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Sarah Kuttner: Mama & Sam Sarah Kuttner: Mama & Sam Ein intimer, schmerzhafter Bericht über digitale Einsamkeit, emotionale Verletzbarkeit und die fragile Würde des Vertrauens S. Fischer Verlag
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Sarah Kuttner: Mama & Sam – Wenn Nähe trügt

Sarah Kuttner erzählt in Mama & Sam eine Geschichte, die gleichzeitig persönlich und gesellschaftlich relevant ist. Es geht um Online-Betrug – und damit vordergründig um Täuschung, Manipulation, Kontrollverlust. Doch eigentlich erzählt dieser Roman von viel tieferliegenden Dingen: Einsamkeit, Mutter-Tochter-Distanz, Schamgefühlen und dem verzweifelten Wunsch, gesehen zu werden. Dass die Geschichte autobiografische Züge trägt, macht sie nicht nur authentischer, sondern auch schmerzhaft ...
Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Gans Verlag
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Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie

Die Hauptfigur von Agnieszka Lessmanns Roman heißt nicht einfach Aga. In Polen war sie Agnieszka, in Israel Ilana, in Deutschland nun Aga. Schon in dieser Verschiebung liegt ein Programm: Identität ist nichts Festes, sondern etwas, das neu benannt, überklebt, manchmal auch ausgelöscht wird. „Noch nicht einmal die Namen sind mit den Personen verbunden“, heißt es einmal lapidar. Für ein Kind, das die Kontinente wechselt, ist der eigene Name nicht Herkunftsversprechen, sondern eine Art wandernder ...
Ivan Klíma – Warten auf Dunkelheit, warten auf Licht
Hanser Verlag, 1995. Übersetzung aus dem Tschechischen: Anja Tippner. Original: Čekání na tmu, čekání na světlo(1993) Ivan Klíma – Warten auf Dunkelheit, warten auf Licht Hanser Verlag, 1995. Übersetzung aus dem Tschechischen: Anja Tippner. Original: Čekání na tmu, čekání na světlo(1993) dtv
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Ivan Klíma – Warten auf Dunkelheit, warten auf Licht

Der Protagonist dieses Romans, Pavel Fuks, ist Kameramann. Einer, der durch den Sucher schaut, während draußen Geschichte passiert. Man kennt solche Figuren: Unauffällig, pflichtbewusst, dienstlich gedämpft. Klíma jedoch dreht die Perspektive um. Was er beschreibt, ist kein Held der Wende, sondern ein Mitläufer im Wartestand.
Charles Dickens – Eine Geschichte zweier Städte Charles Dickens – Eine Geschichte zweier Städte LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
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Charles Dickens – Eine Geschichte zweier Städte (1859)

Charles Dickens veröffentlichte seinen historischen Roman A Tale of Two Cities im Jahr 1859 zunächst in Fortsetzungen in seiner eigenen Zeitschrift All the Year Round. Die deutsche Übersetzung erschien erstmals Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Titel Eine Geschichte aus zwei Städten, später auch als Eine Geschichte von zwei Städten oder schlicht Eine Geschichte zweier Städte. Heute ist der Roman in zahlreichen Ausgaben erhältlich, darunter bei dtv, Reclam oder ...
Arkadi Gaidar Arkadi Gaidar „Timur und sein Trupp“ LeiV
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„Timur und sein Trupp“ – ein Pflichtbesuch in der DDR-Kindheit

Jedes Kind, das die Unterstufenlaufbahn in einer Polytechnischen Oberschule der DDR erlebte, kennt dieses Buch.Es gehörte zum festen Inventar, gleich neben dem Fibel-Klassiker und dem obligatorischen Pionierhalstuch. Man las Arkadi Gaidars „Timur und sein Trupp“ nicht aus freien Stücken, sondern weil es dazugehörte – wie die Schulspeisung, die nicht immer schmeckte, aber satt machte.
Ingrid Noll wird 90 und veröffentlicht mit „Nachteule“ ihren neuen Roman: kein Thriller, kein Coming-of-Age – sondern typisch Noll, klar und packend erzählt. Ingrid Noll wird 90 und veröffentlicht mit „Nachteule“ ihren neuen Roman: kein Thriller, kein Coming-of-Age – sondern typisch Noll, klar und packend erzählt. Diogenes Verlag
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Ingrid Noll: Nachteule

