Jede Woche empfiehlt die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) Filme aus dem aktuellen Kinoangebot. in dieser Woche hat die 5-köpfige Juri auch Dominik Grafs Kastner-Verfilmung "Fabian. Oder der Gang vor die Hunde" gesichtet, und eine eine klare Empfehlung ausgesprochen. Die Experten meinen: "Besonders wertvoll".
Morgen (5. August) startet der Film "Fabian oder der Gang vor die Hunde" in den deutschen Kinos. Die Film- und Medienbewertung (FBW) hat den Film bereits vorgerichtet und zeigt sich begeistert. Der auf dem Erich Kästner-Roman "Der Gang vor die Hunde" basierende Film sei eine beeindruckende und hochaktuelle Verfilmung, so die Jury. Kästners "Gang vor die Hunde" konnte damals nicht erscheinen. Der Verleger lehnte den Roman in seiner Urfassung samt Titel ab. Passagen wurden gestrichen, kritische Stellen abgemildert, bevor die Geschichte, nun unter dem Titel "Fabian: Die Geschichte eines Moralisten", erscheinen konnte. (Mehr zum Film)
Tom Schilling spielt den durch die Berliner Nächte irrenden Schriftsteller Fabian, der im Laufe des Films seinen Job als Werbetexter verlieren, sich in die Juristin Cornelia verlieben, und schließlich die Welt vor die Hunde gehen sehen wird. Es ist das Jahr 1931, der Untergang der Weimarer Republik steht kurz bevor. NSDAP Wahlplakate kleben an den Wänden, auf den Straßen schlagen sich Kommunisten, Polizisten und Nationalsozialisten. Die Melancholie und Zerrissenheit dieser Zeit, die sich in der Figur Fabian mehrmals spiegelt und bricht, wird von Schilling wunderbar gespielt, der auch hier als "Berliner Flaneur par excellence" brilliert.
Besonders wertvoll
Das Urteil der Jury: "Besonders wertvoll": "Dominik Grafs Verfilmung von Erich Kästners Roman, vor 90 Jahren erstmals erschienen, zensiert, verbrannt und erst 2013 in seiner rekonstruierten Originalfassung veröffentlicht, ist ein visueller und intellektueller Genuss und gleichzeitig hoch aktuell." (Hier geht es zur Jury-Begründung)
Hier bestellen
Topnews
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
Dominik Graf verfilmt Kästner-Roman: "Fabian oder Der Gang vor die Hunde"
"Zwischen uns die Mauer" - ZDF-Koproduktion verfilmt Katja Hildebrands autobiografischen Roman
Kerstin Giers Bestseller-Reihe "Silber" wird verfilmt
"A Clockwork Orange" - Eine Fortsetzung?
Der Trafikant kommt am 1.November ins Kino
Erich Kästner: Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Robinson Crusoe - Ich Herr. Wir Freunde.
„Mit der Faust in die Welt schlagen“: Literaturverfilmung feiert Weltpremiere bei der Berlinale 2025
Filmdrama: Stella. Ein Leben.
Theaterstück "Die Ermittlung" von Peter Weiss kommt ins Kino
Michael Endes Fantasyroman Momo wird von Constantin neu verfilmt
Eileen von Ottessa Moshfegh – Kinostart der düsteren Bestsellerverfilmung
Romanverfilmung "Sonne und Beton" knackt Besuchermillionen
"Sonne und Beton" - Felix Lobrechts Bestseller kommt in die Kinos
Dörte Hansen über die Veränderungen von Landschaft und Dorf
Aktuelles
Iwan Heilbut: Zugvögel – Bevor die Welt zerbricht
Inga Hankas Little Hollywood erzählt vom Erwachsenwerden zwischen Videothek, Familienlast und den Versprechen der Neunziger
Nur ein kleiner Tropfen
Worte in der Wüste