Am Sonntag, den 5. Oktober 2025, wird der Christine Lavant Preis im RadioKulturhaus Wien zum zehnten Mal verliehen. Preisträgerin ist die Autorin Ulrike Draesner.
Christine Lavant Preis 2025 geht an Ulrike Draesner – Preisverleihung im RadioKulturhaus Wien
Ulrike Draesner mit dem Christine Lavant Preis 2025 ausgezeichnet
Der mit 15.000 Euro dotierte Christine Lavant Preis wird jährlich von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft vergeben. Er würdigt literarische Arbeiten, die sich durch stilistische Eigenständigkeit und gesellschaftliche Sensibilität auszeichnen. Die Jury – Manfred Müller, Gudrun Hamböck, Andreas Unterweger, Erich Klein, Alma Vallazza und Karin S. Wozonig – entschied sich in diesem Jahr für Ulrike Draesner.
Laut Jury behandelt Draesner in ihrem Werk zentrale Themen wie Erinnerung, Körperlichkeit, Flucht, Vertreibungsowie Mythen und Geschichte aus weiblicher Perspektive.
Publikationen und Arbeitsfelder
Ulrike Draesner, geboren in München, studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie in München, Salamanca und Oxford. Sie war wissenschaftlich tätig an der LMU München, bevor sie sich ab 1993 der Schriftstellerei widmete. Heute lehrt sie als Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Zu ihren Buchveröffentlichungen zählen:
- Subsong. Gedichte (2014)
- Eine Frau wird älter. Ein Aufbruch (2018)
- Schwitters. Roman (2018)
- doggerland. Gedicht (2021)
- Die Verwandelten. Roman (2023)
-
zu lieben.
Roman(Penguin, München 2024) - penelopes sch( )iff. postepos (Penguin Verlag, 2025)
- Sich ein Herz fassen. Göttinger Poetikvorlesung (Wallstein Verlag, 2025)
Draesners Werk umfasst Lyrik, Prosa, Essays und Übersetzungen. Sie ist auch als Übersetzerin tätig und hat u. a. Werke der Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück ins Deutsche übertragen.
Sie wurde unter anderem mit dem Eichendorff-Literaturpreis, dem Gertrud-Kolmar-Preis, dem Usedomer Literaturpreis und dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds 2021 ausgezeichnet.
Matinee mit Lesung und Musik
Bei der Preisverleihung liest Sophie von Kessel Texte von Christine Lavant. Die Schauspielerin ist seit 2020 Ensemblemitglied am Burgtheater Wien. Ihre Karriere führte sie zuvor unter anderem an die Münchner Kammerspiele, das Residenztheater und die Salzburger Festspiele.
Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von:
- Edgar Unterkirchner, Saxophonist aus Lavants Heimatort St. Stefan
- Hannah Senfter, Solo-Harfenistin am Kärntner Sinfonieorchester
- Tonč Feinig, Komponist und Pianist aus dem Alpe-Adria-Raum
Ablauf und Übertragung
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im RadioKulturhaus Wien. Nach der Preisverleihung folgt ab 12:30 Uhr ein Empfang im Foyer. Das Ende ist für 13:30 Uhr geplant.
Die Veranstaltung wird live gestreamt, ORF III überträgt die Matinee am 11. Oktober 2025 um 9:00 Uhr in voller Länge.
Träger, Förderer und Medienpartner
Der Christine Lavant Preis wird durch die KELAG, die Berndorf Privatstiftung, das Land Kärnten, die Hans Schmid Privatstiftung sowie durch Beiträge der Mitglieder der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft finanziert.
Medienpartner: ORF, RadioKulturhaus Wien, DIE FURCHE.
Weitere Informationen unter: www.christine-lavant.com
Topnews
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Aktuelles
Lukas Bärfuss: Königin der Nacht – Die Mutter, die Gesellschaft und die Schatten der Herkunft
Zwischen Hölderlin, Nietzsche und Wagner: Ein Abend über Sehnsucht, Selbstinszenierung und die Kunst der Distanz
Beim Häuten der Zwiebel – Günter Grass
Sommerfeldt Solo – Der Auftrag von Klaus-Peter Wolf: Wenn der Täter die Hauptfigur wird
The Deal – Reine Verhandlungssache von Elle Kennedy: Warum diese College-Romance weit mehr ist als nur ein TikTok-Hype
Alte Sorten von Ewald Arenz: Ein stiller Roman über Freiheit, Verletzlichkeit und die Menschen am Rand
Fünf Sommer mit dir von Carley Fortune: Ein Roman über erste Liebe, verlorene Zeit und die Menschen, die uns nie ganz verlassen
Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern: Ein Roman über Emotionen, Einsamkeit und die Frage, wie sichtbar wir wirklich sind
Die Rättin – Günter Grass
Media Control ehrt Fitzek, Zeh und Campino in Baden-Baden
Je größer der Dachschaden, desto besser die Aussicht von Alexandra Potter: Warum dieser Roman viel klüger ist, als sein Titel vermuten lässt
Der gutleut verlag wird als „gutleut&gans“ weitergeführt
Guardian-Liste: Die 100 besten Romane aller Zeiten
Das Glück hat acht Arme von Shelby Van Pelt: Warum dieser Roman über einen Oktopus so viele Menschen berührt
Im Krebsgang – Günter Grass
Rezensionen
Der Butt – Günter Grass
Hundejahre – Günter Grass
Katz und Maus – Günter Grass
Die Blechtrommel – Günter Grass
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini: Ein Roman über Demenz, Würde und die kleinen Momente des Menschseins
Leo Tolstoi: Wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ das Sterben aus der Sprache der Gesellschaft befreit
Träume aus Salz von Anika Landsteiner: Ein Roman über Verlust, Fernweh und die Frage, wie man mit Erinnerungen weiterlebt
Zwischen gestern und für immer von A. D. Wilk: Ein Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, ob Liebe Zeit überdauern kann
Häftling von Freida McFadden: Dieser Psychothriller spielt mit Angst, Erinnerung und der Frage, wem man glauben kann
Der Friede im Osten: Erik Neutschs Romanzyklus als Chronik eines historischen Versuchs