Vor sieben Monaten verstarb der berühmte Physiker Stephen Hawking. Diese Woche erschien sein letztes Buch „Kurze Antworten auf große Fragen“ beim Klett-Cotta-Verlag. Mit viel Humor beschäftigt sich Hawking in diesem sehr persönlichen Buch mit der Zukunft der Menschheit.
Stephen Hawking ist sich sicher, die Menschheit wird ihren Planeten unbewohnbar machen, wenn auch nicht sofort, aber sicher in den nächsten tausend Jahren. Das Buch soll als Mahnung verstanden werden, Hawking bleibt optimistisch, denn schliesslich kann der Mensch lernen und unseren Planeten besser vor den Gefahren der Gegenwart schützen.
Die Gefahren sind vielschichtig und betreffen nicht nur den Klimawandel, es sind auch nicht nur die Gefahren, die uns aus dem All drohen. Eine der wesentlichen Gefahren ist für Hawking die künstliche Intelligenz, so heisst ein Kapitel in seinem Buch auch „Wird uns Künstliche Intelligenz den Rang ablaufen?“.
Hawking wäre nicht Hawking, wenn er sein Buch nicht im Stile eines Lehrbuches aufbauen würden und so beginnt sein Buch mit der Frage nach Gott und wie alles anfing. Es folgt die Frage nach anderen intelligenten Wesen im Universum und ob wir Menschen die Zukunft vorhersagen können. Hawking Lieblingsthemen, Schwarze Löcher und Zeitreisen sind natürlich auch dabei. Alles in Vorbereitung auf die große Frage: Was hält die Zukunft für uns bereit und müssen wir in das All aussiedeln ?
Hawkings Buch ist jetzt schon ein Bestseller. Es ist ein sehr persönliches Buch und gibt wieder, wie Hawking die Welt sah. Es ist sehr lustig und lehrreich und sicher eine empfehlenswerte Lektüre für jedermann.
Stephen William Hawking (1942 – 2018) war ein britischer Astrophysiker und Sachbuchautor. Von 1979 bis 2009 lehrte er als Professor für angewandte Mathematik und theoretische Physik an der University of Cambridge. Für seine bahnbrechenden Forschungsbeiträge zur Kosmologie, zur allgemeinen Relativitätstheorie und zu Schwarzen Löchern wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. „Eine kurze Geschichte der Zeit“ und „Das Universum in der Nussschale“ gehören zu den erfolgreichsten Sachbüchern der Welt. 1963 wurde bei Hawking Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert; infolge der Erkrankung verlor er seine motorischen und sprachlichen Fähigkeiten. Zur verbalen Kommunikation nutzte Hawking seit 1985 einen Sprachcomputer.
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