Am 20. März 2026 liest Salman Rushdie in Köln. Im WDR-Funkhaus stellt er sein neues Buch Die elfte Stunde vor – gelesen von Ulrich Noethen. Es ist Rushdies erste literarische Veröffentlichung nach Knife, jenem Essayband, in dem er den Mordversuch von 2022 reflektierte. Die neue Prosa kehrt zur Fiktion zurück, aber bleibt dem Ernst des Übergangs verpflichtet: Leben, Tod und die Zeit dazwischen sind ihre Themen.
Figuren in der Schwebe
In fünf Erzählungen begegnet man Menschen, die etwas verlieren – oder nicht loswerden. Zwei alte Männer, unzertrennlich im Streit. Eine Musikerin, deren Talent zerstört. Ein Dozent, der als Geist zurückkehrt. Es sind keine spektakulären Plots, sondern Verschiebungen im Innern, angetrieben von dem, was sich nicht sagen lässt. Rushdie erzählt sie mit nüchterner Präzision, an Orten, die auch biografisch gelesen werden können: Indien, England, Amerika.
Exklusiver Auftritt in Köln
Die Lesung ist Teil der 26. Ausgabe der lit.COLOGNE, die vom 7. bis 22. März 2026 stattfindet. Rushdies Auftritt zählt zu wenigen exklusiven Terminen im deutschsprachigen Raum. Tickets für die Veranstaltung „Salman Rushdie: Die elfte Stunde“ am 20.03.26 um 18 Uhr im WDR-Funkhaus sind ab sofort erhältlich unter www.litcologne.de.
Ulrich Noethen übernimmt die Lesung – eine Besetzung, die auf Konzentration und Sprachbewusstsein setzt. Wer dabei ist, erlebt Literatur im ursprünglichen Sinn: als verdichtete Form von Zeit.
Weitere Programmhinweise
Auch andere Veranstaltungen der lit.COLOGNE 2026 verzeichnen starke Nachfrage. Marc-Uwe Kling stellt den neuesten Band seiner Känguru-Reihe vor – ein zweiter Zusatztermin findet am 11. März um 21 Uhr im Tanzbrunnen statt.
Am 19. März, ebenfalls um 21 Uhr im Tanzbrunnen, widmen sich Anna, Katharina und Nellie Thalbach in einem weiteren Zusatztermin Shakespeares Macbeth.
Die ursprünglich für den 10. März geplante Lesung mit Édouard Louis entfällt aus terminlichen Gründen und wird am 9. Juni 2026 im Rahmen des Philosophiefestivals phil.COLOGNE nachgeholt.
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