2020 musste die Leipziger Buchmesse aufgrund des Aufkommens der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. Im vergangenen Jahr hatte man dann versucht, die Veranstaltung in den wärmeren Mai zu verlegen, musste letztlich aber auch diesen Termin streichen. Jetzt sind es noch knapp zwei Monate bis zur planmäßigen Eröffnung der diesjährigen Messe, und wieder stellt sich die Frage: Wird eine Präsenzveranstaltung möglich sein? Messe-Direktor Oliver Zille äußert sich mit Vorsicht: "Wir sind fest entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die es unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen gibt", sagte Zille der Deutschen Presse-Agentur. Gegenwärtig wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung in Sachsen nicht möglich. Allerdings gebe es Signale, dass sich dies mit der am 7. Februar zu beschließenden, nächsten Corona-Schutzverordnung ändern könnte.
Wie plant man eine Großveranstaltung wie die Leipziger Buchmesse unter den gegebenen Umständen? Wie tief wirken die vergangenen zwei Jahre nach, in denen man Konzepte entweder komplett abbrechen, oder stark umgestalten musste? Klar ist: Was Versprechungen und Ankündigungen betrifft, sind Veranstalter deutlich vorsichtiger geworden. So sprach auch Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nur wage von einem "Ausschöpfen aller Möglichkeiten". Eine feste Zusage für die Bücherschau im März ist damit nicht gegeben.
Gegenwärtig wäre die Messe nicht möglich
Schaut man in die Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen, ist Zilles Antwort nicht verwunderlich. Gegenwärtig wäre eine Präsenzveranstaltung in der Größte der Leipziger Buchmesse schlichtweg nicht umsetzbar. Allerdings, so Zille, habe man von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping positive Signale vernommen. Am 7. Februar erwartet man in Sachsen neue Regelungen. Mit diesen könnten sich dann gegenwärtig verschlossene Türen wieder öffnen.
Dass die Messe jedoch in jedem Fall kleiner ausfallen wird als die im Vor-Corona-Jahr 2019 steht bereits jetzt fest. Nach den bis zum November diesen Jahres geltenden Messe-Regeln, dürften höchsten 25.000 Gäste auf das Gelände der Leipziger Buchmesse. 2019 zählte man an vier Tagen mehr als 200.000 Besucher. Sollte die 25.000-Gäste-Regelung bereits im März Gültigkeit haben, würde sich die Messe auch für die Aussteller lohnen, sp Zille. "Es wäre etwas gedimmt. Aber ich bin sicher, dass wir trotzdem eine inhaltlich starke Buchmesse erleben würden."
75 Prozent der Aussteller haben grünes Licht gegeben
Bisher hätten 75 Prozent der Aussteller aus den Vor-Corona-Jahren für die Buchmesse 2022 fest zugesagt. Das sei ein "starkes Statement", so Zille, denn ohne Aussteller wäre selbstverständlich keine Messe durchführbar. Dank einer Förderung des Bundesministeriums für Kultur und Medien seien die Stornobedingungen für Fläche und Stände in diesem Jahr zwar deutlich vorteilhafter, dennoch sei der eigene Messebau nach wie vor mit Risiken verbunden.
"Leipzig liest" ist fest eingeplant
Für das Lesefest "Leipzig liest" stünden bisher rund 60 Veranstaltungsorte bereit. "Die Orte sind mehr als gewillt, sich zu beteiligen." Die Zugangsreglungen werden dann lokal, je nach Veranstaltungsort, entschieden. Für das Messegelände werde es voraussichtlich 3G für die Aussteller und 2G Plus für die Besucher sein, so Zille. "Was letztendlich die Regeln genau sein werden, wissen wir erst mit der dann für die Messedurchführung geltenden Coronaschutzverordnung. Mit unserem erprobten Hygienekonzept können wir dann größtmögliche Sicherheit für unsere Aussteller und Besucher schaffen."
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