Während die Frankfurter Buchmesse anläuft und sich der internationale Literaturbetrieb zum regen Austausch trifft, startet ARTE seinen mittlerweile zur Tradition gewordenen Bücherherbst mit einem vielfältigen Programm, welches Schriftsteller und Meisterwerke der Weltliteratur vorgestellt. In diesem Jahr dreht sich alles um die Frage "Wie wollen wir leben?" Eine gleichnamige Dokumentation ist ab dem 21. Oktober in der ARTE Mediathek abrufbar und am 23. Oktober auf arte.tv zu sehen.
Zur Eröffnungskonferenz der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (19.10.) wurde heute Morgen unter anderem auch die Dokumentation "Wie wollen wir leben?" vorgestellt. Namenhafte Expertinnen aus verschiedenen Fachgebieten wie Kunst, Kultur, Wirtschaft und Bildung haben sich zusammengefunden, um auf die titelgebende Frage Antworten zu finden. Dies geschah innerhalb von 8 Stunden auf einem Schiff auf dem Main. Die Dokumentation zeigt den Prozess der Erarbeitung.
In einem Manifest haben sich die 8 ProtagonistInnen auf folgende Punkte einigen können:
- Wir wollen zusammen leben
- Das Ausspielen von Gruppen sollte und darf keinen Unterhaltungswert haben
- Wir müssen lernen wollen, Ambivalent zu ertragen
- Gefühlskompetenz und Empathie sind fundamentaler Bestandteil des Bildungsauftrages
- Lobbyisten in Parlamenten müssen durch Künstler:innen ersetzt werden
- Jeder Mensch ist ein:e Künstler:in
Die Teilnehmer
An dem Projekt teilgenommen haben Dmitry Glukhovsky, Autor, Katharina Grosse, Malerin, Francis Kéré, Architekt, Raul Krauthausen, Inklusions-Aktivist, Mithu Sanyal, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin,Daniel Schreiber, Autor, Sophia Fritz, Autorin, Van Bo Le-Mentzel, Architekt.
Wir wir leben wollen
Die Frage "wir wollen wir leben?" ist in diesem Jahr zugleich das Motto der Frankfurter Buchmesse. Gerade nach den Einschnitten und Folgen der Corona-Pandemie, der Bundestagswahl und die anstehenden Wahlen in Frankreich muss diese Frage dringend neu verhandelt werden. Wie soll unsere unmittelbare Zukunft aussehen und vor allem, wie wird sie sich langfristig über die nächsten Jahrzehnte hinweg verändern? Wie können wir, jeder und jede für sich, jetzt eingreifen?
Topnews
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
Drei literarische Doku-Tipps fürs Wochenende!
Eine Frage des Gewichts: Clemens Meyer, Buchpreise und das literarische Ungleichgewicht
Das Ende von Litprom e.V. – Eine Ära geht zu Ende, aber die Arbeit geht weiter
Julja Linhof gewinnt den ZDF-"aspekte"-Literaturpreis 2024 mit Krummes Holz
Veronesis Absage als Protest gegen den Ausschluss von Roberto Saviano
Frankfurter Buchmesse: Wie kehrt die weltweit größte Bücherschau zurück?
Die Longlist des Selfpublishing-Buchpreises 2022
"Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit." startet im August
Uwe Tellkamp und die Meinungsfreiheit: "Wir werden behandelt, als wären wir Verbrecher“
Miriam Zeh übernimmt Jury-Vorsitz beim Deutschen Buchpreis 2022
Hilfsappell aus Kiew: Das können AutorInnen, KünstlerInnen und Kulturinstitutionen jetzt tun
"Aussterbende Art": Die Doku des Schriftstellers Eugen Ruge im ZDF und 3sat
Was hätten wir aus Frank Schätzings Büchern lernen können?
Was bleibt von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse
Rechter "Jungeuropa"-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse
Aktuelles
We Who Will Die von Stacia Stark – „Gladiator“ trifft Vampirhof – und plötzlich ist Überleben ein Vertrag
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler – Wenn Familiengeschichte nach Akten riecht
REM (Annika Strauss & Sebastian Fitzek) – Schlafen, träumen – und dann nicht mehr aufwachen
Yoga Town von Daniel Speck – Warum „Yoga Town“ mehr ist als ein Indien-Roman
Liebeserklärung an die Heldinnen – von der Höhle bis ins Heute
Die Krankheitslügen von Fabian Kowallik – Gesundheit als Versprechen – und als Misstrauen
Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos – Wenn ein Telefonzettel im Schädel liegt
Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo – Wenn „Achtsamkeit“ zur Auflage wird
Victor Hugo: Die Elenden
Zwischen Klick und Kanon – Die BookBeat Awards 2026 und das neue Maß des Hörens
Selfpublishing-Buchpreis 2025/26: Drei Bücher und die Frage nach Form, Stimme und Sichtbarkeit
Sieben Tage vor Palmsonntag – Hölderlins „Patmos“ und der Zwischenraum der Gefahr
Tancho Award 2026: Sozan Coskun (Verlag) und LIAN (Selfpublishing) zeigen die Spannweite des deutschsprachigen Manga
Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2026
Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
Rezensionen
Das schönste aller Leben von Betty Boras – Schönheit als Versprechen – und als Zumutung
Dire Bound von Sable Sorensen – Wenn ein Band mehr ist als nur „Bonding + Spice“
Happy Head von Josh Silver – Wellness, Wettbewerb, Wahnsinn