Abenddämmerung

Vorlesen

Es dämmert. Die Nacht bricht langsam herein und ich verspüre inne tiefe Ruhe.

Es hat etwas Magisches hier im Wald zu stehen. Den Blick auf die kaum noch am Horizont erkennbare Sonne gerichtet. Der Mond, die Dunkelheit im Rücken.

Es gibt mir ein wohliges Gefühl, hier, inmitten der Wende des Tages zu stehen.

Der leichte Regen, der mein Haar nun erreicht, nachdem er die orangenen Blätter der Laubbäume berührt hat.

Das leise Prasseln des Regens auf die, durch den Tag, die Sonne, ausgetrockneten Blätter. Man kann, zwar leise, aber dennoch wahrnehmbar, die Motorengeräusche der Autos hören, die auf der Landstraße den vermutlich letzten Weg für heute zurücklegen.

Es ist kühl, aber noch nicht so kalt, dass ich zu frieren beginne.

Und langsam bricht die Nacht mit ihren dunklen Schatten herein und ich mache mich auf den Weg nach Haus.







Gefällt mir
6
 

Weitere Freie Texte

Freie Texte

Geschichte: Dilara Sophie Schömer

Dilara Sophie Schömer

Eilig rannte ich durch das hohe Gras. Es war schon Nachmittag, bald würde die Sonne untergehen. Doch jetzt strahlte diese noch hell genug, dass ich die Landschaft unter mir sah und nicht hinfiel. Als ich jedoch das Feld hinter mir gelassen hatte und in den dichten Wald rannte, wurde es schlagartig dunkel und man sah nur wenig vom Boden, woraufhin ich auf jeden meiner schnellen Schritte achtete, nicht auszurutschen. Doch das war ziemlich schwer, denn gleichzeitig schaute ich regelmäßig nach ...
Freie Texte

Lächelndes Mädchen: Pia Reichstein

Pia Reichstein

Das Lächelnde Mädchen siehst du in mir, Aber wenn ich ihn den Spiegel schaue sehe ich nur die Fehler an mir. Die unproportionale Nase,der Körper der nicht richtig ins Bild passen will ,die Daumen die ich täglich verstecke. Das alles was du nicht siehst, weil du siehst nur das lächelnde Mädchen in mir. Das das glücklich und zufrieden ist. Das das selbstbewusst wirkt. Aber das das bin nicht. v Den hinter dieser Maske da ist ein zerbrechliches, verletztes Mädchen was sich Abends in den Schlaf weint ...
Freie Texte

Katrin Pointner: Willst du Liebe

Katrin Pointner

Willst du Liebe, schreib ich dir. Zärtliche Zeilen übers gemeinsam im warmen Bett verweilen Während unser Fenster weit offen steht Die kalte Winterluft uns umweht Wir uns enger aneinander schmiegen Unsere Bücher lose in der einen Hand liegen Während deine andere Hand sanft mit meinen ungezähmten Haaren spielt. Unter uns ist es weich, über uns eine warme Decke mit zartrosa Blumen geschmückt. Willst du Liebe, schreib ich dir.
Freie Texte

Jana Mühlbach: „Für immer Jetzt“ – ein Song in Erinnerung an Richard

Jana Mühlbach

Intro Ich sitze hier, schreibe und weine, weil ich dich spür. Unsre Zeit war so kurz, ein kurzer Augenblick - der für immer bleibt. 1. Ich wünsche mir, ich könnte noch einmal deine Lippen spüren, deinen warmen, weichen Duft riechen, deine Haare spür ́n in meinem Gesicht. So gerne würde ich noch einmal deine Stimme hören, so warm, so tröstend - in ihrem Klang fühlte ich mich zu Hause, so wohlig, so vertraut. Refrain Wir leuchteten zu zweit, ein helles Licht - in der Dunkelheit. Ein kurzer ...

Aktuelles