Literaturveranstaltung Besser Vorsicht als Nachsicht: Leipziger Buchmesse 2023 wird in den April verschoben

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Die Leipziger Buchmesse soll im kommenden Jahr um einen Monat verschoben werden. "2023 wird es eine spätere Leipziger Buchmesse in den Leipziger Messehallen und in der gesamten Stadt Leipzig geben", wird der Geschäftsführer der Buchmesse, Martin Buhl-Wagner, in einer offiziellen Pressemitteilung zitiert. Demnach soll die Bücherschau vom 27. bis 30. April stattfinden.

Die Leipziger Buchmesse wird im kommenden Jahr nicht wie üblich im März, sondern, ein Monat verschoben, im April stattfinden. Grund dafür ist die Corona-Situation, die weiterhin nicht gänzlich ein- beziehungsweise abzuschätzen sei. Bild: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze

Die wiederholte Absage der Leipziger Buchmesse hat in diesem Frühjahr für heftige Diskussionen gesorgt. Um die Durchführung der Messe im kommenden Jahr sicherzustellen, will man es nun ruhig, geplant und sicher angehen lassen. "Mit all unseren Partnern werden wir endlich wieder das Lesen feiern. Die Terminierung auf April bietet den sichersten Rahmen, um den Veranstaltungsverbund mit spannenden Konzepten weiterzuentwickeln.", so Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner. Anmeldung sind ab August möglich. Dann sollen auch weitere Informationen zu den Programmschwerpunkten, den Präsentationsmöglichkeiten und den Teilnahmebedingungen bekannt gegeben werden.

Ein regelrechter Sturm...

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, ergänzt: "Die diesjährige Absage hat einen regelrechten Sturm in der Buchbranche ausgelöst, die uns eins zeigte: Wir alle wünschen uns diese Buchmesse, brauchen diesen Treffpunkt der Buch- und Medienwelt – die Pandemie bleibt aber weiterhin unberechenbar. Um trotz dieser Unwägbarkeit größte Planungssicherheit zu ermöglichen, verschieben wir die Leipziger Buchmesse im kommenden Jahr auf Ende April."

In diesem Jahr musste die Buchmesse trotz Hygienekonzept und dem Einverständnis des Landes Sachsens kurzfristig abgesagt werden. Grund war das Abspringen großer Verlage, die sich um die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen sorgten. Als Reaktion auf die Absagen hatten Schriftstellerinnen und Schriftsteller in einem offenen Brief westdeutsche Verlage zu mehr Solidarität aufgefordert. Man sah das Konzept "Leipziger Buchmesse" bedroht. "Wir sind wütend, traurig, fassungslos. Die Leipziger Buchmesse wurde von den großen westdeutschen Verlage zur Absage gezwungen", hieß es in dem Schreiben.

Die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften und dem Congress Center Leipzig (CCL) bildet die Leipziger Messe als umfassender Dienstleister die gesamte Kette des Veranstaltungsgeschäfts ab. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe – zum achten Mal in Folge – 2021 zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden mehr als 270 Veranstaltungen – Messen, Ausstellungen und Kongresse – mit über 15.500 Ausstellern und über 1,2 Millionen Besuchern aus aller Welt statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit.

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