„Mimik“ von Sebastian Fitzek – Psychothriller über Körpersprache, Manipulation und Identitätsverlust

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„Mimik“ von Sebastian Fitzek – Psychothriller über Körpersprache, Manipulation und Identitätsverlust

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Mimik: Psychothriller | SPIEGEL Bestseller Platz 1

Mit „Mimik“ liefert Sebastian Fitzek einen weiteren Hochkaräter im Bereich der deutschsprachigen Psychothriller. Der 2022 im Droemer Knaur Verlag erschienene Roman widmet sich dem faszinierenden Feld der Mimikresonanz – der Kunst, unbewusste Mikroexpressionen zu deuten – und verbindet dies mit einer packenden Geschichte über Selbstzweifel, Gedächtnisverlust und psychologische Manipulation. Fitzek beweist erneut sein Gespür für aktuelle Themen und fesselnde Erzählstrukturen.

Worum geht es in „Mimik“? – Die Story hinter dem Thriller

Hannah Herbst ist Mimikresonanz-Expertin – sie erkennt Lügen in Gesichtern, bevor sie ausgesprochen werden. Nach einer Operation wacht sie ohne Erinnerung auf. Ihr wird ein Video gezeigt, in dem sie selbst ein Geständnis ablegt: Sie habe ihren Ehemann und ihre Stieftochter ermordet. Nur ihr zwölfjähriger Sohn Paul soll überlebt haben.

Doch Hannah hat keinerlei Erinnerung an die Tat – oder an das Leben davor. Ihre Umgebung ist fremd, ihr eigenes Ich wird zum Rätsel. In einem intensiven, labyrinthischen Spiel mit Realität, Erinnerung und Emotionen beginnt sie, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Und je mehr sie über sich selbst erfährt, desto mehr beginnt sie, sich selbst zu fürchten.

Was macht Fitzeks Thriller so einzigartig?

Sebastian Fitzek verwebt in „Mimik“ wissenschaftlich fundiertes Wissen mit einem klassischen Thrilleraufbau. Die Mimikresonanz steht im Zentrum: die Idee, dass kleinste Muskelzuckungen im Gesicht mehr über einen Menschen verraten als Worte. Dieses Thema ist nicht nur erzählerisch reizvoll, sondern auch realitätsnah. Fitzek arbeitete für die Recherche mit dem renommierten Mimikforscher Dirk Eilert zusammen – was dem Roman zusätzliche Tiefe und Authentizität verleiht.

Die Leser erhalten Einblicke in die unbewussten Signale menschlicher Kommunikation und deren Auswirkungen – sowohl auf zwischenmenschlicher Ebene als auch in kriminologischen Kontexten.

Zwischen Realität und Wahn – Sprache, Stil und Struktur

Fitzek bleibt seinem markanten Stil treu: kurze, schnell geschnittene Kapitel, wechselnde Perspektiven und ein permanenter Spannungsbogen. Die Sprache ist schnörkellos, präzise und dialogstark. Trotz des hohen Tempos verliert der Roman nie die emotionale Tiefe seiner Hauptfigur.

Besonders die Perspektive von Hannah – ihre Ängste, ihre innere Zerrissenheit, ihr Misstrauen gegenüber der eigenen Wahrnehmung – machen den Thriller psychologisch glaubwürdig und intensiv. Der Leser ist mit ihr gefangen in einem Netz aus Vermutungen, Halbwahrheiten und emotionaler Unsicherheit.

Für wen ist „Mimik“ besonders geeignet?

Der Roman richtet sich an Thriller-Leser, die psychologische Spannung und wissenschaftlich angehauchte Inhalte schätzen. Wer Interesse an Körpersprache, forensischer Psychologie oder Erinnerungstraining hat, wird dieses Buch besonders zu schätzen wissen.