Ingrid Noll, 1935 in Shanghai geboren und seit ihrem Debüt Der Hahn ist tot (1991) eine feste Größe im deutschsprachigen Kriminalroman, wird im September 90 Jahre alt – und bringt gleichzeitig ihren neuen Roman Nachteule heraus. Schon das ist bemerkenswert: Während viele Autoren sich im hohen Alter an Memoiren versuchen, liefert Noll weiterhin fiktionale Welten, die sich unerschrocken mit menschlichen Schwächen, Obsessionen und leisen Abgründen befassen.
Mary Shelley, Frankenstein Mary Shelley, Frankenstein Anaconda Verlag
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Von Orwell bis ChatGPT – wie Literatur die Überwachungsgesellschaft vorausgesagt hat

George Orwell hatte noch keine Ahnung von Cookies, GPS-Tracking oder personalisierter Werbung. Aber er hatte eine Ahnung davon, wie sich Macht unsichtbar in den Alltag einschreibt. Als er 1949 1984 veröffentlichte, war „Big Brother“ noch keine Fernsehshow, sondern das Menetekel einer Gesellschaft, in der selbst Gedanken zu Delikten werden konnten. Heute, im Zeitalter von ChatGPT, Alexa und allgegenwärtigen Algorithmen, wirkt Orwells Roman weniger wie Science-Fiction, sondern wie eine nüchterne ...
Nava Ebrahimi: Und Federn überall Nava Ebrahimi: Und Federn überall er Roman zeigt, dass das Menschliche nicht in den großen Gesten liegt, sondern im täglichen Ringen ums Durchhalten, im kleinen Scheitern und in Momenten, in denen Gewalt und Zärtlichkeit kaum voneinander zu trennen sind. Luchterhand Literaturverlag
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Nava Ebrahimi: Und Federn überall

In Und Federn überall verdichtet Nava Ebrahimi den ländlichen Alltag zu einer bedrückenden Choreografie aus Erschöpfung, Einsamkeit und leiser Rebellion. Der Roman spielt an einem einzigen Montag in der fiktiven Kleinstadt Lasseren im Emsland, doch was sich dort zwischen Schlachthof, leerem Busbahnhof und Wohnküchen abspielt, erzählt von weit mehr: von Migration, Sprachverlust, ökonomischer Ausbeutung – und von einem verzweifelten Bedürfnis nach Zugehörigkeit.
Dan Brown ist zurück – und mit ihm Harvard-Professor Robert Langdon, der in „The Secret of Secrets“ erneut in einen Strudel aus historischen Geheimnissen, verborgenen Symbolen und tödlichen Intrigen gerät. Dan Brown ist zurück – und mit ihm Harvard-Professor Robert Langdon, der in „The Secret of Secrets“ erneut in einen Strudel aus historischen Geheimnissen, verborgenen Symbolen und tödlichen Intrigen gerät. Bastei Lübbe
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„The Secret of Secrets“ von Dan Brown – Ein packender Wettlauf gegen die Zeit voller uralter Rätsel und moderner Wissenschaft

Dan Brown ist zurück – und mit ihm Harvard-Professor Robert Langdon, der in „The Secret of Secrets“ erneut in einen Strudel aus historischen Geheimnissen, verborgenen Symbolen und tödlichen Intrigen gerät. Der Bestseller-Autor, bekannt für Werke wie „The Da Vinci Code“ und „Inferno“, kombiniert auch in seinem neuesten Thriller fundiertes historisches Wissen mit rasantem Storytelling. „The Secret of Secrets“ erscheint weltweit im September 2025, in deutscher Übersetzung bei Bastei Lübbe am 9. ...
Peter Huth – Aufsteiger Peter Huth – Aufsteiger Ein Roman über Menschen, die im System der Medien leben und daran zerbrechen. Verlagsgruppe Droemer Knaur
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Peter Huth – Aufsteiger

