Belletristik und Sachbuch Spiegel Bestsellerliste: Mona Kasten, Max Frisch und Ingeborg Bachmann

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Mona Kasten startet mit ihrem Roman "Fragile Heart" in dieser Woche auf Platz 2 der Spiegel Bestsellerliste in der Rubrik Belletristik/Hardcover. Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch - "Wir haben es nicht gut gemacht" - kann sich von seiner Einsteigs-Platzierung lösen, und klettert ebenfalls auf Platz 2. Das wöchentliche Update.

Mona Kasten starten mit ihrem Roman "Fragile Heart" auf Platz der Spiegel Bestsellerliste. Ebenfalls Platz 2, allerdings im Sachbuch-Ranking, belegt der Briefwechsel zwischen Max Frisch und Ingeborg Bachmann. Bild: Pixabay

Fünf Neueinsteiger sind im aktuellen Spiegel Bestseller-Ranking anzutreffen. In der Belletristik punktet Mona Kasten mit ihrem Roman "Fragile Heart", der sich auf Platz 2 der Hardcover-Bücher positionieren kann. Platz 6 im Paperback-Ranking geht an Henrike Engels "Die Hafenärztin". Oliver Pötzsch steigt mit der Taschenbuchausgabe von "Die Henkerstochter und die Schwarze Madonna" auf Platz 13 ein. Bei den Sachbüchern klettert der unter dem Titel "Wir haben es nicht gut gemacht" veröffentlichte Briefwechsel zwischen Max Frisch und Ingeborg Bachmann von Platz 15 auf Platz 2 (Hardcover). Dominik Schwarzinger und Heinz Schuler punkten mit "Die Masken der Psychopathen" im Paperback-Ranking, wo sie auf Platz 17 reüssieren. Fabian Walter startet mit "Sei doch nicht besteuert" auf Platz 3 der Taschenbuchliste. Wir schauen rein.

Mona Kasten: "Fragile Heart" / Platz 2 in der Rubrik: Belletristik/Hardcover

Bereits im April konnte Mona Kasten mit dem Auftakt ihrer "Scarlet Luck"-Reihe - "Lonely Heart" - auf Platz 2 der Spiegel Bestsellerliste reüssieren. Auch der Folgeband legt nun einen fulminanten Einstieg hin. "Fragile Heart" erzählt von der Beziehung zwischen dem Musiker Adam und der Webradio-Moderatorin Rosie, die weit voneinander getrennt leben, und sich nicht aufgeben können.

Verlagsankündigung (Lyx)

Drei Monate ist es her, dass Adam jeglichen Kontakt zu Rosie abgebrochen hat. Noch immer jagen die Worte aus seinem Abschiedsbrief durch ihren Kopf, noch immer schmerzt ihr Herz genauso heftig wie am ersten Tag. Sie sehnt sich nach den tiefgründigen Gesprächen mit ihm und der Nähe, die sie zu ihm empfunden hat, selbst als er Tausende von Kilometern von ihr entfernt war. Ihre Webradio-Show bietet Rosie wenigstens ein bisschen Ablenkung, und sie arbeitet unermüdlich daran, diese nach dem misslungenen Scarlet-Luck-Interview wieder auf einen guten Weg zu bringen. Doch gerade als sie zu glauben beginnt, sie könnte irgendwann über Adam hinwegkommen, meldet sich dieser wieder bei Rosie - und mit einem Schlag sind all die Gefühle, Hoffnungen und Träume zurück, die sie so sehr versucht hat zu verdrängen. Aber wie soll es für sie beide eine Chance geben, wenn sie nach wie vor eine ganze Welt zu trennen scheint?

Henrike Engel: "Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe" / Platz 6 in der Rubrik: Belletristik/Paperback

Henrike Engel legt den dritten Band ihrer "Hafenärztin"-Reihe vor, und nimmt ihre Leserinnen und Leser ein weiteres Mal mit in die Kaiserzeit Hamburgs. Der dritte Band führt uns ins Chinesenviertel auf Sankt Pauli, wo die Arbeitskräfte aus unmenschliche Weise ausgebeutet werden. Als eine Frau vor den Augen der Hafenärztin Anne Fitzpatrick stirbt, schwort sie, die Verantwortlichen zu finden.

