„Culpa Mía – Meine Schuld“ ist der Auftakt der Culpables-Trilogie von Mercedes Ron – ein rasant erzählter Enemies-to-Lovers-Roman über verbotene Nähe, Loyalität und Selbstbestimmung. Im Zentrum: Noah, 17, und Nick, der charismatische – und problematische – Stiefbruder. Was als Abwehr beginnt, wird zur hochaufgeladenen Anziehung. Auf Deutsch erscheint der Bestseller bei Penguin/Heyne; die Ausgabe wird offen als Wattpad- und TikTok-Sensation beworben – samt Hinweis auf die erfolgreiche Prime-Video-Verfilmung.
Culpa Mía – Meine Schuld von Mercedes Ron – Verbotene Funken, viel PS und noch mehr Herz
Handlung von „Culpa Mía – Meine Schuld“
Nach der neuen Heirat ihrer Mutter zieht Noah in eine Villa an der Westküste (Glamour, Gate, Garage). Dort trifft sie auf Nick Leister, den Sohn des steinreichen Stiefvaters: schnell, spöttisch, unverschämt attraktiv – und offensichtlich der Typ, vor dem man sich vor allem selbst schützen müsste. Noah, die in der alten Heimat gerade erst ihre Konturen gefunden hatte, steht plötzlich zwischen neuer Welt (Privatschule, Partys, Prestige) und altem Kompass (selbst erkämpfte Grenzen).
Zwischen verbaler Reibung, nächtlichen Spritztouren und Nicks illegalen Straßenrennen verschiebt sich die Distanz. Ron wechselt die Perspektive – Noah und Nick –, damit man beide Lesarten der gleichen Szene bekommt: den Stolz der einen, die Panzerung des anderen. Der Konflikt ist nicht nur moralisch (Stiefgeschwister!), sondern sozial: Klassenunterschiede, altes Freundesnetz, neues Umfeld. Parallel eskaliert eine Gegenmacht aus Eifersucht, Gerüchten und Familienpolitik. Mehr verrate ich nicht; wichtig ist, dass der Band für sich rund erzählt, die Trilogie aber bewusst öffnet – genau die Balance, die Reihenauftakte brauchen.
Themen & Motive – Verbot, Verantwortung, Verführung
Forbidden Love, aber mit Regeln:Die Trilogie reizt das Tabu „Stiefgeschwister“, ohne es zu romantisieren: Zustimmung, Grenzen und Loyalität werden ausgesprochen – das verhindert billige Skandalisierung und macht Platz für echte Figurenentwicklung.
Identität vs. Image: Noahs Unabhängigkeit prallt auf Nicks „Bad-Boy-Rüstung“. Je mehr die beiden reden (und schweigen), desto deutlicher wird: Coolness ist Coping, nicht Charakter.
Macht der Gerüchte: Schule, Partys, Socials – Ron zeigt, wie Ruf zu Währung wird. Wer die Geschichte zuerst erzählt, besitzt Macht; wer sie klüger erzählt, gewinnt sie zurück.
Risk & Reward: Die Rennszenen sind nicht nur Nervenkitzel. Sie markieren Nicks Selbstsabotage – und die Frage, ob Liebe bremst oder lenkt.
Von Wattpad und Booktok zur Weltbühne
Mercedes Ron startete die Reihe auf Wattpad, gewann 2016 einen Wattys-Award und wechselte 2017 mit „Culpa mía“ ins Print (Montena/Penguin Random House Spanien). Die Culpables-Trilogie wurde international übersetzt und avancierte zum BookTok-Liebling, in Deutschland bei Penguin/Heyne aufgelegt. Dass die Stoffe verfilmt wurden (Prime Video 2023/2024/2025), erklärt die enorme Sichtbarkeit – und warum Neueinsteiger längst nicht nur aus der Romantasy-Ecke kommen.
