Die US-amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout erhält den mit 50.000 Euro dotierten Siegfried Lenz Preis. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre an internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren künstlerisches Schaffen dem Geiste Siegfried Lenz´ nahe ist.
Die US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout erhält den Siegfried Lenz Preis. Damit würdigt die von Lenz gegründete Stiftung Strout als eine herausragende Erzählerin, die es verstehe, "mit wenigen Strichen das Panorama von Kleinstädten mit all ihren provinziellen Beschränkungen zu entfalten". Auf denkbar knappe Weise bündele die Autorin menschliche Verhaltensweisen, zeige die Niedertracht und die Hilflosigkeit ihrer Akteure und mische dabei zugleich Humor und Tragik in ihre Romane.
Für ihren 2007 erschienen Roman "Mit Blick aufs Meer" wurde Strout 2009 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. In diesem und anderen Romanen - etwa "Die Unmöglichkeit der Liebe" oder "Alles ist möglich" - schaffe sie unvergessliche Charaktere wie die Lehrerin Olive Kitteridge und erzähle "von Sehnsüchten und Erwartungen, die das Leben selten zu erfüllen vermag", so die Jury. In Deutschland erscheinen Elizabeth Strouts Bücher in der Übersetzung von Sabine Roth im Luchterhand Literaturverlag. Die Taschenbuchausgaben erscheinen bei btb.
Elizabeth Strout
Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine geboren. Sie Studierte Rechtswissenschaften und Gerontologie (Alterswissenschaft). Nach dem Studium begann sie mit dem Verfassen von Kurzgeschichten für Zeitschriften wie New Letters, Redbook und Seventeen. 1898 veröffentlichte sie mit "Olive KitteridgeAmy and Isabelle" ihren ersten Roman, der ein Jahr später mit dem Los Angeles Times Book Prize für ds beste Erstlingswerk ausgezeichnet wurde. Ihres größten literarischen Erfolg hatte Strout mit dem 2007 erschienen Roman "Olive Kitteridge" (in der deutschen Übersetzung "Mit Blick aufs Meer"), für den sie 2009 den "Pulitzer-Preis für Romane" sowie 2010 den "Premio Bancarella" erhielt.
Topnews
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Aktuelles
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
VERY BAD CHOICE: Die Entscheidung (J. S. Wonda) –„Wähl endlich“ – wenn eine Frage zur Drohung wird
Very Bad Liars: Spring Break (J. S. Wonda) – Spring Break klingt nach Freiheit – in Kingston ist es nur eine andere Art von Gefahr
VERY BAD ELITE: 2. Semester (J. S. Wonda) – Wenn der Campus ein Spielfeld ist – und du der Einsatz
Jennette McCurdy: Half His Age
Ein alter Mann, ein großer Fisch und das Meer dazwischen
Über Rilke stolpern – Karwoche ohne Gewissheit
Ken Folletts „The Deep and Secret Things“ – was die Ankündigung über den kommenden Roman verrät
We Who Will Die von Stacia Stark – „Gladiator“ trifft Vampirhof – und plötzlich ist Überleben ein Vertrag
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler – Wenn Familiengeschichte nach Akten riecht
REM (Annika Strauss & Sebastian Fitzek) – Schlafen, träumen – und dann nicht mehr aufwachen
Yoga Town von Daniel Speck – Warum „Yoga Town“ mehr ist als ein Indien-Roman
Liebeserklärung an die Heldinnen – von der Höhle bis ins Heute
Die Krankheitslügen von Fabian Kowallik – Gesundheit als Versprechen – und als Misstrauen
Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos – Wenn ein Telefonzettel im Schädel liegt
Rezensionen
Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo – Wenn „Achtsamkeit“ zur Auflage wird
Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
Das schönste aller Leben von Betty Boras – Schönheit als Versprechen – und als Zumutung
Dire Bound von Sable Sorensen – Wenn ein Band mehr ist als nur „Bonding + Spice“
Michael von Kunhardt Mentalgiganten: Was wahre Stärke wirklich ausmacht
Happy Head von Josh Silver – Wellness, Wettbewerb, Wahnsinn