Im Interview Cornelia Funke will amerikanische Staatsbürgerschaft nach Trump-Sieg

Die Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke will nach dem Sieg von Donald Trump bei den US-Wahlen für das Amt des Präsidenten die amerikanische Staatsbürgschaft anstreben. Das teilte sie diese Woche in einen Interview gegenüber der BRIGITTE-Chefredakteurin Brigitte Huber mit.

Interview
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  	  	Drachenreiter -Die Feder eines Greifs
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  	  	USA
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  	  	Cornelia Funke
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  	  	Amerika
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  	  	Kinderbuch
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  	  	ISBN 978-3791500119
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Foto: Wikimedia Die deutsche Schriftstellerin Cornelia Funke beim Signieren von Büchern auf der Madrider Buchmesse 2008

Cornelia Funke ist als Kinder- und Jugendbuchautorin international bekannt - in rund 50 Sprachen werden ihre Erzählungen übersetzt. Immer wieder zieht die 57-jährige neben ihrer eigentlichen Zielgruppe auch Erwachsene mit ihren fantasievollen Romanen in den Bann. Zu ihren erfolgreichsten Büchern gehören der Roman Herr der Diebe oder die Trilogie Tintenwelt, außerdem die Reckless-Bücher und Drachenreiter. Am 26. September erschien eine Fortsetzung von Drachenreiter - Die Feder eines Greifs.

Auf den Wahlsieg von Donald Trump angesprochen, reagierte die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin sehr betroffen: "Obwohl ich schon seit über 10 Jahren glücklich in Kalifornien lebe, war ich bisher schlichtweg zu faul, die amerikanische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Aus diesem Grund konnte ich nicht gegen Trump wählen." Dafür habe sie sich angesichts des Wahlergebnisses sehr geschämt: "Ich werde jetzt die amerikanische Staatbürgerschaft annehmen - jetzt erst recht, denn jede Stimme, die man nicht abgibt, ist eine rechte." Ihren Seelenzustand am Tag der Wahl beschrieb sie als "erschöpft". "Das war eine Sehnsuchtserschöpfung, weil ich in diesen Stunden gern bei meinen amerikanischen Freunden sein wollte."

Die deutsche Schriftstellerin fühlt sich dennoch ihrer Heimat sehr verbunden und ist stolz auf die deutsche Flüchtlingspolitik, die in den USA allerdings als problematisch gesehen würde: "Ich finde es fantastisch, dass die USA uns für weltfremde Hippies halten."

Zum Thema Mut erklärte sie augenzwinkernd: "Ich bin ein heimlicher Krieger und war in meinem früheren Leben mal was ganz Schlimmes." Sie lasse sich nicht schnell einschüchtern. Mutig sei auch, sich seinen Ängsten zu stellen: "Angst ist wie ein Vorhang, wenn man durch ihn hindurch geht und ihn überwindet, wird man jedes Mal ein bisschen größer." Zudem finde sich hinter dem Vorhang immer etwas Aufregendes, das sei die Belohnung.

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