Mit „Aufsteiger“ legt Peter Huth seinen zweiten Gesellschaftsroman vor – und man könnte fast sagen: seine private Inventur einer Generation, die einst an Fortschritt glaubte und heute im postironischen Scherbenhaufen ihrer Ambitionen sitzt. Der Journalist Felix Licht, Huths Hauptfigur, gehört zu jenen Aufstiegswilligen, die den Preis für ihren Ehrgeiz längst bezahlt haben – mit Beziehung, Kindheit der eigenen Tochter, Freundschaften. Doch als ihm der letzte Karriereschritt verwehrt wird, fällt ...
Odessa Stories Odessa Stories von Isaac Babel (Autor), Boris Dralyuk (Übersetzer) Pushkin Press
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Isaac Babel: Geschichten aus Odessa

Isaac Babels Geschichten aus Odessa gehören zu jenen Texten, bei denen man als Leser leicht in die Irre geführt wird – weil sie leichtfüßig wirken, manchmal sogar komisch, bisweilen sentimental. Doch unter der Oberfläche dieser scheinbar folkloristischen Miniaturen brodelt ein Abgrund: politisch, moralisch, stilistisch. Diese Erzählungen sind brutal ohne Pose, zärtlich ohne Kitsch, und so tief in der Sprache verankert, dass man aus dem Rhythmus der Sätze mehr über Macht und Ohnmacht lernt als ...
Theodor Fontane: Effi Briest Theodor Fontane: Effi Briest Dass Fontane den Skandal so leise erzählt – ohne Pathos, ohne Spektakel – macht den Text noch aktueller. Die Zerstörung passiert nicht durch große Taten, sondern durch stumme Routinen, Blicke, Schweigen. Wer heute von „toxischen Beziehungen“ spricht, meint genau dieses schleichende Gift. Insel Verlag
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Effi Briest im Zeitalter von Instagram – was Fontanes Heldin uns über toxische Beziehungen verrät

Stell dir vor, eine junge Frau, kaum 17, frisch verheiratet, zieht in ein fremdes Haus, das so kalt wirkt wie eine schlecht ausgeleuchtete Airbnb-Wohnung. Statt Selfies postet sie Briefe an die Mutter, statt DMs erhält sie Blicke voller Misstrauen.
Nach uns die Zukunft – Marcel Fratzschers Entwurf eines neuen Generationenvertrags Nach uns die Zukunft – Marcel Fratzschers Entwurf eines neuen Generationenvertrags Der Titel Nach uns die Zukunft ist eine doppelte Volte: Anspielung auf das berüchtigte „Nach uns die Sintflut“, aber auch ein Gegenbild – ein Appell an Zukunftsfähigkeit statt Abwicklung. piper
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Nach uns die Zukunft – Marcel Fratzschers Entwurf eines neuen Generationenvertrags

Manche Bücher sprechen Klartext. Andere heben den Ton. Nach uns die Zukunft tut beides. Marcel Fratzscher, Wirtschaftswissenschaftler von Rang und nicht eben für theatralische Auftritte bekannt, legt ein Plädoyer vor, das sich in seiner Argumentation unaufgeregt gibt – und dabei umso entschlossener an die Substanz geht: den brüchigen Generationenvertrag, auf dem unsere Gesellschaft beruht. Fratzschers Diagnose: Der Pakt zwischen Jung und Alt ist aus dem Gleichgewicht geraten. 84 Prozent der ...
Michael Köhlmeier – Die Verdorbenen Michael Köhlmeier – Die Verdorbenen Michael Köhlmeiers Die Verdorbenen ist ein kurzer, aber eindringlicher Roman über Liebe, Schuld und die unheimliche Versuchung des Bösen. In der Geschichteentfaltet sich ein beklemmendes Dreieck, das weniger eine Liebesgeschichte als eine Studie über menschliche Abgründe ist. Köhlmeier gelingt es, auf knappem Raum eine existenzielle Spannung aufzubauen, die weit über die Lektüre hinaus anhält. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
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Michael Köhlmeier – Die Verdorbenen

