Franz Kafka (gelegentlich tschechisch František Kafka, hebräischer Name אנשיל Anschel;[1] * 3. Juli 1883 in Prag, Österreich-Ungarn; † 3. Juni 1924 in Kierling, Österreich) war ein österreichisch-tschechoslowakischer Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Prager deutschen Literatur und der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Werke – darunter die drei Romanfragmente Der Process, Das Schloss und Der Verschollene sowie zahlreiche Erzählungen – gehören zum Kanon der Weltliteratur.

Kafkas Werke wurden zum größeren Teil erst nach seinem Tod und gegen seine letztwillige Verfügung von Max Brod veröffentlicht, einem engen Freund und Vertrauten, den Kafka zu seinem Nachlassverwalter bestimmt hatte. Kafkas Schilderungen unergründlich bedrohlicher, absurder Situationen haben zur Bildung des auch im außerliterarischen Kontext verwendeten Adjektivs „kafkaesk“ geführt.

Quelle: Wikipedia

Kafka

"Das Schloss“, „Der Prozess“, „Das Urteil" & "Die Verwandlung“ "Das Schloss“, „Der Prozess“, „Das Urteil" & "Die Verwandlung“ Fischer Taschenbuch
Kolumne

Kafkas Albträume als Homeoffice-Realität – 100 Jahre Bürokratie und Entfremdung

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Die September-Ausgabe von Druckfrisch (14. September 2025) bietet Denis Scheck wieder Gelegenheit, Literatur zwischen Klassik, Gegenwartsprosa und grotesker Satire zu beleuchten. Der Kritiker spannt den Bogen von Franz Kafkaüber Ian McEwan bis zur Spiegel-Sachbuch-Bestsellerliste und schließlich zur belgischen Autorin Gaea Schoeters, deren neues Buch ein literarisches Gedankenexperiment sondergleichen entwirft. Das Ergebnis ist ein Abend, der nicht nur unterschiedliche Stimmen hörbar macht, ...
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Buchvorstellung

Von Orwell bis ChatGPT – wie Literatur die Überwachungsgesellschaft vorausgesagt hat

George Orwell hatte noch keine Ahnung von Cookies, GPS-Tracking oder personalisierter Werbung. Aber er hatte eine Ahnung davon, wie sich Macht unsichtbar in den Alltag einschreibt. Als er 1949 1984 veröffentlichte, war „Big Brother“ noch keine Fernsehshow, sondern das Menetekel einer Gesellschaft, in der selbst Gedanken zu Delikten werden konnten. Heute, im Zeitalter von ChatGPT, Alexa und allgegenwärtigen Algorithmen, wirkt Orwells Roman weniger wie Science-Fiction, sondern wie eine nüchterne ...
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Friedrich-Perthes-Preis für Denis Scheck: Ein Abend über Lesewut, Literatur und literarische Abrissarbeiten

Erstmals hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Friedrich-Perthes-Preis vergeben – benannt nach einem Verleger, der früh die Notwendigkeit eines Urheberrechts erkannte und den Buchhandel als Rückgrat geistiger Arbeit verstand. Dass Denis Scheck nun als erster Preisträger ausgezeichnet wird, ist keine Anekdote, sondern ein Signal: für Literaturkritik mit Rückgrat, für Urteilskraft statt Gefälligkeit.
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„Ich klage an“ – Kafkas „Brief an den Vater“ kehrt nach Marbach zurück

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Drehstart zu "Kafka": Martin Gschlacht (Kamera), Joel Basman (Kafka), Felix Römer (Kutscher), David Schalko (Regie), John Lueftner (Produzent) Drehstart zu "Kafka": Martin Gschlacht (Kamera), Joel Basman (Kafka), Felix Römer (Kutscher), David Schalko (Regie), John Lueftner (Produzent) Bild: NDR/ Superfilm/Nicole Albiez
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