Der Kult um den japanische Star-Autor Haruki Murakami wird immer irrer. Nachdem einem entsprechenden Aufruf im Januar sind alleine im Januar 37.012 Leserbriefe auf seinem Blog Mr. Murakamis Place eingegangen. Immerhin zehn Prozent hat der umtriebige Schriftsteller beantwortet.
Wer nun glaubt, die Fans von Murakami sind nur an dessen Werk oder Literatur interessiert, irrt. Als Leserbriefonkel berät er Menschen in Lebenskrisen, löst Probleme mit Katzen oder kümmert sich gar um Profanes, dann aber mit feinem Humor. Auf die Frage eines 61jährigen Mannes, wie er seine Frau vom Rülpsen abhalten könne, gibt der Meister Folgendes zum Besten: "Ich hoffe, Sie vergeben mir, es so zu sagen, aber Rülpsen ist besser als Furzen. Eventuell sollten Sie es so betrachten."
Jetzt ist in Japan ein Sammelband mit sämtlichen 3716 Fragen von Fans und Antworten des Autors erschienen. Allerdings gibt es derzeit keine Pläne, "Mr. Murakamis Place - The Complete Edition" außerhalb Japans zu veröffentlichen.
Der Autor von "1Q84" hatte zuletzt "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" veröffentlicht, das im Lesering-Buchtest für Murakami-Verhältnisse etwas schwächer ausfiel. Außerdem hatte er schließlich die Übersetzungen der ursprünglich schon in den 70er-Jahren entstandenen Erzählungen "Wenn der Wind singt" und "Pinball 1973" freigegeben. Dumont hat einen Doppelband dazu herausgebracht.
Topnews
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Neuer Murakami: Buchhändler kauft 90 % der Auflage
Murakami ist müde
Sheikh Zayed Book Award 2025: Haruki Murakami zur Kulturellen Persönlichkeit des Jahres gekürt
Literaturnobelpreis: Die ewigen Favoriten?
Murakami und die Neue Akademie
Haruki Murakami öffnet sein Archiv
Aktuelles
Die Blechtrommel – Günter Grass
Warum man diesen Sommer Günter Grass lesen sollte – und warum seine Bücher bleiben
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini: Ein Roman über Demenz, Würde und die kleinen Momente des Menschseins
Leo Tolstoi: Wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ das Sterben aus der Sprache der Gesellschaft befreit
Ein Erzähler des Zweifels: Norbert Gstrein erhält den Siegfried-Lenz-Preis 2026
International Booker Prize 2026: Warum „Taiwan Travelogue“ gewinnen musste
Träume aus Salz von Anika Landsteiner: Ein Roman über Verlust, Fernweh und die Frage, wie man mit Erinnerungen weiterlebt
Zwischen gestern und für immer von A. D. Wilk: Ein Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, ob Liebe Zeit überdauern kann
Häftling von Freida McFadden: Dieser Psychothriller spielt mit Angst, Erinnerung und der Frage, wem man glauben kann
Warum «Schlich ein Puma in den Tag» zu den außergewöhnlichsten Kinderbüchern des Jahres gehört
Wer gewinnt den International Booker Prize 2026?
Die höfliche Starre: Die glatten Sätze der Gegenwart
Schwestern der Sonne
Herden, Körper, Schatten: Wie Denis Scheck bei Druckfrisch am 17.Mai 2026 die Gegenwart vermisst
Alexander Merow zu seinem neuen Fantasy Roman: Die Verschollenen
Rezensionen
Der Friede im Osten: Erik Neutschs Romanzyklus als Chronik eines historischen Versuchs
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman: Ein stiller Roman über Einsamkeit, Erinnerung und das Menschsein
Die Vermessung der Leere: Georges Perecs Träume von Räumen und das Schreiben gegen das Verschwinden
Die Familie als Riss – Madeline Cashs „Verlorene Schäfchen“
Liebewesen von Caroline Schmitt: Ein Roman über Nähe, Sehnsucht und die Angst, wirklich gesehen zu werden
Der Mann ohne Gesicht: Max Frischs Stiller und die Erfindung des Selbst
Nachts ist man am besten wach von Kristina Valentin: Eine Liebesgeschichte über zweite Chancen und die leisen Stunden dazwischen
Was ich nie gesagt habe von Susanne Abel: Wenn Wahrheit nicht befreit, sondern verändert
Stay Away from Gretchen von Susanne Abel: Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Schatten der Vergangenheit
Die Wut, die bleibt von Mareike Fallwickl: Wenn Fürsorge kippt und Stille laut wird
Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind: Eine wahre Geschichte über Schuld, Urteil und die Grenzen von Mitgefühl