Lieber allein sein als gemeinsam einsam? Auf diese Frage gab es früher für mich nur eine richtige Antwort: natürlich allein sein! Heute, in der Blüte meines Lebens, denke ich anders darüber. Hätte ich keine Familie, würde ich wahrscheinlich nicht alleine leben.
Ein wenig soziale Kontrolle ist lebensnotwendig, damit man sich nicht in etwas Undefinierbares verwandelt, beim vor sich hin Vegetieren... Außerdem, zu zweit kann man eine viel größere Wohnung mieten (und bezahlen), mit genug Platz, um sich bei Bedarf aus dem Wege gehen zu können. Im Netz sah ich gestern eine Wohnungsanzeige, “5 Zimmer, geeignet für Wohngruppen” stand da. Auch eine interessante Deutung des bekannten Kürzels... Aber eine ganze Gruppe, nein, das wäre mir wahrlich ein Zuviel der sozialen Kontrolle.
Allein, wenn ich mir den Verbrauch von Klopapier vorstelle! Eine nette Leseratte mit Vorliebe für Katzen und Lust am Kochen würde mir reichen. Nur, wie und wo findet man so einen gleichgesinnten Menschen? Eine ähnliche Frage stellte ich mir bereits als Kind, während ich in den Illustrierten meiner Mutter Berichte über Wahlen zur “Miss World” anschaute. Die gekürten Damen gefielen mir alle nicht besonders gut. Ich war davon überzeugt, dass sie noch nicht gefunden war, die Schönste. Wie haben die Leute nach der schönsten Frau der Welt gesucht? Wo es doch so viele Verstecke gibt... Großstädte, Dschungel, und Orte, von denen kein Mensch je gehört hat!!
Meine Mutter konnte mir diese Frage nicht befriedigend beantworten, so hielt mein Verwundertsein darüber noch einige Jahre an. Bis ich selbst in einer Jury mitwirken durfte. Frauen wurden nicht bewertet, dafür Bücher. Und jetzt weiß ich, wie die Schönsten gefunden werden: in dem sie sich selbst darum bewerben! So einfach ist das. Da ist mir die Vorstellung, Menschen schwärmen in die Welt aus auf der Suche nach dem Besonderen, viel lieber. Was man bei der Gelegenheit noch alles entdecken würde! Fragen Sie Kolumbus! (Falls Sie einem spiritistischen Zirkel angehören.)
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