Pratchett-Kumpel Neil Gaiman freut sich "wie irre", dass der letzte Roman gerettet werden konnte.
Terry Pratchett wollte eigentlich seinen kompletten Nachlass auf die Straße stellen und mit einer Dampfwalze überrollen lassen. Insbesondere wollte der Scheibenwelt-Erfinder alle seine Computer mit unvollendeten Werken vernichtet wissen. Das sagte Pratchetts Kumpel Neil Gaiman gegenüber The Times. "Ich bin irre froh, dass das nicht passiert ist", so Gaiman augenzwinkernd.
Neil Gaiman hatte zusammen mit Terry Pratchett "EIn gutes Omen" verfasst. Pratchett war überraschend im Alter von nur 66 Jahren an einer seltenen Form von Alzheimer verstorben. Diese war bereits im Jahr 2007 diagnostiziert worden.
"Die Krone des Schäfers" ist der letzte Roman von Terry Pratchett und soeben in Großbritannien auf den Markt gekommen. Das Buch ist der letzte Band in der Scheibenwelt-Saga. Hier tauchen nochmals legendäre Charaktere aus Pratchetts Romanen auf. Der Leser trifft auf Tiffany Weh, die junge Hexe aus dem Kreideland. Nachdem sie einige beeindruckende Gegner bezwungen und viele Prüfungen bestanden hat, ist sie endlich von den anderen Hexen der Scheibenwelt akzeptiert.
Doch tief im Kreideland erwacht ein alter Feind und rührt sich etwas: Ein alter Feind sammelt neue Kraft. Tiffany muss zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Gut und Böse abwägen. Schließlich sammelt Tiffany die Hexen der Scheibenwelt hinter sich, denn eine gewaltige Invasion steht bevor.
Pratchett hatte mit Neil Gaiman über das Buch gesprochen, das nicht komplett fertig gestellt wurde.
"Als ich mit Terry darüber gesprochen habe, gab es eine schöne Wendung, die die Menschen zu Tränen gerührt hätte, aber er ist nicht dazu gekommen es zu schreiben", sagte Gaiman. "Er hatte ganz einfach keine Zeit mehr. Aber wenn man in der Mitte eines Buches stirbt, dann hat Terry das wahrscheinlich bestmöglich hingekriegt."
"Die Krone des Schäfers" kommt am 9. November in deutscher Sprache auf den Markt. Den Lesering Buch-Test finden Sie in Kürze hier.
Topnews
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
PEN Berlin: Große Gesprächsreihe vor den Landtagswahlen im Osten
So viel Spaß macht die Apokalypse
Vorbestellungen: Terry Pratchett ist Aufsteiger der Woche
Der würdevolle Abschied von der Scheibenwelt
Ein Himmelfahrtskommando zum Ablachen
Terry Pratchett: Meisterwerke kommen neu übersetzt
Sylvester Stallone veröffentlicht seine Memoiren
Ein Geburtstagskind im Dezember: Friedrich Wolf
Ein Geburtstagskind im September: Liselotte Welskopf-Henrich
Liza Minnelli schreibt ihre Memoiren: Ein faszinierender Einblick in ein ikonisches Leben
"audible" Hörbuch-Charts: "The Sandman" einziger Neueinstieg (KW 32)
Die obskure Leichtigkeit des Zufalls
Erste umfassende Merkel-Biografie erschienen
Zum 60. Todestag von Ernest Hemingway: Was uns fehlt
Jürgen Kaube erhält Deutschen Sachbuchpreis 2021 für "Hegels Welt"
Königin Olga. Die Zarentochter auf dem württembergischen Thron
Aktuelles
Robert Menasse: Die Lebensentscheidung – Europa im Angesicht des Endes
S.A.Riten – Ausgewählte Texte
Paweł Markiewicz: Die Piratin in der Taverne II
Leipziger Buchmesse 2026: Maximilian Krah im Spiegel der Medien
Letzte Februarwoche: Wenn der Winter nachlässt
Die Statue von Bernini
Hassliebe von Tim Soltau
Morgan’s Hall: Ascheland von Emilia Flynn – Nach der großen Liebe kommt der Alltag
Morgan’s Hall: Niemandsland von Emilia Flynn – Wenn das „Danach“ gefährlicher wird als das „Davor“
Holger Friedel: Text über Zeit
Morgan’s Hall: Sehnsuchtsland von Emilia Flynn – Wenn Sehnsucht zum Kompass wird
Morgan’s Hall: Herzensland von Emilia Flynn – Wenn Geschichte plötzlich persönlich wird
Leipziger Buchmesse 2026: Literatur zwischen Strom, Streit und Öffentlichkeit
Wenn Welten kollidieren – Stephen Kings „Other Worlds Than These“ zwischen Mittwelt und Territorien
Sergej SIEGLE: Der Monolog
Rezensionen
Real Americans von Rachel Khong – Was heißt hier „wirklich amerikanisch“?
Ostfriesenerbe von Klaus-Peter Wolf – Wenn ein Vermächtnis zur Falle wird
Wir Freitagsmänner: Wer wird denn gleich alt werden? von Hans-Gerd Raeth – Männer, Mitte, Mut zum Freitag
Planet Liebe von Peter Braun – Ein kleiner Band über das große Wort
Box Hill von Adam Mars-Jones – Zärtlichkeit mit Stacheln
Die Burg von Ursula Poznanski – Mittelaltergemäuer, Hightech-Nervenkitzel
Alle glücklich von Kira Mohn – Wenn „alles gut“ zum Alarmsignal wird
Das Signal von Ursula Poznanski – Wenn das Smart Home zum Gegner wird
Half His Age von Jennette McCurdy – Ein Roman, der mit Unbehagen arbeitet
Daniela Katzenberger, wie man sie kennt – unverstellt, direkt, motivierend
The Ordeals von Rachel Greenlaw – Eine Akademie, die Talente frisst
Es ist doch nur die Dunya von Murat Gülec – Ein leises Buch für laute Tage
Die vergessene Hausapotheke von Dr. Nicole Apelian – Alte Rezepte, neue Dringlichkeit