Die vergangenen drei Jahre waren wahrlich keine einfachen für die Leipziger Buchmesse. Für 2023 ist nun der große Neustart geplant. Damit dieser gelingt, will der Bund die Bücherschau mit drei Millionen Euro unterstützen. Das sächsische Wirtschaftsministerium bestätigte eine entsprechende Zusage der Kulturstaatsministerin Claudia Roth.
Im Lichte der Corona-Pandemie hatten es Großveranstaltung in den vergangene Jahren schwer. Die Leipziger Buchmesse bekam es in diesem Frühjahr zudem mit kurzfristigen Absagen wichtiger Verlage zu tun, die die bis dato geplante Umsetzung unmöglich machten. Die spontanen Absagen - vor allem großer, westdeutscher Verlage - lösten eine heftige Debatte aus. Etliche Verleger und Kulturschaffende wollten sich mit dem Ausfall der Messe nicht zufrieden geben, und stellten binnen kürzester Zeit ein alternatives Programm mit diversen Festivals und Lesungen auf die Beine. Für 2023 wird nun der große Neustart der Leipziger Buchmesse erwartet. Seit Dienstag ist nun klar, dass dieser mit insgesamt drei Millionen Euro vom Bund gefördert wird.
Eine "zentrale politische Bedeutung"
Eine entsprechende Zusage sei am Dienstag von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) gekommen, teilte ein Sprecher des sächsischen Wirtschaftsministerium mit. Bereits bei einem die Buchmesse betroffenen Krisengespräch im März betonte Roth: "Diese Buchmesse hat eine ganz zentrale politische Bedeutung. Wir werden alles dafür tun, dass sie im kommenden Frühjahr wieder stattfindet."
Die Kulturstaatsministerin hatte sich während des Treffens für einen Neustart der Großveranstaltung im kommenden Jahr ausgesprochen. Die Buchmesse, die gewöhnlich im März eines jeden Jahres stattfindet, soll am 27. April 2023 eröffnen.
Buchmesse-Direktor Oliver Zille: Ein Plan, der gelingen muss...
Buchmesse-Direktor Oliver Zille hatte sich bereits vor einigen Monaten positiv gestimmt geäußert. Auf seinem Blog "Bücherleben" schrieb er: "Wir sind gebrannte Kinder. Dabei hatte alles, was wir in der Vergangenheit getan haben, seinen Sinn und seine Begründung. Am Ende hat es nicht gereicht" Für das kommende Jahr gebe es keinen Plan B oder C gebe. Nur einen Plan A, der gelingen muss. "Unsere Dienstleister sind extrem motiviert, die Leipziger Buchmesse wieder in Schwung zu bringen. Aber sie ächzen unter den derzeitigen Bedingungen, unter Personal-Engpässen, unter gewaltigen Auftragsüberhängen. Wir haben die Zeitkette so gebaut, dass wir flexibel reagieren – und unsere Formate in verschiedenen Größen funktionieren können."
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