Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, ist der ehemalige "Stern"-Chefredakteur Michael Jürgs in der Nacht zu Freitag im Alter von 74 Jahren gestorben. Jürgs starb an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.
Ex-"Stern"-Chefredakteur Michael Jürgs ist gestorben
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Der Publizist und ehemalige "Stern"-Chefredakteur Michael Jürgs ist tot. Er starb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an den Folgen einer schweren Krebserkrankung, wie seine Frau Nikola Jürgs bestätigte. Michael Jürgs galt in Medienkreisen als ein ausgezeichneter Rechercheur und scharfer Beobachter, der aber auch in der Lage war, zu provozieren.
Jürgs leitete die "Stern"-Redaktion von 1986 bis 1990, war dann aber von dem damaligen Chef Gerd Schult-Hillen für seine provokante Titelgeschichte „Sollen die Zonis bleiben, wo sie sind?“ entlassen worden. Anstrengungen von Seite Schult-Hillen, Jürgs mit äuerst großzügigen Angeboten, zurückzuholen, scheiterten.
Theodor-Wolff-Preis im Juni
Ende Juni wurde Jürgs noch mit dem Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Zur Preisübergabe konnte er aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht erscheinen. Die Krankheit hatte ihn bereits zu sehr zugesetzt. Die Laudatio hielt sein Freund Micheal Naumann: „Du erhältst den Theodor-Wolff-Preis als Auszeichnung für dein Lebenswerk. Ein wenig zu spät, finde ich, aber gerade noch in womöglich letzter Minute.“
Die Laudatio zum Abschied
Die Laudatio glich aber auch einem Abschied: „Du selbst, Michael, gibst dir nur noch ein paar Monate. Was soll ich dir also nach Hamburg zurufen? Gemach, bleib uns erhalten, bleib mir erhalten, lieber Freund?! Oder soll ich, Dein Leben zusammenfassend, einfach nur sagen: ‚Gut gemacht, verdammt gut gemacht. Drucken wir!"
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