In der kommenden Ausgabe des "Literarischen Quartetts" (Freitag, 4. März) treffen vier Größen der deutschen Literaturlandschaft aufeinander. Gastgeberin Thea Dorn spricht mit den Literaturkritikern und Schriftstellern Philipp Tingler und Ijoma Mangold, sowie mit der Schriftstellerin und Verfassungsrichterin Juli Zeh über aktuelle Neuerscheinungen. Mit dabei sind Bücher von Wolf Haas, Emmanuel Carrère, Yasmina Reza und Andreas Stichmann. Das "Literarische Quartett" wird wie üblich im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet. Nach wie vor findet das Gespräch ohne Publikum statt.
Die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn lädt ein weiteres Mal zum Gespräch über aktuelle Neuerscheinungen. Am Freitag, 4. März streitet sie sich im Literarischen Quartett mit Juli Zeh, Ijoma Mangold und Philipp Tingler über Bücher von Wolf Haas ("Müll"), Emmanuel Carrère ("Yoga"), Yasmina Reza ("Serge") und Andreas Stichmann ("Eine Liebe in Pjöngjang"). Die Sendung wird um 23:40 Uhr im ZDF ausgestrahlt. In der ZDF Mediathek ist sie bereits am Freitag, 4. März, ab 16.00 Uhr verfügbar. Ab Montag, 7. März kann die Diskussion ab 12.00 Uhr bei Deutschlandfunk Kultur als Podcast nachgehört werden.
Wolfgang Haas: "Müll"
Auf den Wiener Altstoffsammelzentren herrscht eine strikte Ordnung. Getrennt und sortiert wird nach Sortenreinheit des täglich eintreffenden Mülls. Blöd, wenn diese Ordnung gestört wird. Als eines Tages ein menschliches Knie in einem Sperrmüllcontainer gefunden wird, sind nicht nur die Müllmänner verärgert, sondern auch die auf den Fall angesetzten Kriminalpolizisten ratlos. Denn von dem Herz des zerlegten Toten fehlt jede Spur. Glücklicherweise befindet sich ein Ex-Polizist unter den Müllmännern, der das gesuchte Herzt samt Begleiterscheinen findet. Es ist der neunte Fall für Simon Brenner. Und der führt tief in den moralischen Morast.
Emmanuel Carrère: "Yoga"
Ursprünglich hatte Emmanuel Carrère ein feinsinniges, leichtes und aufgeräumtes Buch über Yoga geplant, ein Buch, in dem sich seine eigene Souveränität und Ausgeglichenheit spiegelt. Dann aber, geschieht etwas furchtbares. Ein guter Freund kommt bei dem Terroranschlag auf Charlie Hebdo ums Leben, und Carrère stürzt in eine tiefe, existenzielle Krise. Alles verändert sich rasant, die Ärzte diagnostizieren eine bipolare Störung und Carrère muss vier düstere Monate in einer geschlossenen Psychiatrie verbringen. Eine schonungslose Selbstanalyse, die zeigt, dass die schreckliche Kontingenz der Welt jede menschlich angelegte Methodik in die Knie zu zwingen vermag.
Yasmina Reza "Serge"
Eine jüdische Familie aus Paris reist nach dem Tod der Mutter nach Auschwitz, um Zugehörigkeit und Identität zu finden. Eine Reise zu einer bis dato familiär kaum beleuchteten Wunde, die das Leben der drei Geschwister Serge, Jean und Nana einschneidet verändern wird. Auslöser war der Tod ihrer Mutter und die anschließende Entfremdung untereinander. Komisch und tragisch erzählt Yasmina Reza eine Geschichte, in der das Trauma zur Quelle existenzieller Hilflosigkeit, zugleich aber zu einem des Zusammenhalts stiftenden Element wird.
Andreas Stichmann: "Eine Liebe in Pjöngjang"
Claudia Aebischer ist die Präsidentin des europäischen Bibliotheksverbandes, fünfzig jähre alt und eigentlich resistent gegenüber starken, leidenschaftlichen Ausbrüchen. Das ändert sich jedoch bald. An der Spitze einer Gruppe junger Kulturschaffender reist sie nach Pjöngjang, um dort die Eröffnung einer Deutschen Bibliothek zu feiern. Es wird ihre letzte Dienstreise sein. Doch schon kurz hinter der chinesischen Grenze, wartet die Katastrophe, eine Begegnung, die Sehnsucht weckt und alles bisher Ruhende aus der Ruhe bringt. Sunmi ist jung, Germanistin, Dolmetscherin und Agentin des Geheimdienstes der kommunistischen Volksrepublik Korea. Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei ungleichen Frauen, entsponnen in einer Fremde, die jenseits aller Ortsbestimmungen liegt.
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