Der Dichter Fritz Reuter (1810-1874) gilt gemeinsam dem Lyriker Klaus Groth als Mitbegründer der neueren niederdeutschen Literatur. In Reuters Geburtsstadt Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) soll in Kürze auf besondere Weise an die Kindheit des wohl berühmtesten Plattdeutsch-Dichters erinnert werden. Dazu lesen Politiker aus dem Buch "Meine Vaterstadt Stavenhagen" lesen.
In dem Buch "Meine Vaterstadt Stavenhagen" hat der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter auf anschauliche Weise seine Kindheitserinnerungen preisgegeben. An diese soll in Stavenhagen in Kürze auf besondere Weise erinnert werden. Wie ein Sprecher des Fritz-Reuter-Literaturmuseum am Donnerstag sagte, werden Prominente ab April aus dem besagten Buch lesen. Im Rahmen der "Mittwochslesungen" wird als Erster Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos), danach der Landesvorsitzende der Linken in MV, Peter Ritter, und der CDU-Landtagsabgeordneter Marc Reinhardt die hochdeutschen Texte Reuters vortragen.
"Meine Vaterstadt Stavenhagen"
In Reuters 180 Seiten starkem Buch wird die Lebensweise und der Alltag der Stavenhagener Einwohner vor 200 Jahren greifbar. Man liest, wie die Menschen zu jener Handel trieben, wie sie an den Pranger kamen, was sie untereinander erzählten. In seinen Schilderungen geht Reuter auf authentische Sehenswürdigkeiten von heute ein. So findet sich der Schlosspark, die Ivenacker Eichen mit Tiergarten sowie Schulen und Kirche in seinen Beschreibungen wieder.
Fritz Reuter
Fritz Reuter wurde 1810 in Stavenhagen geboren, wo er im ehemaligen Rathaus von Stavenhagen (heute das Literaturmuseum) als Sohn des Bürgermeisters aufwuchs. Heute gilt Reuter als der bekannteste plattdeutsch-Schriftsteller in Deutschland. Seine Kindheit verbrachte der Dichter in Stavenhagen, später lebte er unter anderem in Jabel, Neubrandenburg und zuletzt in Eisenach, wo er starb und beerdigt wurde.
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