Tempo, Tension, Two-POV
Rons Prosa ist dialogstark, szenisch und nah an den Emotionen ihrer Figuren. Kurze Kapitel, klare Cliff-Setzungen, viel Chemie – ohne in Kitsch oder Slapstick zu kippen. Der Wechsel zwischen Noah und Nick liefert Reibung undKontext: Was aus der einen Perspektive toxisch wirkt, bekommt aus der anderen Herkunft (keine Entschuldigung, aber Erklärung). Genau dieser Rhythmus erklärt, warum man „nur noch ein Kapitel“ liest – bis man plötzlich mitten in der Nacht ist.
Für wen eignet sich „Culpa Mía – Meine Schuld“?
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Für Leser, die New-Adult-Romance mit Hochspannung im Zwischenmenschlichen suchen.
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Für Fans von Enemies-to-Lovers, Bad-Boy-Dynamiken und verbotener Nähe, denen Grenzen und Konsenswichtig sind.
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Für Buchclubs, die über Loyalität, Klassenmobilität und Selbstwert reden möchten – jenseits der bekannten Tropes.
Stärken & mögliche Schwächen
Stärken
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Chemie & Konflikt: Die Spannung zwischen Noah und Nick trägt locker über 400 Seiten – Witz trifft Wunde.
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Zugänglicher Sog: Zwei Perspektiven, hohes Tempo, klare Szenen – ein Pageturner für „Noch-ein-Kapitel“-Nächte.
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Wattpad-Wurzeln, professionell poliert: Man spürt den serientauglichen Takt, ohne dass der Text roh wirkt.
Mögliche Schwächen
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Drama-Dichte: Wer Low-Drama-Romance sucht, könnte sich stellenweise überfahren fühlen (Racing, Eifersucht, Familienfronten).
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Trope-Toleranz: Bad-Boy, Rich-Boy, Step-Sibling – wer allergisch auf Tropes reagiert, wird nicht bekehrt.
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Moralische Reibung: Das Setting provoziert Diskussionen – gewollt, aber nicht für jede Lesestimmung.
Verfilmung – Prime-Video-Trilogie als Turbo
„Culpa mía – Meine Schuld“ wurde als spanischer Prime-Video-Film umgesetzt (Start 8. Juni 2023), mit Nicole Wallace als Noah und Gabriel Guevara als Nick. Fortsetzung „Culpa tuya – Deine Schuld“ folgte am 27. Dezember 2024; das Finale „Culpa nuestra – Unsere Schuld“ startete am 16. Oktober 2025 weltweit auf Prime Video. Die Filme bleiben der Kernspannung treu (verbotene Anziehung + Familiengewitter) und schieben das visuelle Profil (Rennen, Villa, Nachtlicht) nach vorn – ideal für Neu-Leser, die über den Bildschirm in die Bücher rutschen.
Buchreihe im Überblick
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Band 1: Culpa Mía – Meine Schuld (dieser Artikel)
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Band 2: Culpa Tuya – Deine Schuld: Inhalt, Analyse & Bewertung
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Band 3: Culpa Nuestra – Unsere Schuld: Inhalt, Analyse & Bewertung
Über die Autorin – Mercedes Ron (kurz, aber gehaltvoll)
Mercedes Ron (1993, Buenos Aires) ist eine argentinisch-spanische Autorin. Ihren Durchbruch schaffte sie auf Wattpad; 2016 erhielt sie einen Wattys-Award, 2017 erschien „Culpa mía“ bei Montena (PRH Spanien). Heute ist sie international verlegt, millionenfach gelesen und arbeitet weiter an Reihen (u. a. Enfrentados, Dímelo). Rons Markenzeichen: klare Stimme, hohes Tempo, emotional glaubwürdige Coming-of-Age-Konflikte – oft mit sozialem Gefälle.
Heiß, hart, herzklug
„Culpa Mía – Meine Schuld“ bietet genau die Mischung, die New-Adult-Leser suchen: Magnetische Chemie, ehrliche Grenzverhandlungen, dazu soziale Reibung und hohes Erzähltempo. Wer Tropes bewusst mag, bekommt sie konsequent, aber nicht gedankenlos; wer über Macht, Ruf und Verantwortung sprechen will, findet überraschend viel Diskussionsstoff. Klare Leseempfehlung – und ja: Band 2 & 3 am besten direkt vormerken.
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