Manchmal,
Wenn das Karussell der Gedanken sich dreht
Ein herabziehender Strudel entsteht
Der Wind urplötzlich anders weht
Und man keinen Ausweg mehr sieht
Gedanken sind nicht die reale Welt
Aus einem werden zwei, aus zwei dann drei
Sie gaukeln uns vor, was uns nicht gefällt
Nehmen uns viel, sind dann nicht mehr frei
Dabei wird alles vermischt zu einem Einheitsbrei
Sie halten uns fest, mit Starrsinn und "Recht"
Und füttern unsere Sorgen, Ängste und Kummer
Wohl wissend, diese sind nicht echt
Der Ausstieg scheint schwer
So Gefangen in der eigenen Haut
In einem Gedankenkarussell, rein vom Kopf gebaut
Tief Einamten und Ausatmen
Ein leises, doch klangvolles "Om" für die Seele
Es ist nichts so schlimm, wie wir uns erdenken,
Nur wertvolle Zeit, die wir dem Trübsinn schenken.
Die Fahrt können wir jederzeit Abbrechen
Mit einem inneren "Stopp"
Ohne dafür auf irgendeine Weise zu Blechen
Danach ganz wichtig
(Und auch nicht gerade nichtig)
Aufatmen, sich Sortieren und nicht mehr Stressen
Das sollten wir alle - zumindest dann - nicht vergessen
Freie Texte
Schwestern der Sonne
UpA
Drei Mädchen, stark und klar, feinsinnig mit scharfer Zunge und stetem Verstand. Sie reckten das Haupt der Sonne entgegen. Die Älteste spendete Schutz, breit wie ein stiller Baum im Mittagslicht. Die Zweite trat hervor, ruhig, mit Augen, die niemand auswichen. Die Dritte — frei und brav — trug das Lachen wie den Schutz der Familie in sich. Feiner Sand quoll durch ihre nackten Zehen, warm von der Sonne, golden im flimmernden Licht. Und da standen sie, das Haupt erhoben der Sonne entgegen, als ...