Auf Twitter ist ein Shitstorm gegen die kommunikationsfreudige Autorin der Jugendbuchserie um das Zauberei-Internat Hogwarts ausgebrochen. Ausgerechnet Harry-Potter-Ultras fordern, dass Joanne K. Rowling neue Enthüllungen um Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley unterlässt.
"Bücher gehören den Lesern", fordert ein Twiiter-User. Zuletzt hatte Joanne K. Rowling enthüllt, dass Zauber-Professor Albus Dumbledore schwul ist - ausgerechnet der immer als komplett asexuell geltende Mentor von Harry Potter selbst.
Dennoch: Im Jahre 2007 nach der Veröffentlichung des siebten Bandes, löste diese für sich gesehen sinnbefreite Feststellung unbändiges Entzücken unter Fans aus.
Auf die Nachfrage, warum das so sei - er habe ihn nie so gesehen - hatte Joan K. Rowling einem Fan schlagfertig geantwortet: "Vielleicht liegt das daran, dass schwule Menschen ganz einfach aussehen wie ... Menschen?"
Joanne K. Rowling tippt keine neuen Romane, sie twittert
Seitdem "bereichert" Joanne K. Rowling das Universum von Harry Potter mit steten Informationshäppchen. Die Autorin erklärte den Hass von Harrys Adoptivfamilie damit, dass sein durch Voldemort ermordeter Vater Onkel Vernon verspottet habe.
Allerdings macht Joanne K. Rowling auch gern mal einen Rückzieher, was die Fabulierung neuer Einzelheiten im Universum von Hogwarts betrifft. Mangels erreichbarer Fortsetzungen bringt das bereits die Fans auf die Barrikaden.
Beispielsweise überraschte die Britin damit, dass sie die von ihr ersonnene Eheschließung zwischen Ron Weasley und Hemine Granger mittlerweile bedaure.
Nun sehe sie eher Hermine und Harry Potter als Ehepaar - was wohl die meisten Potter-Fans so vorausgeahnt hatten. Die Fans der Britin sind "not amused". Eine Leserin fordert auf Twitter "Lass Harry in Ruhe!" und erhält viel Beifall und Retweets. Die Süddeutsche Zeitung hat auf ihrem Portal eine amüsante Zusammernstellung des Shitstorms gegen Joanne K. Rowling veröffentlicht.
"Der Gefangene von Askaban" entfacht das deutsche Harry-Potter-Fieber
Joanne K. Rowling hatte den ersten Teil von Harry Potter ursprünglich in einer Kleinauflage von 500 Stück im englischen Bloomsbury Verlag 1997 veröffentlicht. In Großbritannien entwickelte sich der erste Band "Harry Potter und der Stein der Weisen" schnell zum Verkaufserfolg. Ihm folgten 1998 und 1999 zwei weitere, noch erfolgreichere Teile.
In Deutschland hatte der Hamburger Carlsen Verlag die Titel veröffentlicht, die jahrelang mit etwa 20.000 in Deutschland verkauften Büchern als gut gehende Kinderbücher galten. Den vierten Teil "Harry Potter und der Feuerkelch" ging schließlich in Deutschland 2000 mit einer damals im deutschen Buchhandel unerreichten Rekordauflage von einer Million Exemplaren an den Start.
Harry Potter: Die Millionen-Seller im Überblick
Joan K. Rowling ist die mit Anstand reichste Autorin der Welt. Alleine im vergangenen Jahr wurde sie in der Forbes-Liste der am besten verdienenden Autoren an Platz 7 geführt. Ihre Einnahmen: 19 Millionen Dollar in 12 Monaten oder 41.000 Dollar pro veröffentlichte Seite.
- Harry Potter und der Stein der Weisen (1997/107 Millionen verkauft)
- Harry Potter und die Kammer des Schreckens (1998/60 Millionen verkauft)
- Harry Potter und der Gefangene von Askaban (1999/55 Millionen verkauft)
- Harry Potter und der Feuerkelch (2000/66 Millionen verkauft)
- Harry Potter und der Orden des Phönix (2003/55 Millionen verkauft)
- Harry Potter und der Halbblutprinz (2005/65 Millionen verkauft)
- Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2007/50 Millionen verkauft)
Bis jetzt wurden also mehr als 450 Millionen Bücher der sieben Bände sowie drei dazugehörigen Spin-off-Büchern verkauft.
