Eine Rezension (lateinisch recensio „Musterung, quantitative Prüfung, Bestandsaufnahme“, von recensere „erzählen, aufzählen, zusammenstellen“[1]) oder auch Besprechung (zuweilen auch im deutschen Sprachraum anglisiert zu Review)[2] ist in der Regel eine in Druckerzeugnissen oder digitalen Medien schriftlich niedergelegte, zuweilen aber auch mündlich in Funk, Film oder Fernsehen veröffentlichte Form einer Kritik, die einen bestimmten, neu erschienenen Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes vorstellt und wertend behandelt. Es werden in ihr Inhalte wissenschaftlicher Erkenntnisse, kultureller Schöpfungen wie auch Gebrauchsgüter analysiert und in der Regel anhand sach- und fachgemäßer Normen bewertet.

Rezensionen sind häufig mit bis zu drei Seiten eher knapp gehalten, können aber in der journalistischen Darstellungsform des Essays auch weit mehr Seiten bis zum Umfang eines eigenständigen Buches einnehmen. Als Teil eines wissenschaftlichen Diskurses bilden Rezensionen eine unmittelbare Antwort z. B. auf eine in einer Fachzeitschrift veröffentlichten These oder Theorie.

Quelle: Wikipedia

Rezension

Nikol
Buchrezension

Tolstoi: Krieg und Frieden

Ein Schatten des Elends wird vorausgeworfen – und wir wissen: Tolstoi hatte recht. Nicht recht im Sinne eines historischen Zeigefingers, sondern im tieferen Sinn – im Erkennen der Ungleichzeitigkeit der Welt, im Erfassen jener verletzlichen Seelen, die ihre Zeit nicht bloß erleben, sondern unter ihr knirschen. Er hatte recht mit dem, was vergangen ist, weil es ungerecht war. Aber nicht für alle. Und genau da beginnt Krieg und Frieden: nicht bei den Uniformen, sondern bei den ...

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