Verlagsankündigung (Ullstein)

Hamburger Hafen, 1911: Anne Fitzpatrick behandelt in ihrer Arztpraxis am Hafen immer häufiger chinesische Frauen, die in den Kolonien als Arbeitskräfte angeworben wurden. Als eine der Frauen vor Annes Augen stirbt, schwört die Hafenärztin, die Verantwortlichen zu finden. Zusammen mit Kommissar Berthold Rheydt fängt sie an, im Chinesenviertel auf Sankt Pauli nachzuforschen. Der Kommissar glaubt, die mörderische Handschrift eines Erzfeindes zu erkennen. Sein Herz jedoch ist nicht ganz bei der Sache – er hat Helene Curtius seine Liebe erklärt. Doch auch Helene kämpft an mehreren Fronten um das Heil misshandelter Frauen. Während Anne sich zunehmend in große Gefahr begibt, macht Rheydt einen Schritt, der sein Leben und das von Helene für immer verändert.

Oliver Pötzsch: "Die Henkerstochter und die Schwarze Madonna" / Platz 13 in der Rubrik: Belletristik/Taschenbuch

Der neunte Band der Reihe um den Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl und dessen Tochter Magdalena, die in mittelalterlichen Kriminalfällen ermitteln. Dieses Mal geht es auf eine große Reise nach Altötting. Zugleich gilt es herauszufinden, wer der mysteriöse Mörder ist, der die Allianz zwischen Kaiser Leopold I. von Österreich und dem Bayerischen Kurfürst Max Emanuel zu verhindert versucht.

Verlagsankündigung (Ullstein)

1681: Trotz seines fortgeschrittenen Alters macht der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl noch einmal eine große Reise mit der Familie, eine Wallfahrt nach Altötting. Zur gleichen Zeit sich hochrangige Gäste im berühmten Pilgerort: Kaiser Leopold I. von Österreich und der Bayerische Kurfürst Max Emanuel wollen im Angesicht der Schwarzen Madonna ihre »Heilige Allianz« schmieden und sich im Kampf gegen die Türken verbünden. Doch dann wird ein Mann ermordet, und Kuisl ahnt, dass die Allianz verhindert werden soll. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und dem Rest der Familie macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mörder.

Max Frisch, Ingeborg Bachmann: "Wir haben es nicht gut gemacht." / Platz 2 in der Rubrik: Sachbuch/Hardcover

Zum ersten Mal erhalten wir Einblick in den umfangreichen Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch, die wohl das bekannteste Schriftstellerpaar der deutschen Nachkriegszeit waren. Vom Kennenlernen bis lange nach der Trennung legt diese Schriften Zeugnis ab vom Leben, Lieben und Leiden der beiden.

Verlagsankündigung (Suhrkamp)

Frühjahr 1958: Ingeborg Bachmann – gefeierte Lyrikerin, Preisträgerin der Gruppe 47 und ›Coverstar‹ des Spiegel – bringt gerade ihr Hörspiel Der gute Gott von Manhattan auf Sendung. Max Frisch – erfolgreicher Romancier und Dramatiker, der noch im selben Jahr den Büchner-Preis erhält – ist in dieser Zeit mit Inszenierungen von Biedermann und die Brandstifter beschäftigt. Er schreibt der »jungen Dichterin«, wie begeistert er von ihrem Hörspiel ist. Mit Bachmanns Antwort im Juni 1958 beginnt ein Briefwechsel, der – vom Kennenlernen bis lange nach der Trennung – in rund 300 überlieferten Schriftstücken Zeugnis ablegt vom Leben, Lieben und Leiden eines der bekanntesten Paare der deutschsprachigen Literatur. Nähe und Distanz, Bewunderung und Rivalität, Eifersucht, Fluchtimpulse und Verlustangst, aber auch die Schwierigkeiten des Arbeitens in einer gemeinsamen Wohnung und die Spannung zwischen Schriftstellerexistenz und Zweisamkeit – die Themen der autobiografischen Zeugnisse sind zeitlos. In den Büchern von Bachmann und Frisch hinterließ diese Liebe Spuren, die zum Teil erst durch die Korrespondenz erhellt werden können. Die Briefe zeigen die enge Verknüpfung von Leben und Werk, sie sind intime Mitteilungen und zugleich Weltliteratur.

