Miriam Zeh ist Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2022. Bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung wählte das siebenköpfige Gremium die Literaturredakteurin von Deutschlandfunk Kultur zur Vorsitzenden.
Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen "Roman des Jahres" aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autor*innen, das Lesen und das Leitmedium Buch. Verlage können sich mit ihren Titeln direkt um die Auszeichnung bewerben. 2021 ging der Preis für den besten Roman an Antje Rávik Strubel für ihr Buch „Blaue Frau“.
Die Jury entscheidet in den kommenden Monaten in einem mehrstufigen Auswahlverfahren über den Roman des Jahres. Am 23. August 2022 gibt sie die 20 nominierten Titel bekannt. Aus dieser Longlist wählen die Jurorinnen und Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 20. September 2022 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung, am 17. Oktober 2022, steht fest, wer tatsächlich den Deutschen Buchpreis gewinnt. Mit 202 Titeln von 124 Verlagen hat die Zahl der Einreichungen für den renommierten Preis in diesem Jahr einen neuen Höchstwert erreicht.
Neben Miriam Zeh gehören Erich Klein (freier Kritiker, Wien), Frank Menden (stories! Die Buchhandlung, Hamburg), Uli Ormanns (Agnes Buchhandlung, Köln), Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich), Selma Wels (Kuratorin und Moderatorin, Frankfurt) und Jan Wiele (Frankfurter Allgemeine Zeitung) der Jury an.
Miriam Zeh ist Literaturkritikerin in der „Lesart“-Redaktion von Deutschlandfunk Kultur. Zuvor arbeitete Zeh als Literaturwissenschaftlerin an den Universitäten in Mainz und Frankfurt a. M. sowie als Literaturkritikerin und Moderatorin, unter anderem für Deutschlandfunk und WDR.
Topnews
Erich Lejeune: „Lebe ehrlich, werde frei!“ – Ein Leben sucht seine Ordnung
H. G. Wells zum 160. Geburtstag: Mit der Zeitmaschine zurück zu ihrem Erfinder
Unser Geburtstagskind im August: Mary Shelley
Unser Geburtstagskind im Juli: Franz Kafka und die Kunst, sich nicht zurechtzufinden
Unser Geburtstagskind im Juni: Thomas Mann und die brüchige Ordnung der Welt
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Deutscher Buchpreis 2022: Was wir bisher wissen
Die Frankfurter Buchmesse: Termine, Gäste, Höhepunkte
Deutscher Buchpreises 2021: Diese Bücher stehen auf der Shortlist
Fachprogramme der Frankfurter Buchmesse starten bereits früher
Frankfurter Buchmesse: Ein schwieriger Start, ein guter Verlauf
Frankfurter Buchmesse: Eröffnung ohne Publikum
Deutscher Buchpreis für Anne Weber
Frankfurter Buchmesse: Erste Einblicke und Zahlen
Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2020
Die Frankfurter Buchmesse: Ein Millionenverlust
ZDF und 3sat: Literarische Höhepunkte zur Frankfurter Buchmesse
Die Kreativität der Buchhandlung in der Corona-Krise
Medienkritik: Bringt das ZDF genügend Literatur?
"Er erwähnt die Opfer nicht.": Buchpreis-Träger Sasa Stanisic über Peter Handke
Frankfurter Buchmesse: Grüße vom "Blauen Sofa" - Termine und Veranstaltungen
Aktuelles
Früchte des Zorns: John Steinbeck und die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn er alles verliert
Narnia kehrt zurück: Greta Gerwig zeigt erste Bilder aus „Das Wunder von Narnia“
Hildebrandslied, Gutenberg-Bibel und Willehalm-Kodex: Kassels Bibliothek öffnet ihre Schatzkammer
Wenn die Tage kürzer werden und die alten Märchen zu uns zurückkehren
„Asterix erobert Rom“ wird 50: Warum der Passierschein A 38 noch immer funktioniert
Maxim Biller: Schwarze Samstage – Die Vergangenheit, die niemals aufgehört hat
Weißer Rausch von Anu Ojala – Verbrechen im Schatten der arktischen Kälte
„Die Pflege trägt viele Kasacks“: Wenn die Angst vor dem Altwerden aus dem Pflegealltag kommt
Die Sphären des Schicksals: Wenn die Vergangenheit ihre Geheimnisse zurückfordert
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan – Wenn eine Freundschaft das Erwachsenwerden verändert
Der Nachtzug von Sebastian Fitzek – Wenn Spannung wichtiger wird als Glaubwürdigkeit
Elbstürme von Miriam Georg – Liebe, Verrat und der Preis der Freiheit
Elbleuchten von Miriam Georg – Verbotene Liebe und die dunkle Seite des Hamburger Wohlstands
Die Regenschwimmerin von Romy Fölck – Rezension: Drei Frauen, eine alte Freundschaft und der Mut, neu anzufangen
Jede Seite an dir von Jana Crämer – Zwischen Buchliebe, Social Media und der Angst, sichtbar zu werden
Rezensionen
Played by the Piper – Die Unbeugsame von Raven Kennedy: Rezension über eine Welt voller Plagen und eine Liebe, die zur Gefahr wird
Richard David Precht: „Auserzählt?“ – Über die Kultur und die Freiheit, selbst zu denken
Friedrich Nicolais „Sebaldus Nothanker“ – Was eine freie Überzeugung zum Leben braucht
Altes Land von Dörte Hansen – Rezension: Von Heimat, Flucht und Menschen, die nirgendwo dazugehören
Die Kate-Linville-Reihe von Charlotte Link: Alle Bücher in der richtigen Reihenfolge – mit Rezensionen
Was, wenn alles gut wird? von Lia Morgenstern – Rezension: Über die Angst vor dem Glück
Aprikosenkind von Judith Merchant: Wenn Mutterliebe zur gefährlichen Gewissheit wird
Salzwind von Miriam Georg: Wenn Freiheit einen Preis bekommt
Sturmland von Miriam Georg: Eine Liebe zwischen Freiheit, Geheimnissen und der rauen Nordsee
Alexander Puschkin: Eugen Onegin – Von der Liebe und der merkwürdigen Unfähigkeit, das Richtige zu tun
John Steinbeck: East of Eden – Wie viel Freiheit bleibt dem Menschen?
Herders „Fragmente“ zur deutschen Literatur – Eine Sprache sucht ihre eigene Bewegung
Hippels „Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber“ – Wenn Ausschluss sich Natur nennt