Verlagsneugründung in Berlin Gunnar Cynybulk gründet Kanon Verlag

Der frühere Aufbau- und Ullstein-Verleger Gunnar Cynybulk gründet den unabhängigen Kanon Verlag in Berlin. Dort werden im Jahr zehn handverlesene Bücher erscheinen – ungewöhnliche Sachbücher wie mutige Literatur. Alle Bücher zeichnen sich durch ihr großes Potenzial und ihre erzählerische wie gestalterische Qualität aus. Das erste Programm kommt im zweiten Halbjahr 2021 in die Läden. »Es war immer mein Wunsch, wesentliche deutschsprachige und internationale Erzählerinnen aufzuspüren und mit ihnen zu wachsen«, sagt Gunnar Cynybulk. »Kanon steht für viele Stimmen und für Stimmigkeit, für Geistesgegenwart und Historie, für alte Tugenden und neue Möglichkeiten des Verlegens.« Ein Kreis erfahrener Gesellschafterinnen und Gesellschafter unterstützt den Verleger. Dazu gehören u.a. der Schriftsteller Bov Bjerg, die Kuratorin Signe Rossbach, der Autor und Buchhändler Edgar Rai, die Architektin Silke Haupt und die Gestalterin Anke Fesel. »Uns verbindet die Leidenschaft fürs Erzählen, ein waches gesellschaftliches Interesse, Neugier und Knowhow. Wir glauben an das Buch als das integerste Medium, das wir kennen«, so Cynybulk. Der Spitzentitel des ersten Programms ist Katharina Volckmers Debütroman Der Termin. »Erstaunlich, originell, verstörend und wunderschön« nennt Chris Kraus das in zehn Sprachen erscheinende Buch, das Milena Adam aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Gunnar Cynybulk (50), aufgewachsen in Leipzig und Bayern, war von 2014 bis 2017 Verleger des Aufbau Verlags und von 2017 bis 2019 Verleger der Ullstein Buchverlage. Seit 25 Jahren arbeitet er in der Branche und hat sein Handwerk u.a. bei Rowohlt und dem New Yorker Verlag Farrar, Straus & Giroux gelernt. Sein Roman Das halbe Haus (DuMont 2014) wurde mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Als Verleger entdeckte und begleitete er u.a. Autorinnen wie Louise Erdrich, Bov Bjerg oder Han Kang.

Kanon Verlag Foto: Chris Keller / bobsairport


 


 
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