Als Antisemitismus werden heute alle pauschalen Formen von Judenhass, Judenfeindlichkeit oder Judenfeindschaft bezeichnet. Der Ausdruck entstand 1879 als Eigenbezeichnung deutscher Judenfeinde um den Journalisten Wilhelm Marr. Er wurde nach dem Holocaust zum Sammelbegriff für alle Einstellungen und Verhaltensweisen, die Einzelpersonen oder Gruppen „den Juden“ zuordnen und ihnen negative Eigenschaften unterstellen, um die Abwertung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung bis hin zur Vernichtung jüdischer Minderheiten (Völkermord) zu rechtfertigen.[1] Vertreter und Anhänger des Antisemitismus werden „Antisemiten“ genannt.
Etymologisch ist der Begriff eine Fehlprägung, da er sich vom Wort Semiten ableitet, das eine Sprachfamilie bezeichnet, zu der unter anderem Araber, Äthiopier und Malteser gerechnet werden. Gegen diese richtet sich der Antisemitismus aber nicht, sondern ausschließlich gegen Juden.
Quelle: Wikipedia