Muggel-Meuterei Fans gegen Rowling: "Harry Potter gehört uns!"

Auf Twitter ist ein Shitstorm gegen die kommunikationsfreudige Autorin der Jugendbuchserie um das Zauberei-Internat Hogwarts ausgebrochen. Ausgerechnet Harry-Potter-Ultras fordern, dass Joanne K. Rowling neue Enthüllungen um Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley unterlässt.

Foto: Debra Hurford Brown / © J.K. Rowling 2014. Gilt als die reichste Autorin der Welt: Joanne K. Rowling.

"Bücher gehören den Lesern", fordert ein Twiiter-User. Zuletzt hatte Joanne K. Rowling enthüllt, dass Zauber-Professor Albus Dumbledore schwul ist - ausgerechnet der immer als komplett asexuell geltende Mentor von Harry Potter selbst.

Dennoch: Im Jahre 2007 nach der Veröffentlichung des siebten Bandes, löste diese für sich gesehen sinnbefreite Feststellung unbändiges Entzücken unter Fans aus.

Auf die Nachfrage, warum das so sei - er habe ihn nie so gesehen - hatte Joan K. Rowling einem Fan schlagfertig geantwortet: "Vielleicht liegt das daran, dass schwule Menschen ganz einfach aussehen wie ... Menschen?"

Joanne K. Rowling tippt keine neuen Romane, sie twittert

Seitdem "bereichert" Joanne K. Rowling das Universum von Harry Potter mit steten Informationshäppchen. Die Autorin erklärte den Hass von Harrys Adoptivfamilie damit, dass sein durch Voldemort ermordeter Vater Onkel Vernon verspottet habe.

Allerdings macht Joanne K. Rowling auch gern mal einen Rückzieher, was die Fabulierung neuer Einzelheiten im Universum von Hogwarts betrifft. Mangels erreichbarer Fortsetzungen bringt das bereits die Fans auf die Barrikaden.

Beispielsweise überraschte die Britin damit, dass sie die von ihr ersonnene Eheschließung zwischen Ron Weasley und Hemine Granger mittlerweile bedaure.

Nun sehe sie eher Hermine und Harry Potter als Ehepaar - was wohl die meisten Potter-Fans so vorausgeahnt hatten. Die Fans der Britin sind "not amused". Eine Leserin fordert auf Twitter "Lass Harry in Ruhe!" und erhält viel Beifall und Retweets. Die Süddeutsche Zeitung hat auf ihrem Portal eine amüsante Zusammernstellung des Shitstorms gegen Joanne K. Rowling veröffentlicht.

"Der Gefangene von Askaban" entfacht das deutsche Harry-Potter-Fieber

Joanne K. Rowling hatte den ersten Teil von Harry Potter ursprünglich in einer Kleinauflage von 500 Stück im englischen Bloomsbury Verlag 1997 veröffentlicht. In Großbritannien entwickelte sich der erste Band "Harry Potter und der Stein der Weisen" schnell zum Verkaufserfolg. Ihm folgten 1998 und 1999 zwei weitere, noch erfolgreichere Teile.

In Deutschland hatte der Hamburger Carlsen Verlag die Titel veröffentlicht, die jahrelang mit etwa 20.000 in Deutschland verkauften Büchern als gut gehende Kinderbücher galten. Den vierten Teil "Harry Potter und der Feuerkelch" ging schließlich in Deutschland 2000 mit einer damals im deutschen Buchhandel unerreichten Rekordauflage von einer Million Exemplaren an den Start.

Harry Potter: Die Millionen-Seller im Überblick

Joan K. Rowling ist die mit Anstand reichste Autorin der Welt. Alleine im vergangenen Jahr wurde sie in der Forbes-Liste der am besten verdienenden Autoren an Platz 7 geführt. Ihre Einnahmen: 19 Millionen Dollar in 12 Monaten oder 41.000 Dollar pro veröffentlichte Seite.

  • Harry Potter und der Stein der Weisen (1997/107 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und die Kammer des Schreckens (1998/60 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und der Gefangene von Askaban (1999/55 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und der Feuerkelch (2000/66 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und der Orden des Phönix (2003/55 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und der Halbblutprinz (2005/65 Millionen verkauft)
  • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2007/50 Millionen verkauft)

Bis jetzt wurden also mehr als 450 Millionen Bücher der sieben Bände sowie drei dazugehörigen Spin-off-Büchern verkauft.


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