Michael Köhlmeiers Die Verdorbenen ist ein kurzer, aber eindringlicher Roman über Liebe, Schuld und die unheimliche Versuchung des Bösen. In der Geschichte von Johann, Christiane und Tommi entfaltet sich ein beklemmendes Dreieck, das weniger eine Liebesgeschichte als eine Studie über menschliche Abgründe ist. Köhlmeier gelingt es, auf knappem Raum eine existenzielle Spannung aufzubauen, die weit über die Lektüre hinaus anhält. Wer sich auf diesen Text einlässt, liest nicht nur eine Geschichte, sondern wird selbst Teil eines Nachdenkens über Schuld, Begehren und die Zerbrechlichkeit moralischer Gewissheiten.
Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde Rowohlt
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Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

Wer den DDR-Fernsehjingle des Schwarzen Kanals noch im Ohr hat, der weiß: Ironie war dort nicht vorgesehen. Karl-Eduard von Schnitzler intonierte die westliche Dekadenz, während im Hintergrund die Sozialismus-Sonate dröhnte. Dass Jan Fleischhauer ausgerechnet diesen Titel für seine Kolumne wählte, ist deshalb mehr als ein Scherz – es ist ein mediengeschichtlicher Hack. Der alte DDR-Propagandakanal wird zur Folie, um die Gegenwart zu spiegeln.
Dmitrij Kapitelman – Russische Spezialitäten Dmitrij Kapitelman – Russische Spezialitäten Kapitelman erzählt dieses Familiendrama über den Umweg von Wetterberichten, Küchenritualen und Erinnerungen an den Laden im Leipziger Kleinzschocher. Hanser Berlin
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Dmitrij Kapitelman – Russische Spezialitäten

Am 18. Februar 2025 erscheint bei Hanser Berlin Dmitrij Kapitelmans neuer Roman Russische Spezialitäten. Auf 192 Seiten entfaltet der Autor eine Familiengeschichte, die zugleich politisch hochgradig aktuell und privat zutiefst intim ist. Ausgangspunkt ist ein kleiner Laden in Leipzig, in dem einst Wodka, Pelmeni, Matrjoschkas und Mineralwasser aus Myrhorod verkauft wurden. Was zunächst folkloristisch klingt, wird zum literarischen Brennglas für Fragen nach Zugehörigkeit, Identität und Verrat – ...
Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Annett Gröschner gelingt ein Porträt des 20. Jahrhunderts, das still, aber eindrücklich wirkt – weil es auf das schaut, was andere ausblenden: die, die tragen, statt zu reden. Die, die schweigend weiterarbeiten. Die, die ihre Kinder verlieren und trotzdem noch aufstehen. Wer wissen will, was Haltung bedeutet, kann bei Hanna Krause lernen. C.H.BECK
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Annett Gröschner: Schwebende Lasten

Hanna Krause, Blumenbinderin, Kranfahrerin, Mutter von sechs Kindern, Zeitzeugin wider Willen – oder besser: Zeitdurchlebende. Denn das, was Gröschner erzählt, ist nicht bloß eine Geschichte über ein Jahrhundert, sondern ein Jahrhundert, das sich in einem einzigen Körper eingeschrieben hat. Ein Roman, der das Vergessen sichtbar macht, ohne laut zu werden. Und das Erzählen wieder dort verankert, wo es oft ignoriert wird: im Alltag, in den Händen, im Gestern, das nicht ...

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