Kino 13 Hours: Buch zum Terror von Benghazi kommt zum Kinostart

Die Verfilmung von Mitchell Zuckoffs Roman über den Terrorangriff auf die US-Botschaft in Benghazi erscheint gleichzeitig mit dem Film am 4. Februar.

Foto: © 2015 Paramount Pictures. All Rights Reserved. 13 Hours: Pablo Schreiber mimt einen der US-Söldner.

Kein Geringer als Transformers-Regisseur Michael Bay hat den Tatsachen-Roman "13 Hours" von Mitchell Zuckoff verfilmt. Der Streifen, in dem die wahren Ereignisse des islamistischen Terroranschlags auf die US-Botschaft in Benghazi beleuchtet werden sollen, kommt zeitgleich mit dem Buch in die deutschen Kinos.

Emotionale Debatte in den USA

Ursprünglich war es nach dem Upload des anti-muslimischen Internet-Films "The Innocence of the Muslims" im gesamten nahen Osten, aber auch in Großbritannien zu Protesten gekommen. Im lybischen Benghazi griffen islamische Milizen die US-Botschaft an. Dabei kam Botschafter Christopher Stevens, der Ministerialbeamte Sean Smith sowie die CIA-Auftragsnehmer Tyrone S. Woods und Glen Doherty ums Leben. Später festigte sich die Meinung, dass es sich nicht um einen spontanen Ausbruch von Gewalt gehandelt hat, sondern um einen von langer Hand geplanten Terroranschlag: Der Angriff fand exakt zehn Jahre nach den 9/11-Angriffen am 11. September 2012 statt.

In den USA folgte eine hitzige Diskussion um die Standards bei der Sicherung von US-Einrichtungen: Die ohnehin bereits von 16 auf nur vier Navy Seals heruntergekürzte US-Truppe konnte nicht rechtzeitig von Tripolis nach Benghazi geschafft werden. Bitten um mehr Militär waren im Vorfeld abgelehnt worden. US-Wachmänner und lybischen Kräfte gelang es erst nach vier Stunden, die mit Panzerfäusten, Brandbomben und Handfeuerwaffen bewaffneten Angreifer zu vertreiben.

Security-Mitarbeiter arbeiteten am Buch mit

Im Film wie im Buch wird beschrieben, wie die sechs CIA-Kontraktoren Jack (John Krasinski), Tanto (Pablo Schreiber), Boon (David Denman), Rone (James Badge Dale), Glen (Toby Stephens) und Oz (Max Martini) auf eigene Faust zur Rettung eilen.

Am Buch haben Mitarbeiter des damals eingesetzten Annex Security Teams mitgearbeitet. Mitchell Zuckoff selbst ist Professor für Journalismus an der Boston University und schreibt unter anderem für The New Yorker und Fortune. Sein Buch "Lost in Shangri-La" war ein New York Times-Bestseller. Die American Society of News Editors verlieh ihm den Distinguished Writing Award.

"13 Hours" erscheint beim Plassen Verlag (400 Seiten, 17,99 €) in broschierter Ausführung. Eine E-Book-Version wird nicht angeboten.

Gefällt mir
 
5 5
1
 

Das könnte auch interessant sein