Die erste Folge der Verfilmung des Siegfried Lenz Romans "Der Überläufer" war ein großer Erfolg. Heute, am Karfreitag, zeigt Das Erste Deutsche Fernsehen den zweiten Teil. Ein großer Roman und eine große Verfilmung.
Rund 4.5 Millionen Zuschauer sahen den ersten Teil der Literaturverfilmung "Der Überläufer" im Fernsehen, rund 1,5 Millionen Videoabrufe gab es vorab in der ARD Mediathek. Damit ist die Verfilmung ein enormer Erfolg, wie auch Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, feststellt:
"Vielen Dank allen Beteiligten für diese großartige Literaturverfilmung! Es ist besonders erfreulich, wenn die hohe Qualität einer Produktion einen Publikumserfolg zeitigt. 'Der Überläufer' ist spannend, hoch emotional und wirft elementare Gewissensfragen auf - 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs der richtige Film zur richtigen Zeit."
Der Überläufer - Inhalt
Im letzten Kriegssommer 1944 beschließt der Wehrmachtssoldat Walter Proska an die Ostfront zurückzukehren. Im Zug lernt er die junge Polin Wanda kennen, die im Zug Sprengstoff hinterlässt, welches Proska im letzten Augenblick auf dem Fenster wirft. Nachdem Partisanen den Zug entgleisen lassen entkommt der junge Wehrmachtssoldat und wird von einem deutschen Trupp aufgegriffen. Der kommandierende Unteroffizier Willi Stehauf schikaniert seine Untergebenen und besteht darauf, die Position trotz der Bedrohung durch die Partisanen zu halten.
Proskas begegnet der Partisanin Wanda erneut. Allmählich beginnt er an seinen Fahneneid zu zweifeln. Als die Rote Armee näher rückt, gerät er in Kriegsgefangenschaft und läuft später zum Feind über. Ein gemeinsamer Fluchtversuch mit Wanda misslingt. Nach der Kapitulation Deutschlands macht Proska gemeinsam mit einem ehemaligen Kameraden Karriere in der sowjetischen Besatzungszone. Eines Tages steht Willi Sehauf, der schikanierende Kommandeur, im Büro, in dem Proska Passierscheine ausstellt.
Produktion und Besetzung
"Der Überläufer" ist eine Produktion der Dreamtool Entertainment GmbH (Produzenten Stefan Raiser und Felix Zackor). Das Drehbuch schrieben Bernd Lange und Oscar-Preisträger Florian Gallenberger, der auch Regie führte.
In den Hauptrollen sind zu sehen: Jannis Niewöhner, Malgorzata Mikolajczak, Sebastian Urzendowsky Rainer Bock, Bjarne Mädel, Florian Lukas, Katharina Schüttler, Alexander Beyer, Leonie Benesch und Ulrich Tukur.
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