Topnews
Unser Geburtstagskind im August: Mary Shelley
Unser Geburtstagskind im Juli: Franz Kafka und die Kunst, sich nicht zurechtzufinden
Unser Geburtstagskind im Juni: Thomas Mann und die brüchige Ordnung der Welt
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Harry Potter Spinoff: "Phantastische Tierwesen" wird Special-Effects-Feuerwerk
Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter: J. K. Rowling plant Buch zum Theaterstück
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Exil, Erinnerung, Entscheidung
Harry Potter und der Feuerkelch
J. K. Rowling : Die Schöpferin von Harry Potter wird 60
J.K. Rowling und Hera Lind machen große Sprünge
Harry Potter startet mit 4,5 Mio Auflage alleine in den USA
Harry Potter: Joanne K. Rowling postet Absagen von Verlagen
Also doch: Neuer Harry Potter kommt auch auf Deutsch
Vorbestellungen: Neuer Harry Potter ist auf Anhieb Nummer 1
Zeit Leo plant vier Kinderbücher
Harry Potter Gesamtausgabe: Tatort-Star Felix von Manteuffel liest für Audible
Joanne K. Rowling schreibt neues Kinderbuch
Harry Potter: Der achte Teil kommt ins Theater
Aktuelles
Entdeckung der Wahrheit von Ellin Carsta: Wenn Familie nicht mehr vor Schuld schützt
Die Geister, die wir riefen – Goethe und die künstliche Intelligenz
Die Riesinnen von Hannah Häffner: Heimat ist nicht dasselbe wie Dazugehören
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén: Wenn Fürsorge die Freiheit kleiner macht
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner: Manche Sommer dauern länger als drei Monate
Broder von Dörte Hansen: Zwei Brüder, ein Hof und die Frage, wem das Land gehört
Zur See von Dörte Hansen: Eine Insel kann Heimat sein und trotzdem zu eng werden
Österreich und Deutschland stiften Lyrikpreis zum Bachmann-Jubiläum
Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling: Die Revolution wird diesmal nicht vertagt
Deutscher Buchpreis 2026: Diese sechs Romane stehen auf der Shortlist
Lesen als Abendritual: Warum das gedruckte Buch den Bildschirm vor dem Schlafengehen schlägt
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst von Arno Strobel: Wenn das eigene Zuhause zum Gegner wird
PISA 2025: Stiftung Lesen fordert frühe Leseförderung
Vielleicht bin ich nicht Gott von Stefania Gander: Die Welt gehört der Katze – der Mensch darf bleiben
Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova: Was der Wald über Frauen erinnert
Rezensionen
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking: Was geschieht mit den Träumen, die wir vernünftig begraben?
Rückkehr nach Alaska von Wolf Cropp: Wo die Wildnis den Menschen auf seine Größe zurücksetzt
George Moore: Albert Nobbs – Das Leben im Dazwischen
MONOFUTURIS – Vom Fortschritt zum Verlust der Vielfalt von Konstantin Schamber
Shida Bazyar: „Die Lücken“ – Was ein Dorf nicht vergessen kann
Karosh Taha: „Gulistan“ – Wenn selbst ein Name gefährlich wird
Eunike Grahofers „Wurzeln – Apotheke aus der Erde“
Rage – Du sollst brennen von S.T. Abby: Am Ende reicht Rache allein nicht mehr
Pain – Du sollst leiden von S.T. Abby: Wenn die Wahrheit nicht mehr verborgen bleiben kann
Revenge – Du sollst flehen von S.T. Abby: Wenn aus Rache endgültig Krieg wird
Blood – Du sollst bereuen von S.T. Abby: Wie lange kann man jemanden lieben, den man nicht kennt?
Secret – Du sollst mich fürchten von S.T. Abby: Wenn die Serienkillerin zur Heldin wird
Giuliano Musio: „Aus anderem Holz“ – Der Mensch, der eine Puppe blieb