Auch Fans von Serien wie Mindhunter, You oder Büchern von Arno Strobel und Melanie Raabe kommen hier auf ihre Kosten. „Mimik“ ist sowohl für eingefleischte Fitzek-Fans als auch für Neuleser ein idealer Einstieg in sein Werk.

Warum ist „Mimik“ gerade jetzt so relevant?

In einer Welt, in der Emotionen digitalisiert, Kommunikation fragmentiert und Misstrauen allgegenwärtig sind, trifft „Mimik“ einen Nerv. Der Roman stellt die Frage: Können wir überhaupt noch erkennen, was wahr ist – in anderen, in uns selbst?

Gerade im Kontext von Deepfakes, Fake News und künstlich erzeugten Emotionen wirkt das Thema Mimikresonanz erstaunlich aktuell. Fitzeks Buch erinnert daran, wie verletzlich unsere eigene Wahrnehmung ist – und wie leicht sie zu manipulieren ist.

Leserstimmen und Kritik – Wie kam „Mimik“ an?

„Mimik“ erhielt nach Erscheinen überwiegend positive Rezensionen. Leser lobten besonders das ungewöhnliche Thema und die gelungene Verbindung zwischen Wissenschaft und Spannung. Auch das psychologische Porträt der Hauptfigur Hannah wurde vielfach hervorgehoben. Besonders die Kombination aus psychologischer Tiefe und realitätsnaher Mimikforschung fand bei vielen Anklang.

Kritiker merkten an, dass Fitzek sich bei diesem Thriller weniger auf spektakuläre Schockeffekte verlässt und stattdessen auf emotionale Glaubwürdigkeit setzt – was als Stärke gewertet wurde. Der Roman wurde oft als einer seiner reiferen und durchdachteren Werke beschrieben.

Einordnung im Gesamtwerk – Was macht „Mimik“ besonders?

Im Vergleich zu früheren Titeln wie „Der Augensammler“ oder „Das Kind“ wirkt „Mimik“ ruhiger und zugleich vielschichtiger. Fitzek zeigt eine neue Facette seines Schaffens, indem er stärker auf psychologische Realitäten setzt statt auf übersteigerte Bedrohungsszenarien.

Durch das Thema der nonverbalen Kommunikation öffnet sich der Roman einem neuen, wissenschaftlich fundierten Spannungsfeld – und spricht damit Leser an, die über den Tellerrand klassischer Thriller hinausblicken wollen. Die Figur Hannah Herbst erweitert das Fitzek-Universum um eine glaubhafte, menschlich zutiefst verletzliche Heldin, mit der man sich identifizieren kann.

Was bleibt nach der Lektüre?

Sebastian Fitzek gelingt mit „Mimik“ ein Thriller, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Verbindung aus wissenschaftlicher Recherche, rasantem Plot und psychologischer Tiefe funktioniert hervorragend. Die Geschichte um Hannah Herbst bleibt lange im Gedächtnis – nicht wegen Schockeffekten, sondern wegen der bohrenden Fragen, die sie stellt.

„Mimik“ ist ein spannendes, kluges und modern erzähltes Buch, das psychologische Erkenntnisse mit Thrillerelementen vereint. Wer das Genre liebt und bereit ist, sich auch mit der eigenen Wahrnehmung auseinanderzusetzen, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Über Sebastian Fitzek – Der Meister des Psychothrillers

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium und einer Karriere im Hörfunk veröffentlichte er 2006 mit „Die Therapie“ seinen ersten Roman – ein durchschlagender Erfolg. Es folgten zahlreiche Bestseller, unter anderem „Der Seelenbrecher“, „Das Kind“ und „Der Insasse“.

Fitzeks Bücher wurden in über 36 Sprachen übersetzt, mehrfach verfilmt und weltweit millionenfach verkauft. Seine Werke zeichnen sich durch psychologische Tiefe, aktuelle Themen und intelligente Plot-Konstruktionen aus. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und engagiert sich unter anderem für Leseförderung und mentale Gesundheit.




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