Der Schriftsteller Martin Walser ist bereits am 26. Juli verstorben. Dies teilte eine Sprecherin des Rowohlt Verlages am Freitag in Hamburg mit. In der ursprünglichen Meldung zum Tod hieß es, Walser sei am 28. Juli im Alter von 96 Jahren gestorben. Zahlreiche Medien hatte diese Information übernommen.
Der Autor Martin Walser ist zwei Tage früher gestorben als zunächst berichtet wurde. Der Rowohlt-Verlag revidierte die ursprüngliche Meldung Gestern (Freitag) in Hamburg. "Es muss sich um einen Übermittlungsfehler gehandelt haben, der kurz vor Veröffentlichung unserer Pressemitteilung am vergangenen Freitag aufgetreten ist", teilte eine Sprecherin des Verlags dem "Südkurier" mit.
Martin Walser galt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Deutschlands. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Novelle "Ein fliehendes Pferd" sowie die Romane "Ehen in Philippsburg", "Ein springender Brunnen", "Tod eines Kritikers", "Seelenarbeit" und "Das Schwanenhaus". Walser erhielt zahlreiche Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis im Jahr 1981 und den Friedenspreis des deutschen Buchhandels im Jahr 1998.
Walser wurde am Montag im engsten Familienkreis in Wasserburg am Bodensee beigesetzt. Im bayerischen Wasserburg war Walser geboren worden und dort seit 1984 Ehrenbürger. Zuletzt lebte er im Überlinger Ortsteil Nußdorf (Baden-Württemberg).
Martin Walser
Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach Kriegsende absolvierte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte anschließend Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Philosophisch-theologischen Hochschule Regensburg und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Während des Studiums begann Walser als Reporter für den Süddeutschen Rundfunk zu arbeiten und Hörspiele zu schreiben. Sein Debütroman "Ehen in Philippsburg" erschien 1957 und wurde zu einem großen Erfolg. Es folgten zahlreiche Erzählungen, Novellen, Romane und Theaterstücke.
Hier bestellen
Topnews
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Martin Walser übergibt sein Werk dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach
Nadja Abd el Farrag: „Achterbahn – Eine Biografie“
Pulitzer-Preis Gewinner: N. Scott Momaday ist tot
Lev Rubinstein ist tot
Der serbische Schriftsteller David Albahari ist gestorben
Martin Walser im Alter von 96 Jahren gestorben
Britischer Autor Martin Amis im Alter von 73 Jahren gestorben
Wer braucht die Außenwelt?
Aktuelles
Der Butt – Günter Grass
Bachmannpreis 2026: Diese 14 Autorinnen und Autoren lesen in Klagenfurt
Hundejahre – Günter Grass
Katz und Maus – Günter Grass
Die Blechtrommel – Günter Grass
Warum man diesen Sommer Günter Grass lesen sollte – und warum seine Bücher bleiben
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini: Ein Roman über Demenz, Würde und die kleinen Momente des Menschseins
Leo Tolstoi: Wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ das Sterben aus der Sprache der Gesellschaft befreit
Ein Erzähler des Zweifels: Norbert Gstrein erhält den Siegfried-Lenz-Preis 2026
International Booker Prize 2026: Warum „Taiwan Travelogue“ gewinnen musste
Träume aus Salz von Anika Landsteiner: Ein Roman über Verlust, Fernweh und die Frage, wie man mit Erinnerungen weiterlebt
Zwischen gestern und für immer von A. D. Wilk: Ein Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, ob Liebe Zeit überdauern kann
Häftling von Freida McFadden: Dieser Psychothriller spielt mit Angst, Erinnerung und der Frage, wem man glauben kann
Warum «Schlich ein Puma in den Tag» zu den außergewöhnlichsten Kinderbüchern des Jahres gehört
Wer gewinnt den International Booker Prize 2026?
Rezensionen
Der Friede im Osten: Erik Neutschs Romanzyklus als Chronik eines historischen Versuchs
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman: Ein stiller Roman über Einsamkeit, Erinnerung und das Menschsein
Die Vermessung der Leere: Georges Perecs Träume von Räumen und das Schreiben gegen das Verschwinden
Die Familie als Riss – Madeline Cashs „Verlorene Schäfchen“
Liebewesen von Caroline Schmitt: Ein Roman über Nähe, Sehnsucht und die Angst, wirklich gesehen zu werden
Der Mann ohne Gesicht: Max Frischs Stiller und die Erfindung des Selbst
Nachts ist man am besten wach von Kristina Valentin: Eine Liebesgeschichte über zweite Chancen und die leisen Stunden dazwischen
Was ich nie gesagt habe von Susanne Abel: Wenn Wahrheit nicht befreit, sondern verändert
Stay Away from Gretchen von Susanne Abel: Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Schatten der Vergangenheit
Die Wut, die bleibt von Mareike Fallwickl: Wenn Fürsorge kippt und Stille laut wird
Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind: Eine wahre Geschichte über Schuld, Urteil und die Grenzen von Mitgefühl