Terror (lateinisch terror „Schrecken“) bezeichnet das gezielte Auslösen von Angst und Schrecken durch Gewalttaten des Staates oder einer dominanten Gruppe, um ein politisches Ziel wie die Aufrechterhaltung der eigenen Herrschaft durchzusetzen. Die amerikanischen Politikwissenschaftler Alexander Dallin und George W. Breslauer definierten politischen Terror 1970 als „die willkürliche Anwendung von starkem Zwang gegen Individuen oder Gruppen durch die politischen Machtorgane, die glaubhafte Gefahr einer solchen Anwendung oder die willkürliche Ausrottung solcher Individuen oder Gruppen“.[1] Der Begriff kam Ende des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang der Französischen Revolution auf. Terror gilt als Kennzeichen totalitärer Staaten wie des Stalinismus und des Nationalsozialismus.
Der Soziologe Peter Waldmann formulierte 2005 eine Unterscheidung zwischen Terror und Terrorismus: Unter Terrorismus werden demnach „planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge gegen eine politische Ordnung aus dem Untergrund“ verstanden, die sich „von unten“ (bottom-up) gegen einen übermächtigen Gegner richten, beispielsweise den Staat oder eine Besatzungsmacht. Terror funktioniere dagegen top-down, das heißt „von oben“: Mächtige (in der Regel staatliche) Akteure würden dabei gewaltsam gegen eine Bevölkerung vorgehen. Diese Unterscheidung fand in den Sozialwissenschaften Verbreitung.[2]
Quelle: Wikipedia