Der Himmel öffnet sich bei Morgengrauen.
Der Kelch des Himmelsherolds eröffnet sich,
für zauberische Pracht von Sonnenträumen.
Wegen des ewiglich hehren Gedichtes,
das sich unschlagbar gütig und mild liest.
Den ganzen Tag über
gibt es da oben paradiesischen Flug
all friedvoller Engel.
Singend durch Stoizismus, Eudämonie
vieler Himmelsträumer.
Auf Erden: Rhythmus in Schmetterlingsflügeln.
Nach Abenddämmerung schließt sich das Paradies.
Schlafen gegangen ist in Sommerpracht - Lenz.
Denn über Nacht schläft auch linde Ewigkeit.
Hienieden fliegt feinfühliges Glühfünkchen.
Über dem so hinreißenden Erdental.
In Gefahr wegen der Raubvögel der Nacht.
Allerdings verschont dank Glanz vom Lutherstern.
Die Erde wird zum umwerfenden Jenseits
–bleibt der Junifunken, Feuerlein, unfern.
Freie Texte
Worte in der Wüste
Wolf-Ulrich Cropp
Der alter Targi (Einzahlt von Tuareg) hat einmal gesagt: „Wenn du die Zeichen lesen kannst, ist dir die Wüste ein vertrauter Garten, wenn nicht, ist sie dein Grab. - Inschallah.“