Kolumne
Kafkas Albträume als Homeoffice-Realität – 100 Jahre Bürokratie und Entfremdung
Man stelle sich Franz Kafka im Homeoffice vor: Ein Schreibtisch voller Akten, die nie fertig werden, ständige Unterbrechungen durch kryptische E-Mails der „Zentrale“, ein Videocall, in dem die Gesichter pixeln – und über allem die Frage, wofür das Ganze eigentlich gut ist. Wer Das Schloss oder Der Prozess liest, spürt schnell: Kafka hat die Absurditäten moderner Büroarbeit beschrieben, lange bevor Slack, Teams oder Excel erfunden waren. S