Dominik Schwarzinger, Heinz Schuler: "Die Masken der Psychopathen" / Platz 17 in der Rubrik: Sachbuch/Paperback

Laut den Autoren Dominik Schwarzinger und Heinz Schuler weist jeder achte Mensch psychopathische Persönlichkeitszüge auf. In ihrem Buch erklären sie, wie man Psychopathen "durchschaut und nicht zum Opfer wird".

Verlagsankündigung (C.H.Beck)

Jeder achte Mensch weist psychopathische Persönlichkeitszüge auf. Personen mit dieser Störung sind eminente Stressoren für ihre Mitmenschen. Man begegnet ihnen überall: in der Familie und im Freundeskreis, in Beruf und Freizeit, als Verkehrsteilnehmer, in der Politik und beim Sport und natürlich auch im Internet. Überproportional viele Psychopathen finden sich unter Unternehmern, Anwälten, Finanzmarktakteuren und Politikern. Sie sind dort oft überaus erfolgreich. Das kurzweilig geschriebene Buch zeigt, wie man die menschlichen «Raubtiere» durchschaut und ihnen nicht zum Opfer fällt.

Im Unterschied zu gewöhnlichen Kriminellen oder Menschen mit einer anderen psychischen Störung sind für Psychopathen sogenannte «Maskeneigenschaften» charakteristisch. Sie erlauben es ihnen, ihren regelbrechenden, menschenverachtenden Neigungen nachzugehen, ohne sonderlich aufzufallen: Dazu zählen etwa Charme, Intelligenz, mentale Stabilität und klarer Verstand. Unter dieser Maske liegen enorme Defizite, etwa in der Impulskontrolle oder der Emotionsverarbeitung, die sie zu ihren ausbeuterischen Vergehen treiben und befähigen. Die Psychologen und Psychopathie-Forscher Heinz Schuler und Dominik Schwarzinger zeigen anschaulich auf, was Psychopathie eigentlich ist, wie sich diese schwere antisoziale Persönlichkeitsstörung entwickelt und woran man diesen Typus von Menschen erkennt, die anderen das Leben zur Hölle machen.

Fabian Walter: "Sei doch nicht besteuert" / Platz 3 in der Rubrik: Sachbuch/Taschenbuch

Deutschland hat eines der kompliziertesten Steuersysteme der Welt. Da ist es schwer, den Durch- beziehungsweise Überblick zu behalten. Fabian Walter gibt auf TikTok regelmäßig Steuertipps. Jetzt wbringt er auch in Buchform Licht in die dunkeln Gassen des Steueruniversums.

Verlagsankündigung (Edition Michael Fischer)

Außergewöhnliche Belastungen, Werbungskosten oder Ehegattensplitting – das Steuersystem in Deutschland ist weltweit eines der kompliziertesten. Hinzu kommt, dass man sich Steuer-Know-how mühsam selbst beibringen muss. Fakt ist: Wirklichen Durchblick haben die wenigsten. Dabei zahlen wir, egal ob Arbeitnehmer*in oder Selbstständige*r, Jahr für Jahr eine Menge Steuern. Steuerverständnis zahlt sich richtig aus – ein Leben lang.

Steuerexperte Fabian Walter bringt Licht ins Dunkel des Steueruniversums: Wie erstelle ich die perfekte Steuererklärung? Was kann ich von der Steuer absetzen? Wie kann ich – von Eigenheim über Geldanlage bis hin zur Altersvorsorge – meine Finanzen steuerlich optimieren? Von grundlegendem Basiswissen bis hin zum Sonderfall vermittelt er in seinem Buch alles, was man als deutscher Steuerzahler wissen muss.

Dass Fabian Walter trockene Steuermaterie lebendig vermitteln kann, hat er längst bewiesen. Bekannt als Steuerfabi gibt er auf TikTok lohnenswerte Steuertipps und spannendes Insiderwissen zum Besten: Ob es sich auszahlt, mit der Freundin einen Mietvertrag abzuschließen, was man beim Aktienverkauf beachten muss und warum es keine Katzensteuer gibt – keine Frage bleibt offen und schlussendlich kennt man den Mantelbogen so gut wie seine eigene Westentasche.


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