Ingeborg Bachmann (* 25. Juni 1926 in Klagenfurt; † 17. Oktober 1973 in Rom) war eine österreichische Schriftstellerin. Sie ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. In den 1950er Jahren wurde sie mit Gedichten wie Alle Tage, Die gestundete Zeit, Erklär mir, Liebe und Reklame bekannt. In dieser Zeit veröffentlichte sie auch Hörspiele, darunter Der gute Gott von Manhattan (1958). Mit den Erzählbänden Das dreißigste Jahr (1961) und Simultan (1972) verlagerte Bachmann ihren Schwerpunkt hin zur Prosa. Aus dem geplanten Romanzyklus Todesarten vollendete sie nur den Roman Malina (1971). Zu ihrem Werk gehören unter anderem auch Libretti für Opern von Hans Werner Henze, Essays und Übersetzungen der Gedichte von Giuseppe Ungaretti. 1964 erhielt Ingeborg Bachmann den Georg-Büchner-Preis.
Durch ihren Erfolg bei der Gruppe 47 wurde Bachmann über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt und lebte ab 1953 überwiegend als freie Schriftstellerin in Wien, München, Zürich, Berlin und hauptsächlich in ihrer Wahlheimat Rom. Mit Paul Celan verband sie zwischen 1949 und 1958 eine Liebesbeziehung mit langen Unterbrechungen, auf die eine fast fünfjährige Liaison mit Max Frisch folgte. Deren Ende löste bei Bachmann einen Zusammenbruch aus, der mehrere Klinikaufenthalte erforderlich machte. 1964 fand die Schriftstellerin durch eine Liebesbeziehung zu dem jungen Schriftsteller Adolf Opel aus ihrer Schreibkrise heraus. Schwere Verbrennungen und die Folgen von Medikamentenentzug führten 1973 zu Bachmanns frühem Tod.
Quelle: Wikipedia