erschafft etwas, das über ihn hinauswächst? 200 Jahre nach Erscheinen noch immer hochaktuell.

Kaum ein anderer Klassiker hat so viele Bühnenadaptionen und Verfilmungen erfahren wie Mary Shelleys »Frankenstein« (1818). Der Roman über den jungen Schweizer Viktor Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschafft, ist ein seltenes Glanzstück der romantischen Schauerliteratur: Das grandiose erzählerische Geschick, mit dem die englische Autorin ihr Thema zu einer bis heute ungebrochen populären Geschichte verarbeitete, lässt ihren »Frankenstein«-Roman weit über die meisten vergleichbaren Romane seiner Epoche hinausragen.

Oscar Wilde - "Das Bildnis des Dorian Gray" (1891)

In Oscar Wildes einzigen Roman sahen Kritiker sowohl autobiografische Elemente als auch eine Antwort auf den französischen Symbolismus. Vor allem aber, ist es ein hervorragend geistreich geschriebenes Buch, das, mit Horror-Elementen versetzt, zeitweise verstörend und schockierend wirkt.

Oscar Wildes Dorian Gray ist eine der berühmtesten Figuren der Weltliteratur: So stauneswert schön er ist, so unverdorben und naiv ist sein Blick auf die Welt. Verführt durch den geistreichen Zyniker Lord Wotton, stürzt Dorian sich haltlos ins lüsterne Londoner Nachtleben. Ausschweifung und Genuss wecken in ihm den innigen Wunsch nach unvergänglicher Jugend - und auf wundersame Weise altert fortan nicht mehr er selbst, sondern ein Porträt von ihm. Doch Dorians unbedachter Pakt mit dunklen Mächten hat grausame Folgen...

Robert Bloch - "Psycho" (1959)

Auch hier werden wohl einige sofort an die großartige Verfilmung von Alfred Hitchcock denken. Doch auch Blochs Buchvorlage lohnt sich in jedem Fall zu lesen!

Die junge Mary Crane soll für ihren Chef 40.000 Dollar zur Bank bringen. Sie beschließt, stattdessen bei ihrem Verlobten in einem anderen Bundesstaat ein neues Leben anzufangen. Auf dem Weg dorthin verfährt sie sich aber. Es wird schon dunkel, und an der Rezeption des abgelegenen Motels begrüßt sie ein schüchterner Mann mittleren Alters. Sein Name ist Norman Bates. «Psycho» erschien erstmals 1959 und wurde knapp ein Jahr später von Alfred Hitchcock meisterhaft verfilmt. Der Roman wurde mit dem Edgar Allan Poe Special Award ausgezeichnet und sein Autor über Nacht weltberühmt. Die vorliegende Neuübersetzung stellt unter Beweis, dass dieser Höhepunkt der Spannungsliteratur auch im 21. Jahrhundert noch unübertroffen ist.

Thomas Olde Heuvelt - "Hex" (2017)

Eine Kleinstadt in Amerika, deren Bewohner von einem Fluch belegt sind.

Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...

Stephen King - "Doctor Sleep" (2013)

Klar, das gibt es "Es" und "Friedhof der Kuscheltiere" und "Carrie" und und und ... Stephen King kann man an Halloween sicherlich nichts falsch machen. Wir haben uns für "Doctor Sleep" entschieden, einen Roman, in dem King auf die Figuren eines seiner größten Werke, "Shining", zurückgreift.

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenarien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

H. P. Lovecraft - "Die besten Geschichten" (Sammelband)

Ebenfalls ein Meister der Horrorliteratur. Wo Stephen King aber ausschweifende Romane schreibt, schrieb Lovecraft kürzere Prosa, so dass wir hier, dankenswerterweise, ein Sammelband empfehlen können und uns nicht um einzelne Titel streiten müssen.

Lemurische Wesen der Unterwelt mit blutigen Riten, leichenverzehrende Dämonen, Monstren, die 'in unbestimmten Bereichen und Dimensionen außerhalb unseres stofflichen Universums leben' – sie bevölkern die so verstiegene wie faszinierende Welt des H. P. Lovecraft. Unaufhaltsam schürt der frühe Meister der Horrorliteratur die Angst vor dem Unbekannten und Bedrohlichen und löst bei seinen Lesern blankes Entsetzen und wohlige Schauer aus. Dieser Band versammelt zwölf seiner besten Geschichten, unter ihnen "Cthulhus Ruf", "Das Grauen von Dunwich", "Die Musik des Eric Zann" und "Die Ratten im Gemäuer".

Brunonia Barry - "Die Frauen von Salem" (2017)

In Brunonia Barrys "Die Frauen von Salem" vermischt sich Mystik, Aberglaube und Wahnsinn auf einer Weise, die kaum erahnen lässt, wann welche Kräfte am Werk sind.

Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch?



 
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