Die Tintenherz-Autorin verlässt Little, Brown und veröffentlicht jetzt ihre Bücher über einen eigenen Verlag. Begründung: Zu viel Einflussnahme auf den Inhalt ihrer Bücher.
Cornelia Funke ("Tintenherz", "König der Diebe") lässt sich nicht gern reinreden: Nach dem ihr amerikanischer Verlag Little, Brown Änderungen im dritten Teil der "Spiegelwelt"-Saga verlangt hatte, ist sie nun ausgestiegen und hat mit Breathing Books ihren eigenen Verlag gegründet. Der soll die Funke-Bücher in England und Großbritannien auf den Markt bringen. Das berichtet Indie Publishing.
Cornelia Funke hatte im Jahr 2012 mit "Reckless - Steinernes Fleisch" die Spiegelwelt-Serie gestartet. Der Schatzjäger Jacob Reckless entdeckt einen magischen Spiegel, der ihm Zutritt in eine Parallelwelt gestattet. Dort trifft er auf bekannte Märchen-Figuren, holt den Schuh von Aschenputtel zurück oder findet das Tischlein deck dich. Doch in der Parallelwelt leben auch die grausamen Goyls, die seinen Bruder bedrohen. Der ist Reckless nämlich heimlich durch den Spiegel gefolgt.
Im dritten Teil, der in den englischsprachigen Ländern unter dem Titel "The Golden Yarn" vermarktet wird, hat sich Funkes Verlag an einer Geburtsszene gestört, die für das Alter der Leser zu hart sei. Während Little, Brown die "Spiegelwelt"-Serie glaubt, dass die Bücher für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren geeignet sein sollen, visiert Cornelia Funke selbst eine Altersgruppe über 14 Jahren an. "Reckless - Das Goldene Garn" ist in Deutschland im Februar auf den Markt gekommen.
Von der "Spiegelwelt"-Serie hat Cornelia Funke alleine in den USA mehr als 150.000 Exemplare verkauft. Weltweit sind 20 Millionen Bücher von Cornelia Funke abgesetzt worden.
Nun hat sie die Rechte an der "Spiegelwelt"-Serie zurück gekauft. Im November sollen die Titel in den USA neu erscheinen. Für Deutschland ändert sich nichts; die Titel erscheinen weiterhin beim Dressler Verlag.
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