19. August 2025: Die Jury um Sprecherin Laura de Weck hat die Longlist zum Deutschen Buchpreis veröffentlicht. Zwanzig Romane wurden aus 200 Einreichungen von 124 Verlagen ausgewählt .
Longlist Deutscher Buchpreis 2025 – Die Titel, Verlage, Kontext und Hintergründe
Die Longlist 2025 – Titel & Verlage
- Kathrin Bach -Lebensversicherung -Voland & Quist
- Marko Dinić - Buch der Gesichter- Paul Zsolnay
- Nava Ebrahimi - Und Federn überall - Luchterhand
- Dorothee Elmiger - Die Holländerinnen -Carl Hanser Verlag
- Kaleb Erdmann - Die Ausweichschule - park x ullstein
- Annett Gröschner - Schwebende Lasten - C.H. Beck
- Dmitrij Kapitelman - Russische Spezialitäten - Hanser Berlin
- Jina Khayyer - Im Herzen der Katze - Suhrkamp Verlag
- Jehona Kicaj - ë - Wallstein
- Michael Köhlmeier - Die Verdorbenen- Carl Hanser Verlag
- Jonas Lüscher - Verzauberte Vorbestimmung - Carl Hanser Verlag
- Thomas Melle - Haus zur Sonne - Kiepenheuer & Witsch
- Jacinta Nandi - Single Mom Supper Club - Rowohlt Hundert Augen
- Gesa Olkusz -Die Sprache meines Bruders - Residenz Verlag
- Lena Schätte - Das Schwarz an den Händen meines Vaters - S. Fischer Verlag
- Lina Schwenk - Blinde Geister - C.H. Beck
- Fiona Sironic-Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft-Ecco
- Peter Wawerzinek-Rom sehen und nicht sterben-cc Penguin Verlag
- Christine Wunnicke - Wachs -Berenberg Verlag
- Feridun Zaimoglu - Sohn ohne Vater-Kiepenheuer & Witsch
Was sagt die Jury?
Laut Jurysprecherin Laura de Weck zeigt die Auswahl, „in aller Vielfalt unsere wackelige Wirklichkeit“. Das Bilderbuch wirkt: Debüts und etablierte Stimmen, historisches Panorama, Sprachreflexion, Realismus, Dystopie. Werke, „die uns mit Irrwitz belustigen und erschüttern“.
Rahmen & Ablauf
Shortlist (6 Titel): wird am 16. September 2025 bekannt gegeben.
Preisverleihung: 13. Oktober 2025, im Rahmen der Frankfurter Buchmesse – Preisgeld: 25 000 € für die Sieger:in, je 2 500 € für die übrigen Shortlist-Kandidat:innen .
Hintergrund & Zahlen
Einreichungen und Verlage: 124 Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben insgesamt 200 Romane eingereicht (darunter 88 aus Deutschland, je 18 aus Österreich und der Schweiz) .
Timing: Die Einreichungen umfassen Frühjahrstitel sowie rund 86 Herbstnovitäten – damit ist die jury zum Teil im Vorfeld angefragt, ergänzt durch Empfehlungen (125 Titel auf Empfehlungsliste).
Brüche, Stimmen, Risiken – die Logik der Longlist 2025
Die Longlist 2025 zeigt vor allem zwei Bewegungen: Einerseits tritt eine Reihe von Debüts hervor – auffällig viele Erstveröffentlichungen sind vertreten, ein klares Signal der Jury, jungen Stimmen Gewicht zu geben. Andererseits stehen mit Namen wie Köhlmeier, Lüscher, Melle oder Zaimoglu Schriftsteller auf der Liste, die seit Jahren im Literaturbetrieb verankert sind.
Damit entsteht eine Konstellation, die weder reines Experiment noch bloße Traditionspflege ist. Es ist vielmehr der Versuch, das literarische Feld so abzubilden, wie es sich derzeit präsentiert: brüchig, widersprüchlich, aber auch risikobereit.
Die Auswahl betont Vielstimmigkeit statt Einheit, öffnet Räume zwischen Familienroman, Sprachreflexion, Gesellschaftskritik und formaler Radikalität. Ob darin ein gemeinsamer Nenner zu finden ist, bleibt offen.
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Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
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Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
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Nava Ebrahimi: Und Federn überall
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Dmitrij Kapitelman – Russische Spezialitäten
Kathrin Bach: Lebensversicherung
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